BRS News Schwein
SuS 5/2025 - Die neue Ausgabe ist da
Die aktuelle Ausgabe der BRS-Verbandszeitschrift Schweinezucht und Schweinemast
(SuS 5/2025) ist erschienen, u.a. mit Informationen zu folgenden Themen:
- Förder-Aus: Was folgt?
- Ausführungshinweise: Fachleute mit an den Tisch!
- Mit Vollgas in die Larvenmast
- Höhere Leistungen mit verarbeiteten Insekten?
- Klimabilanz optimieren: Setzen Sie beim Futter an!
- Mit dem CO2-Wert kann ich in der Vermarktung punkten
- Wirkt der Circoimpfstoff nicht mehr?
- Neues Parvo-Virus entdeckt
- Dickere Kotletts bei Immunokastraten
- Immunokastration: Etabliert und akzeptiert
- Mast in HF3 und 4: Leistung hinkt hinterher
Startschuss für das neue KI-Reallabor Agrar
Kann man dank Künstlicher Intelligenz Landwirtschaft künftig produktiver, nachhaltiger und womöglich auch kostengünstiger betreiben? Wie kann eine resiliente Wirtschaft im Bereich von Agrar, Ernährung und Bioökonomie verstärkt gefördert werden? Diesen Fragen widmet sich das KI-Reallabor Agrar (RLA), das am Freitag, 17. Oktober, unter Leitung der Universität Osnabrück gemeinsam mit sieben Partnern offiziell seine Arbeit aufnahm. Für das KI-Reallabor stellt die VolkswagenStiftung im Rahmen der Initiative zukunft.niedersachsen über das Ministerium für Wissenschaft und Kultur Projektmittel in Höhe von 18,9 Millionen Euro zur Verfügung.
Fliegen können Staphylococcus aureus auf Hausschweine übertragen
Das Bakterium Staphylococcus aureus ist allgegenwärtig und in der Regel harmlos. Allerdings kann das Bakterium auch pathogen sein und seine resistenten Formen sind als Krankenhauskeim
bekannt. Eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt nun, dass Fliegen bei der Entwicklung der Resistenzen eine wichtige Rolle spielen. Sie fungieren bei Hausschweinen als Überträger.
Nach Auskunft des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) lag der Anteil tierassoziierter MRSA-Keime (CC398) an den gesamt eingesandten Isolaten im Jahr 2021 bei 6,8 % und im Jahr 2022 bei 6,4 %.
Tönnies passt Schweineabrechnung an: Bonus & Malus für mehr Tierwohl
Nach der Einführung einer Ringelschwanz-Prämie zu Jahresbeginn ändert Tönnies erneut die Abrechnung für Schlachtschweine. So erhalten künftig auch Landwirtinnen und Landwirte, die Schweine der Haltungsform 2 mit unkupiertem Schwanz liefern, eine Sonderzahlung. Darüber hinaus führt das Unternehmen ein zusätzliches Bonussystem für Tiergesundheit ein.
Düngerecht: Niedersachsen baut Bürokratie bei der Genehmigung von Änderungen bestehender Tierhaltungs- und Biogasanlagen ab
Niedersachsen baut bei den Verfahren zur Genehmigung von Tierhaltungs- und Biogasanlagen Bürokratie ab. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) sowie das Wirtschaftsministerium (MW) und das Umweltministerium (MU) legen in einem gemeinsamen Runderlass Vereinfachungen vor, die Tierhaltungs- und Biogasanlagen betreffen. Mit Inkrafttreten des Erlasses am 17. Oktober sind in diesem Zuge vereinfachte Nährstoffnutzungskonzepte grundsätzlich bei Neu-Genehmigungen von Tierhaltungs- und Biogasanlagen vorzulegen. Im Gegensatz zum Vorgängererlass sind bei bau- und immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigungen zukünftig düngerechtsrelevante Veränderungen nur noch anzuzeigen. Anschließend bewertet die Düngebehörde nach Vorgaben der Ministerien, ob die angezeigten Änderungen (beispielsweise Umstellung der Tierhaltung, oder verstärkte Nutzung von Wirtschaftsdüngern in Biogasanlagen) so wesentlich sind, dass ein neues Nährstoffnutzungskonzept vorzulegen ist, oder ob darauf verzichtet werden kann. Hierfür werden die der Düngebehörde bereits vorliegenden Daten, beispielsweise zur Meldepflicht von Wirtschaftsdüngern und zur Düngung hinzugezogen.
