BRS News

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28.06.2017

Schweinebestand in Deutschland um 1 % gesunken

Destatis - Zum Stichtag 3. Mai 2017 wurden laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 27,1 Millionen Schweine in Deutschland gehalten. Nach vorläufigen Ergebnissen der halbjährlich durchgeführten Erhebung ist der Schweinebestand gegenüber November 2016 um 1 % oder rund 276 000 Tiere gesunken. Dies ist der niedrigste Bestand seit November 2010. 

Einen bedeutenden Einfluss auf den Bestandsabbau hatte dabei der Rückgang im Bereich der Mastschweine. Hier sank der Bestand um 3,5 % (– 423 000) auf rund 11,8 Millionen Tiere. Bei den Zuchtschweinen betrug der Rückgang des Bestandes 0,8 % auf 1,9 Millionen Tiere. 

Stärker als der Bestand an Schweinen sank die Anzahl der Betriebe mit Schweine-haltung. Gegenüber der Vorerhebung ging die Zahl der Betriebe um 2,7 % (– 700) auf 23 800 zurück. Besonders deutlich zeigte sich ein Strukturwandel bei Betrieben mit Zuchtsauen, deren Zahl im selben Zeitraum um 4,3 % (– 400) abgenommen hat. Im Mai 2017 wurden nur noch 8 400 Betriebe mit dieser Produktionsrichtung erfasst. 

Der Rinderbestand fiel seit November 2016 leicht um 0,8 % auf knapp 12,4 Millionen Tiere. Die Anzahl der Kälber und Jungrinder sank dabei etwas stärker um 1,9 % auf 3,7 Millionen Tiere. Im Vergleich zur Vorerhebung blieb der Bestand an Milchkühen fast konstant bei 4,2 Millionen Tieren.

 
27.06.2017

BWGV-Präsident Glaser zum Vizepräsidenten des Deutschen Raiffeisenverbands gewählt

Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), ist zum Vizepräsidenten des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) in Berlin gewählt worden. Bereits seit dem Jahr 2013 ist Glaser Mitglied des DRV-Präsidiums. Er vertritt dort den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband und damit die Interessen der baden-württembergischen Genossenschaften. Als Vizepräsident des DRV ist Glaser nun einer von vier Stellvertretern des neu gewählten Präsidenten Franz-Josef Holzenkamp, der zum 1. Juli auf Manfred Nüssel folgt.
 
27.06.2017

Große Schwankungsbreiten bei der DCAB in Silagen

proteinmarkt - Die derzeit intensive Diskussion um eine GVO-freie Fütterung von Milchkühen bewirkt bei vielen Milcherzeugern in erster Linie einen vollständigen Ersatz von Soja- hauptsächlich durch Rapsextraktionsschrot. Dass dieses Vorgehen ohne Leistungs- und Gesundheitsbeeinträchtigungen möglich ist, zeigen zahlreiche Versuche sowie Erfahrungen aus der Praxis. Da sich aber Soja- und Rapsextraktionsschrot auch hinsichtlich ihrer Gehalte an Mengen- und Spurenelementen unterscheiden, ist eine genaue Kenntnis der den Säure-Basen-Haushalt der Tiere beeinflussenden Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB) der Futterrationen notwendig. Eine Grundvoraussetzung dafür ist die genaue Analyse der vier bedeutsamen Elemente K, Na, Cl und S aller eingesetzten Silagen, da diese z.T. sehr großen Schwankungen unterliegen. Mit diesem Thema befasst sich Frau Prof. Dr. Katrin Mahlkow-Nerge mit Thomas Engelhard sowie Prof. Dr. Rudolf Staufenbiel und Dr. Wolfram Richardt DCAB im ersten Teil der Reihe "DCAB - auch bei Rationen laktierender Kühe auf diesen Parameter achten". Im zweiten Teil der Reihe wird untersucht, wie DCAB die Netto-Säure-Basen-Ausscheidung (NSBA) beeinflusst.
 
27.06.2017

Landwirtschaft in Deutschland ist alternativlos

Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer des BLL, hinterfragt im Internetsportal der DLG das derzeitige Bauern-Bashing. Dass ausgerechnet diejenigen, die oft durch Wortschöpfung, aber nie durch Wertschöpfung, auffallen, an der Spitze der Kritik der Landwirtschaft stehen, zeigt die Asymmetrie der Auseinandersetzung. NGO-Funktionäre, Journalisten und Politiker behaupten ja oft, genau zu wissen, welches Futter, welche Stallgröße, welche Ausstattung, welcher Energieeinsatz, welche Betriebsgröße, welche Fruchtfolge, welche Pestizide, und, und, und von den Landwirten einzusetzen sind oder wären. Warum – so frage ich mich immer öfter – zeigen denn dann die Besserwisser nicht in eigenen Betrieben ihre Fähigkeiten.
Unabhängig davon vertritt der BLL-Geschäftsführer die Auffassung, dass man nur dann glaubwürdig über die eigene Arbeit kommunzieren kann, wenn man davon überzeugt ist.
 
26.06.2017

Neue Düngeverordnung ist in Kraft. Was jetzt nach der Ernte zu beachten ist

Am 02. Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung in Kraft getreten. Auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden die Regelungen dargestellt, die ab sofort zu berücksichtigen sind.
Nach den Vorgaben der Düngeverordnung gilt auf Ackerland ein Düngungsverbot für N-haltige Dünger ab der Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 31. Januar. Abweichend von diesem Grundsatz dürfen auf Ackerland Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff bis in Höhe des Stickstoffdüngebedarfs bis zum 01. Oktober zu Zwischenfrüchten, Winterraps, Feldfutter und Wintergerste nach einer Getreidevorfrucht ausgebracht werden, wobei eine Aussaat der Zwischenfrüchte, des Winterrapses und des Feldfutters bis zum 15. September und die Gerstenaussaat bis zum 01. Oktober vollzogen sein muss.
 
