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16.05.2015

Geht von Stallemissionen ein besonderes Gesundheitsrisiko aus?

Nein! Bioaerosole sowie Emissionen aus Ställen werden oft von Bürgerinitiativen als Argument gegen Stallbauten missbraucht. Die Landwirtschaftszeitung Rheinland hat hierzu Prof. Dr. Wolfgang Dott vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin des Uniklinikums in Aachen befragt. Das wenig überraschende Ergebnis: Mikroorganismen aus Tierställen spielen kaum eine Rolle für die menschliche Gesundheit. Tatsächlich könne sogar anhand epidemiologischer Studien nachgewiesen werden, dass Landwirte und ihre Kinder, die am meisten betroffen sein müssten, weniger Allergien aufweisen als der Rest der Bevölkerung.
 
07.04.2015

"Den Deutschen Fleischbauern gehört die Zukunft"

Regnet es in Äthiopien mehr, wenn wir uns weniger duschen? Hat die Weltbevölkerung mehr zu essen, wenn wir weniger Fleisch verzehren? Beide Fragen kann man mit Nein beantworten. NGO dagegen wollen den deutschen Verbraucher aber vom Gegenteil überzeugen - in einer globalisierten Welt. Anstatt eine steigende Lebensmittelnachfrage als Chance für die heimische, Ressourcen schonende und effiziente heimische Landwirtschaft zu begreifen, wird Verzicht gepredigt. Unvorstellbar, wenn dies für andere Branchen ebenso gefordert würde. Dabei glauben die Kritiker deutscher Lebensmittelexporte, mit veredelten Produkten würden Importmärkte zerstört. Das Gegenteil ist der Fall.

Eckhard Fuhr, Korrespondent für Kultur und Gesellschaft für die renommierte Zeitschrift Die Welt zeigt den Widerspruch auf, sich als Landwirt einerseits am Weltmarkt behaupten und andererseits zu nicht wettbewerbsfähigen Produktionsbedingungen produzieren zu müssen. Als Indikatoren nennt er den Wegfall der Milchquote bei gleichzeitiger Forderung nach zukunftsfähigen Tierhaltungssystemen. Beides geht nicht!

 
31.03.2015

Mit dem "Schweinemobil" zum Verbraucher

Janosch T. Gock informiert in seinem Blog über seinen Einsatz als Standbetreuer am Schweinemobil, das am 28.03. mitten in Münster aufgestellt wurde, um mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten so manche Vorurteile ausgeräumt werden.
Der Lehrling im dritten Lehrjahr war mit seiner Berufsschulklasse vor Ort, um über die Lebensmittelerzeugung in Deutschland aufzuklären.
 
13.02.2015

Kupierverzicht: Projekte treten auf der Stelle

Nach Studien zum Verhalten von Schweinen in verschiedenen Haltungsformen sind sich Wissenschaftler und Praktiker einig: Es gibt keine Methode, das gegenseitige Knabbern an Schwänzen zu verhindern, fasst die SVZ aktuelle Untersuchungsergebnisse des Instituts für Tierproduktion der Landesforschungsanstalt in Dummerstorf zusammen. Es gibt keine Alternative zum Kupieren von Schwänzen bei Schweinen. Je eher, desto besser, weil schmerzfreier, wird der Forschungsleiter zitiert. Die Wissenschaftler waren daraufhin öffentlich angegriffen worden, weil die Ergebnisse nicht dem Zeitgeist entsprachen. In verschiedenen Kommentaren haben sich die Beteiligten zu den Anschuldigungen geäußert.

Anm. d. Red.: Die Forschungsergebnisse decken sich mit zahlreichen vergleichbaren Untersuchungen, die derzeit in ganz Europa durchgeführt werden. Prof. Dr. Thomas Blaha (TiHo, Hannover), der im Auftrag des niedersächsischen Ministerium eine ähnliche Studie durchgeführt hatte, forderte sogar ein Umdenken vor Einführung einer Ringelschwanzprämie durch die Politik.
Was gut gemeint ist, könnte für die Tiere zu einem Tierschutzrelevanten Desaster ausarten.
 
16.12.2014

"Tomorrows Table": Ökolandbau meets Gentechnik

Pamela Ronald, Professorin für grüne Gentechnik, und ihr Mann Roul Adamchak, Biobauer, beide Dozenten an der Universität von Kalifornien in Davis, beschreiben in ihrem Buch Tomorrows Table eine mögliche Liason von ökologischem Landbau und Gentechnik - pragmatisch und völlig ideologiefrei. Vor dem Hintergrund einer steigenden Weltbevölkerung eine Vernunftehe? Die Autoren machen deutlich, dass in der amerikanischen Ökoszene am wenigsten Vorbehalte gegen einen Gentransfer innerhalb eines Pflanzenstammes beständen.
Die Virusepedemie aller Papayaplantagen auf Hawai hat die Vorbehalte gegen Gentechnik mit Angebot einer genveränderten, gegen das Virus veränderten Pflanze sehr schnell beseitigt, weil insbesondere die Kleinbauern von der neuen Sorte profitiert hätten.
 
26.11.2014

Keimgutachten fragwürdig

Um die Genehmigung größerer Stallbauvorhaben nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz zu bremsen, werden mittlerweile aufwändige Keimgutachten verlangt.
Damit könnte künftig Schluss sein, interpretiert man zwei aktuelle Urteile. Nach Ansicht der Richter des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg (Az 12 LA 55/10) und des Verwaltungsgerichts Oldenburg (Az 5 B 1651/11) fehle es an gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die mit der Stallluft vermeintlich  in die Umgebung getragenen sog. Bioaerosole. Auch das gesundheitsgefährdende Potential sei vollkommen unklar. Erschwerend käme weiterhin hinzu, dass es überhaupt keine Grenzwerte und damit keine gesetzliche Grundlage gäbe.

