BRS News

16.06.2021

Klimawandel fördert Ausbreitung von Schädlingen und bedroht globale Ernährungssicherheit

Die FAO schätzt, dass jährlich bis zu 40 Prozent der weltweiten Pflanzenproduktion durch Schädlinge verloren gehen. Jedes Jahr kosten Pflanzenkrankheiten die Weltwirtschaft über 220 Milliarden Dollar und invasive Insekten mindestens 70 Milliarden Dollar. Die Ursache sei bei den Auswirkungen des Klimawandels zu sehen. Durch diesen würden Pflanzenschädlinge, die wirtschaftlich wichtige Nutzpflanzen angreifen, immer zerstörerischer und stellten eine zunehmende Bedrohung für die Ernährungssicherheit und die Umwelt dar. Der aktuelle Bericht der FAO mit dem Titel Scientific Review on the Impact of Climate Change on Plant Pests - A global challenge to prevent and mitigate plant pest risks in agriculture, forestry and ecosystems wurde von Prof. Maria Lodovica Gullino, Universität Turin (Italien), und zehn Co-Autoren aus der ganzen Welt wurde unter der Schirmherrschaft des Sekretariats der Internationalen Pflanzenschutzkonvention erstellt, das von der FAO geleitet wird.

 
16.06.2021

Zusammenarbeit der Bundesregierung mit Nichtregierungsorganisationen – Naturschutzbund Deutschland

hib - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ist in acht Gremien und Ausschüssen vertreten, die durch ein Bundesressort eingerichtet worden sind. Dies geht aus der Antwort (19/30233) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/29796) der FDP-Fraktion hervor. Zwischen der Bundesregierung und dem NABU bestünden keine Beraterverträge, heißt es in der Antwort weiter. Auch seien keine Nebentätigkeiten von Bundesbeamten beim NABU bekannt.

 
16.06.2021

End the Cage Age: EU-Parlament nimmt Entschließung an

Das Europäische Parlament hat am 10. Juni 2021 die Entschließung zur Europäischen Bürgerinitiative Schluss mit der Käfighaltung (End the Cage Age) angenommen. Der Fokus des Europäischen Parlaments liegt allerdings auch auf den Problemen, die sich aus der Umsetzung ergeben könnten. So wird auf der einen Seite anerkannt, dass die europäischen Tierhalter schon jetzt Vorreiter beim Tierschutz weltweit sind und auf der anderen Seite wird auf Zielkonflikte hingewiesen, wie eine fehlende Markthonorierung und Importe aus Drittländern mit geringeren Standards. So wird die Kommission aufgefordert, bereits unterzeichnete Handelsabkommen vor dem Hintergrund des Tierschutzes neu zu bewerten. Zu begrüßen ist auch die Forderung nach einer umfassenden und evidenzbasierten Folgenabschätzung mit ausreichend wissenschaftlichen und soliden agronomischen Grundlagen, bevor ein Ausstiegsdatum festgelegt wird.

 
15.06.2021

Getreide-Ganzpflanzensilage in der Rinderfütterung

In diesem Jahr werden aufgrund der besseren Grassilageernte weniger Betriebe die Ernte von Getreide-Ganzpflanzensilage (GPS) einplanen und das Getreide eher dreschen. Getreide-Ganzpflanzensilage ist ein eiweißarmer, leicht silierbarer Mix aus Körnern und Stroh bzw. grünen Pflanzenteilen. Das Grobfutter bringt Struktur in die Ration und hat aus Gründen der Fruchtfolge, der Greening-Auflagen und der Pflanzengesundheit an Bedeutung gewonnen. Vorteile sind beispielsweise in der Auflockerung enger Maisfruchtfolgen und der höheren Ertragssicherheit auf Maisgrenzstandorten zu sehen. Getreide-GPS hilft, wie in den letzten Dürrejahren geschehen, Versorgungslücken zu füllen. Zu beachten ist aber, dass das Erntezeitfenster recht eng ist, da bei trockenen Bedingungen die Abreife schnell voranschreitet. Für diejenigen, die GPS für die Rinderfütterung nutzen möchte informiert die Landwirtschaftskammer Niedersachsen über Eigenschaften, Futterwert, Erntezeitpunkt und -geräteeinsatz sowie Siliermöglichkeiten und Einsatzmengen von GPS.

