BRS News Schwein
Projekt am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie untersucht das helfende Verhalten bei Schweinen
Ein neues Projekt am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf geht den Fragen nach, ob Schweine erkennen können, wann ein Artgenosse Hilfe benötigt und ob Schweine einander aktiv unterstützen. Das Projekt mit dem Titel Lass mich raus! Proximative Faktoren, die helfendes Verhalten bei Schweinen vermitteln
, wird mithilfe eines innovativen Verfahrens untersuchen, ob Schweine einander aus Empathie oder aus egoistischen Gründen helfen. Es wird in enger Zusammenarbeit mit Forschern der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchgeführt und mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am FBN und des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) an der Veterinärmedizinischen Universität Wien finanziert. Die Gesamtfinanzierung beläuft sich auf 736.089 Euro für drei Jahre.
Satellitenüberwachung von Ackerflächen
Flächen von Landwirten werden im Rahmen des EU-Copernicus-Programms etwa alle fünf bis sieben Tage von Sentinel 2 Satelliten überflogen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (208976) auf eine Kleine Anfrage (20/9482) der AfD-Fraktion und weist dabei darauf hin, dass dies unabhängig von der EU-Agrarförderung erfolge. Eine Verletzung datenschutzrechtlicher Vorschriften erkennt die Bundesregierung darin nicht, auch ein Eingriff in die Privatsphäre von Landwirten sei durch die Satellitenbefliegung der Ackerflächen nicht anzunehmen, heißt es in der Antwort.
Gemeinsamer Appell an den Bund: Agrardiesel-Pläne stoppen
Die Pläne zur Erhöhung der Mineralölsteuer für Agrardiesel und zur erstmaligen Erhebung von KFZ-Steuern für landwirtschaftliche Fahrzeuge sollen gestoppt werden – diese Forderung richtet die niedersächsische Landesregierung mit fünf landwirtschaftlichen Verbänden an die Bundesregierung sowie die regierungstragenden Fraktionen im Deutschen Bundestag. An der gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Stephan Weil und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte beteiligen sich das Landvolk Niedersachsen, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Land schafft Verbindung, der Bund der Deutschen Milchviehhalter und die Landesvereinigung Ökologischer Landbau.
Agrardebatte: Der Streit um Agrardiesel und KfZ-Steuer: Wissenschaft und Landwirtschaft im Dialog
Ziel der Göttinger AgrarDebatten ist es, gesellschaftlich kontroverse Themen im wissenschaftlichen Diskurs aufzugreifen. Die Studierenden, aber auch alle anderen Teilnehmer können sich im zweiten Teil der Debatte aktiv einbringen. Am Freitag, dem 05. Januar (17.30 bis 19.00 Uhr) geht es um den Streit um Agrardiesel und KfZ-Steuer.
Es diskutieren:
- Theresa Schmidt, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend und Studentin in Göttingen
- Marie von Schnehen, Alumna der Göttinger Agrarfakultät
- Prof. Brümmer, Vizepräsident der University of Goettingen
- Prof. von Cramon-Taubadel, Professor für Agrarpolitik in Göttingen
- Marie Hoffmann, Agrarinfluencerin
Klimacheck für landwirtschaftliche Betriebe - Bilanzierungstools im Überblick
Schweinehalterinnen und Schweinehaltern stehen unterschiedliche Analysetools zur Verfügung, um die Treibhausgasemissionen ihres Betriebes zu beziffern und geeignete Minderungsmaßnahmen auszuwählen. Die BLE bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Bilanzierungstools mit den entsprechenden Links.
AGRAVIS stärkt Mineralfuttergeschäft in Süddeutschland
Die AGRAVIS Raiffeisen AG erwirbt das Mineralfuttergeschäft der DSM Firmenich AG in Grenzach. Damit baut die AGRAVIS ihre Marktpräsenz im süddeutschen Raum aus und stärkt ihr Geschäft mit Spezialfutter. Das Mineralfuttergeschäft der DSM ist eine ideale Ergänzung zu unseren Aktivitäten. Wir verfügen in diesem speziellen Segment über eine hohe Kompetenz und werden es innovativ, nachhaltig ausdehnen
, so AGRAVIS-Vorstandschef Dr. Dirk Köckler.
DRV kritisiert geplanten Streichung der KfZ-Steuerbefreiung und der Agrardieselvergütung
AgE - Politische Perspektivlosigkeit
attestiert der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Franz-Josef Holzenkamp, der Landwirtschaft in Deutschland. Die fehlende Planungssicherheit, vor allem in der Nutztierhaltung, lähme die gesamte Branche
, warnte Holzenkamp beim DRV-Fachforum Tierische Veredelung am 13.12. in Berlin. Investitionen seien nahezu zum Erliegen gekommen, es lasse sich niemand auf das Abenteuer Stallbau
ein. Die angekündigten Haushaltseinsparungen beim Agrardiesel und der Kfz-Steuer kritisierte der DRV-Präsident als eine fehlende Wertschätzung der Landwirtschaft. Die Mehrbelastungen für die Agrarwirtschaft sind enorm und addieren sich auf rund 1 Mrd. Euro
, rechnete Holzenkamp vor.
Veranstaltung der Landwirte Akademie - Tiergesundheit in der Schweinehaltung
Die Landwirte Akademie ist eine Initiative von MSD Tiergesundheit unter Einbeziehung und mit Unterstützung von regionalen landwirtschaftlichen Organisationen und Akteuren. Sie ist eine Fortbildungsreihe für Landwirte zu Themen der landwirtschaftlichen Produktion, den aktuellen Marktbedingungen und eine Plattform für den Erfahrungsaustausch mit landwirtschaftlichen Marktteilnehmern aus der Region.
Am 07.02.2024 findet zum Thema Tiergesundheit in der Schweinehaltung
eine Veranstaltung bei der ESKARA GmbH in 84051 Essenbach statt. Die Teilnahme ist auch online möglich.
PLANAK beschließt GAK-Rahmenplan für die Jahre 2024-2027
Der Planungsausschuss für Agrarstruktur und Küstenschutz (PLANAK) hat in seiner Sitzung am 14.12. den Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes
(GAK) für die Jahre 2024 bis 2027 beschlossen. Zentrales Thema war daneben der zukunftsfeste Umbau der Tierhaltung. Der PLANAK nahm die erforderlichen Anpassungen in der GAK vor, damit das Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in tiergerechtere Stallbauten und laufenden Mehrkosten für mehr Tierschutz in der Schweinehaltung Anfang 2024 starten kann. Um einheitliche Bedingungen sicherzustellen wurden die bestehenden Förderungen dazu aus dem GAK-Rahmenplan genommen.
BZL: Landwirtschaftlicher Produktionswert 2023 nach erster Schätzung rund 76,3 Mrd. Euro
Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) bleibt der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die pflanzliche Produktion erreicht einen Wert von 37,3 Milliarden Euro (+1,4 Prozent), während die Tierproduktion auf 35,3 Milliarden Euro (-0,8 Prozent) geschätzt wird. Die Wetterbedingungen im Jahr 2023 wirkten sich negativ auf die Ernte vieler Getreidearten aus. Zudem beeinflusste der niedrige Weltmarktpreis den Preis für Getreide in Deutschland. Der weiter abnehmende Schweinebestand sorgte für Preissteigerungen und damit für einen steigenden Produktionswert. Bei den Rindern hingegen führte der sinkende Tierbestand auch für einen leicht abnehmenden Produktionswert. Niedrigere Energiepreise sorgten für sinkende Preise bei Dünge- und Mischfuttermitteln.

Landwirte Akademie Einladungsflye 2024