Betroffene Betriebe können jetzt u.U. sogar Schadenersatz für Nachteile verlangen, die ihnen mit den unrechtmäßig verlangten Keimgutachten entstanden seien, meint der Rechtsanwalt Dr. jur. M. Devermann aus Meppen.

 
19.11.2014

Je mehr Ställe, desto weniger Allergien

Bioaerosole sowie Emissionen aus Ställen werden oft von Bürgerinitiativen als Argument gegen Stallbauten missbraucht. Die Landwirtschaftszeitung Rheinland hat hierzu Prof. Dr. Wolfgang Dott vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin des Uniklinikums in Aachen befragt. Das wenig überraschende Ergebnis: Mikroorganismen aus Tierställen spielen kaum eine Rolle für die menschliche Gesundheit. Tatsächlich könne sogar anhand epidemiologischer Studien nachgewiesen werden, dass Landwirte und ihre Kinder, die am meisten betroffen sein müssten, weniger Allergien aufweisen als der Rest der Bevölkerung. Dies gelte auch für die Anwohner von Ställen. Der Umweltmediziner stellte im Interview auch klar: Die Resistenzen von Krankenhauskeimen haben nichts mit denen in einem landwirtschaftlichen Bereich gemein.

LZ Rheinland, 47/2014
 
03.11.2014

Warum Milchverzehr beim Abnehmen helfen kann

Es ist wissenschaftlich belegt, dass der Verzehr eiweißreicher Nahrungsmittel länger satt macht, als kohlenhydratreiche Kost. Das Glas warme Milch vor dem Zubettgehen erfüllt also zweierlei Funktion: es ist lecker und schützt vor möglichen nächtlichen Fressattacken.
Wissenschaftler der Universität Aarhues glauben, einen weiteren Mechanismus gefunden zu haben; die Milch soll Substanzen enthalten, die entweder direkt oder indirekt über die Darmflora Einfluss auf die Resorption und den Metabolismus von Fett nehmen.

Positiver Nebeneffekt des Milchkonsums: Milchverzehr ist Klima freundlich
 
08.10.2014

Herbstzeit = Wechselzeit: Energiepartner meistro hat Energie für Sie reserviert!

KeyVisual Meistro meistro - Denken auch Sie aktuell über einen Wechsel Ihres Energieversorgers nach? Nie war die Gelegenheit so günstig wie jetzt: Die alljährlichen Preisanpassungen vieler Anbieter für Strom und Erdgas stehen ins Haus – und viele Kündigungsfristen enden zum Jahreswechsel. Zeit, sich Gedanken über eine kostengünstige, professionelle und seriöse Alternative zu machen. Als Kooperationspartner des ZDS bietet sich die meistro Energie GmbH, größter unternehmergeführter Lieferant für klimaneutrale Energie in Deutschland, mit einem besonderen Herbst-Highlight an:
meistro hat für jedes Verbundmitglied eine exklusive Energiemenge zu attraktiven Mitgliedskonditionen reserviert! Ein durchaus interessantes Angebot mit einer Reihe von Zusatzvorteilen, wie die Nutzung des Kundenportals mit kostenlosem Energie-Monitoring, eine kostenfreie Vergleichsrechnung gegenüber der aktuellen Energieabrechnung sowie einen äußerst unbürokratischen Anbieterwechsel durch meistro.
Angebote gibt es direkt bei meistro: Telefon 0841-65700-360 oder www.meistro.de
 
27.08.2014

Globaler Handel landwirtschaftlicher Erzeugnisse spart Ackerfläche

Die Milcherzeugung in Europa hat den geringsten Wasserverbrauch je kg Milch. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Humboldt-Universität Berlin. Dafür verglichen sie Milchviehbetriebe aus 48 Ländern. Sie wiesen nach, dass in intensiven Produktionssystemen weniger Wasser je kg energiekorrigierter Milch (ECM) eingesetzt wird, als in kleinen Betriebsstrukturen mit geringer Leistung. Schön auch die differenzierte Betrachtung nach grünem, blauem und grauen Wasser. Je kg ECM wurden im Mittel der Betriebe rd. 1466 Liter grünes Wasser aus Niederschlägen, 121 Liter blaues Grund- oder Oberflächenwasser und 106 Liter graues Leitungswasser benötigt.
Den geringsten Einsatz an grünem und blauem Wasser wurde für die westeuropäischen Betriebe mit 743 bzw. 61 Liter je kg ECM gemessen. Das meiste grüne Wasser benötigten die kleinbäuerlichen Betriebe mit geringer Milchleistung in Afrika.

Anm. d. Red.: Wer jetzt glaubt, an Hand der Zahlen eine Bewertung vornehmen zu können, der irrt. Ausschlaggebend sind die in den Ländern üblichen Niederschlagmengen und die Wasseraufbereitung durch funktionierende Kläranlagen. Hier sind die mitteleuropäischen Regionen klar im Vorteil. So käme heute niemand mehr auf die Idee, Wasserintensive Milchfarmen in der Wüste zu bauen. Importe von Milchprodukten sind nicht nur preiswerter sondern auch Ressourcen schonender. Durch globalen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen konnte allein im Jahr 2005 die für die Welternährung nötige globale Ackerfläche um etwa 82 Mio. ha verringert werden.

(Quelle und weitere Informationen: Anne Biewald, Susanne Rolinski, Globaler Handel spart Wasser, DLG-Mitteilungen, Ausgabe 7/2014, S. 58 ff)