Agri-Photovoltaik: Studie zeigt wirtschaftliche Herausforderungen
Agri-Photovoltaik (Agri-PV), also die kombinierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Pflanzenbau und Stromerzeugung, gilt als möglicher Lösungsansatz für Flächennutzungskonflikte in der Energiewende. Das Thünen-Institut hat über LinkedIn aktuelle Informationen zu einer Untersuchung veröffentlicht, die zeigt, dass entsprechende Anlagen derzeit häufig höhere Kosten verursachen als klassische Freiflächen-Photovoltaikanlagen.
Nach Angaben des Instituts liegt dies unter anderem daran, dass die Solarmodule bei Agri-PV-Anlagen in größeren Abständen installiert werden müssen, wodurch pro Flächeneinheit weniger Strom erzeugt wird. Zusätzlich können höhere Investitions- und Betriebskosten entstehen, während die landwirtschaftlichen Mehrerträge die zusätzlichen Kosten oft nur begrenzt ausgleichen. Gleichzeitig weisen Forschende darauf hin, dass Agri-PV auch positive Effekte bieten kann, etwa zusätzlichen Schutz für Kulturen – beispielsweise im Obstbau. Insgesamt empfiehlt die Studie, die wirtschaftlichen Mehrkosten künftig stärker in Förder- und Flächennutzungsdiskussionen zu berücksichtigen.