 
15.06.2021

Erste deutschlandweite Karten zur landwirtschaftlichen Flächennutzung

Forschende des Thünen-Instituts, der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben Mithilfe von Satellitendaten, Agrarstatistiken, Wetterdaten und Verfahren des maschinellen Lernens erstmals detaillierte deutschlandweite Karten für die Jahre 2017 bis 2019 zur landwirtschaftlichen Flächennutzung erstellt. Die Karten unterscheiden die dominierenden Kulturarten und Hauptnutzungsarten im Ackerland, also alle Hauptgetreidearten, Hackfrüchte, Gemüse, Dauerkulturen und Hülsenfrüchte. Darüber hinaus werden auch Grünland und relevante Landschaftselemente in der Agrarlandschaft, wie beispielsweise Gehölzstrukturen, erfasst. Die Agrarlandschaft Deutschlands wird somit erstmals flächendeckend in einem Raster von 10 m x 10 m Gitterweite abgebildet.

 
15.06.2021

Vier Wege zu mehr Klimaschutz im Kuhstall

Jede Kuh setzt Methan frei. Das ist ein natürlicher Vorgang. Welche Möglichkeiten es gibt, die Gesamtklimabilanz der Milchviehhaltung zu verbessern, zeigt ein Video, das die BZL veröffentlicht hat.

 
14.06.2021

Landwirtschaft Leidtragender der Plastikverschmutzung durch Dritte

age - Mehr als 13.000 t Kunststoffe, insbesondere Mikroplastik, werden jährlich in Deutschland durch landwirtschaftliche Aktivitäten in die Umwelt freigesetzt und verbleiben meist im Boden. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) und des Ökopol Instituts für Ökologie und Politik im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Der größte Anteil, rund 9.500 t, sei auf Plastikverschmutzungen im Klärschlamm sowie in Komposten und Gärresten zurückzuführen, berichtete der NABU in Berlin. Hier sei die Landwirtschaft Leidtragende der Verschmutzungen durch Dritte - beispielsweise durch Plastikfehlwürfe in der Biotonne oder durch Reifenabrieb und Textilfasern aus dem Abwasser, die in der Kläranlage im Klärschlamm gebunden würden.

 
14.06.2021

SPD blockiert mehr Tierschutz

age - Mit scharfer Kritik am Koalitionspartner hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf das Scheitern des von ihr eingebrachten Entwurfs für ein Tierwohlkennzeichengesetz im Bundestag reagiert. Die CDU-Politikerin warf der SPD-Fraktion eine Blockadehaltung beim staatlichen Tierwohlkennzeichen vor. Damit stelle sich diese klar gegen mehr Tierwohl, erklärte Klöckner am vergangenen Donnerstag (10.6.) in Berlin. Die Ministerin hält der SPD ein durchsichtiges Manöver vor: Immer wenn es konkret wird, Tierhaltern zu helfen, die Forderung nach mehr Tierwohl auch umzusetzen zu können, duckt sie sich ab.

 
14.06.2021

Der Niedersächsische Weg - Auszeichnung für Wegbereiter

Im Mai 2020 hat die Niedersächsische Landesregierung mit der Landwirtschaft und dem Naturschutz einen Vertrag abgeschlossen. Mit dem "Niedersächsischen Weg" wollen die Vertragspartner den großen Herausforderungen des Natur-, Arten- und Gewässerschutzes begegnen. Wer erfolgreich Maßnahmen für den Natur-, Arten- und Gewässerschutz umsetzt, kann sich für eine Auszeichnung des Landwirtschaftsministeriums bewerben. Auf der Homepage des Ministeriums www.ml.niedersachsen.de/wegbereiter können sich Interessenten online bewerben. Die Teilnehmenden haben 18 Maßnahmen zur Auswahl, die sie mindestens zwei Jahre lang durchführen müssen. Auch Fotos der Aktionen im Rahmen des Niedersächsischen Weges sind willkommen. Als Dank für die Unterstützung erhält der Bewerber oder die Bewerberin ein Schild mit dem Slogan Wir gehen den Niedersächsischen Weg.

 
14.06.2021

ASP: Länder einigen sich beim Zaunbau auf solidarisches Finanzierungsmodell

Die Agrarminister und -ministerinnen der Länder haben sich bei der Agrarministerkonferenz (AMK) auf ein solidarisches Modell geeinigt, mit dem der Bau von Wildschutzzäunen zur Verhinderung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) finanziert werden kann. Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, begrüßt diese solidarische Vorgehensweise der Länder: Jede Schutzmaßnahme liegt in unser aller Interesse. Deshalb ist es richtig, wenn sich alle Länder über das neue Modell an den Kosten beteiligen. Auch die Europäische Kommission wird Finanzhilfen von bis zu rund 9 Millionen Euro gewähren. Bis zum 30. Juni müssen Brandenburg und Sachsen nun ihre Erstattungsanträge über das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei der Kommission einreichen.

Die Ministerin betonte, das neue Modell sei eine wichtige Ergänzung zu der Finanzierung durch die Europäische Kommission.