26.06.2017

Deutsche Holstein-Schau 2017: Lady Gaga wiederholt Ihren Sieg

Zu den Klängen des neuen Hits von Lady Gaga (She was born this way) nahm sie die Gratulationen zum Sieg gewohnt souverän entgegen. Lady Gaga, die Modest-Tochter von Henrik Wille und Friedrich Köster aus Essen ist der neue Grand Champion der diesjährigen DHV-Schau in Oldenburg. Unter dem Applaus von 4.500 Zuschauern sicherte sie sich nach 2015 erneut den Titel der schönsten Holsteinkuh Deutschlands.
 
26.06.2017

Merkel nimmt Bauern vor Pauschalkritik in Schutz

Die Kanzlerin würdigt in einem Podcast direkt aus dem Bundeskanzleramt die Bedeutung und Qualität der deutschen Landwirtschaft. Landwirte leisteten eine sehr wichtige Arbeit für die Gesellschaft, so Merkel. Sie sei dagegen, irgendwelche Pauschalurteile über Landwirte zu fällen.

Anm. d. Red.: Auf diese klare politische Positionionierung haben die Landwirte lange gewartet. Die Landwirtschaft ist nach wie vor die Basis für eine erfolgreiche Volkswirtschaft. In Deutschland ist das Agribusiness sogar die drittwichtigste Branche, von der nicht nur das Handwerk, sondern auch viele vor- und nachgelagerte Branchen unmittelbar profitieren. Es bleibt daher zu hoffen, dass diese politischen Sympathiebekundungen und klaren Positionierungen öfter zu lesen sein werden. Für die bäuerlichen Familienbetriebe können sie ein Motivationsschub sein, wenn auch die politischen Rahmenbedingungen zu Rechts- und Planungssicherheit beitragen würden.
 
26.06.2017

Frankreich: Tierschützer nach Einbruch erstmals angeklagt

age / top agrar - In Frankreich wurden erstmals Mitglieder der Tierschützer-Vereinigung L 214 wegen eines Einbruches in einen Schlachthof angeklagt. Das Verfahren wegen Hausfriedensbruchs und Verletzung der Privatsphäre begann vergangene Woche in Versailles.

In Bayern hat ein Bauernobmann ebenfalls eine Tierrechtsorganisation angezeigt. Nicht um vermeintliche Tierschutzverstöße, sondern um die späte Information der Behörden richterlich klären zu lassen. Dahinter steht der Vorwurf, dass Tieren nur geholfen werden kann, wenn Behörden unmittelbar informiert werden und sofort reagieren können.
 
23.06.2017

Essen ist hochpolitisch und kann Wahlen entscheiden

Der deutsche Verbraucher hasst staatliche Bevormundung, glaubt man repräsentativen Umfragen. Die Diskussionen um den sog. Veggie-Tag zur letzten Bundestagswahl sollen Bündnis90/Die Grünen einige Prozentpunkte bei den Wahlergebnissen gekostet haben. Politiker haben daraus nicht gelernt. Immer noch mischen sich Staat und Parteien in private Angelegenheiten bis auf unseren Teller ein. Alles aus gut gemeinten Gründen, aber ohne seriösen wissenschaftlichen Unterbau. Von fehlenden sozio-ökonomischen Folgenabschätzungen ganz zu schweigen. Schlimmer noch: wer sich in seiner Lebensweise gegängelt und von progressiven Eliten verachtet fühlt, wendet sich von etablierten Parteien ab. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest Patrick Feuz in einem Kommentar.
 
23.06.2017

NGO's: mehr Transparenz bitte

Eine funktionierende Demokratie kann und muss aushalten, dass NGOs sich einmischen und widersprechen. Diese Meinung vertritt der Volkswirt und Journalist Claus Hulverscheidt in einem Kommentar, der am 28. Juni 2017 in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist. Damit steht er vermutlich nicht alleine. Gleichzeitig fordert er aber ein Pflichtregister für alle (Lobby-)Organisationen, mit dem sich der Verbraucher z.B. über Einnahmen und Ausgaben informieren kann. Transparenz, die NGO's gerne von Unternehmen einfordern, aber selber nicht halten.
Hinter der Forderung nach einem Register verberge sich auch der Wunsch, dass NGO's nicht unter den Einfluss von Geldgebern aus Wirtschaft oder Politik geraten und versteckt deren Interessen verfolgen. Wer übrigens glaubt, dass diese Verquickung von NGOs und Wirtschaft nur in der technischen Industrie vorkomme, der irrt. Auch Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor nutzen gerne die Beratung von NGO-Experten. Warum auch nicht, wenn selbst Ministerien auf derartige Expertisen nicht verzichten können.

Anm. d. Red.: Wer die Szene kennt, weiß längst, dass die NGO's selbst kein Interesse an diesem Transparenzregister haben dürften. Zu eng sind die Verflechtungen mit der Industrie. Besonders deutlich wird das im Lebensmittelbereich, wo sich die Unternehmen die Expertise dieser NGO einkaufen. Das kann durchaus lukrativ für beiden Seiten sein: die einen bekommen ein Beraterhonorar, die anderen beugen Kritik vor und dürfen im Gegenzug sogar das Label der NGO nutzen. Eine Win-Win - Situation. Kritiker würden sagen: das sind die Anfänge der Korruption.