BRS betont vier zentrale Themen für die Zukunft der Nutztierhaltung
Beim Verbändegespräch im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) seine Forderungen für eine zukunftsfähige Tierhaltung vorgestellt. Im Mittelpunkt standen Forschung und Innovation, Bau- und Genehmigungsrecht, Übergangsfristen in der Sauenhaltung sowie die Wolfspolitik.
Bundesminister Alois Rainer zeigte Verständnis und kündigte an, die Themen gemeinsam mit den Verbänden weiter zu bearbeiten.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung
Umbau des Deckzentrums: BRS fordert Fristverlängerung
Die deutschen Sauenhalter stehen vor großen Herausforderungen: Mit der 7. Änderungsverordnung der TierSchNutztV müssen bestehende Ställe an strengere Vorgaben angepasst werden – ein Vorhaben, das viele Betriebe an ihre Grenzen bringt. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) fordert deshalb eine Anpassung der Fristen und klare politische Signale, um Planungssicherheit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Mehr dazu lesen Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung
Online-Formular zur einfachen Meldung von Ereignissen und Krisenfällen im QS-System
Eine konsequente Qualitätssicherung bietet den beste Schutz vor Krisen. Kommt es dennoch zu einem Vorfall, zählt vor allem schnelles und zielgerichtetes Handeln. Damit Systempartner solche Fälle künftig noch einfacher und schneller melden können, stellt QS ab sofort neben den bisherigen Ereignisfallblättern auch ein digitales Online-Formular zur Verfügung. Darin kann im ersten Schritt die betreffende Stufe der Wertschöpfungskette ausgewählt werden, für welche der Ereignis- und Krisenfall gemeldet werden soll.
Fraunhofer ISI-Studie: Rahmenbedingungen erschweren Transformation der energieintensiven Ernährungsindustrie
Die Transformation der Ernährungsindustrie, die für knapp 10 Prozent der industriellen Energienutzung verantwortlich ist, droht zu scheitern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie FlexErnährungsindustrie
des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Die Studie analysiert die Hemmnisse beispielhaft für die Ölsaatenverarbeitung und Stärkeproduktion und erläutert, warum die Branche aufgrund zu hoher Energiepreise an Wettbewerbsfähigkeit verliert und wo dringend Handlungsbedarf besteht. Die drei größten Hürden sind laut Studie die zu hohen Stromkosten, ein zu langsamer Netzausbau und fehlende Investitionssicherheit.
Genomeditierung bei Nutztieren für die Fleischproduktion
Die Genomeditierung bei Nutztieren für die Fleischproduktion zielt u.a. darauf ab, Tiere mit verbessertes Muskelwachstum, erhöhter Krankheitsresistenz und einer besseren Futterverwertung zu züchten. In einer Übersichtsarbeit von Forschenden der Ohio State University wurden Gene, die eine Rolle bei Wachstum und Fettstoffwechsel spielen (u.a. das Myostatin-Gen (MSTN), hinsichtlich ihrer potenziellen Anwendungen in Genome-Editing-Strategien zur Verbesserung der Fleischproduktion bewertet. Die Arbeit zeigt die ethische Überlegungen, regulatorischen Herausforderungen und Fragen der Verbraucherakzeptanz bei der Kommerzialisierung von genomeditierten Tieren auf und weist darauf hin, dass ständige Fortschritte im Bereich des Präzisions-Geneditings sowie der Entwicklung transparenter regulatorischer Rahmenbedingungen voraussichtlich eine breitere Einführung von genom-editierten Tieren ermöglichen können.

Pressemitteilung BRS Fokussiert Auf Vier Zentrale Themen Zur Zukunft Der Nutztierhaltung 1