BRS News Schwein

20.03.2018

Agrarhandel fordert Planungssicherheit und stabile Rahmenbedingungen

BVA -Der Agrarhandel ist eine der tragenden Säulen in den ländlichen Wirtschaftsstrukturen Deutschlands. Um dieser Rolle auch künftig gerecht zu werden und als zuverlässiger Mittler in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette agieren zu können, benötigen sowohl Agrarhandel als auch Landwirtschaft langfristig angelegte, stabile Rahmenbedingungen und Planungssicherheit. Das sagte der Präsident des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA), Rainer Schuler, anlässlich der Verbandspressekonferenz am Dienstag in Berlin.

Die Landwirtschaft und damit auch der Agrarhandel stehen vor großen Herausforderungen. Stichworte sind etwa Ackerbau-, Biodiversitätsstrategie und die Tierwohldebatte, die einen Einfluss auf die Ausrichtung der modernen Landwirtschaft nehmen werden. Das schließt aus Sicht des BVA sowohl die konventionelle als auch Bio-Landwirtschaft ein. Der Agrarhandel wird darauf reagieren und sich gemeinsam mit der Landwirtschaft strategisch weiterentwickeln. Schuler begrüßt daher ausdrücklich das klare Bekenntnis zur modernen Landwirtschaft, das die neue Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in der vergangenen Woche abgab. Die derzeit auf europäischer Ebene diskutierte und im Koalitionsvertrag verankerte Strategie zur Förderung des Anbaus von Eiweißpflanzen ist nach Auffassung des BVA unnötig.

 
19.03.2018

BfT unterstreicht Notwendigkeit hoher Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zum Schutz vor ASP

BfT - Das bestehende große Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland beschäftigt die Landwirtschaft in hohem Maß. Auch die Tiergesundheitsindustrie blickt mit Sorge auf die ASP-Situation. Die ökonomischen Folgen für die Fleischbranche und deren vor- und nachgelagerte Partner im Fall eines ASP-Nachweises in Deutschland wären sehr ernst. Aufgrund der umfassenden Handelsbeziehungen würden die Konsequenzen den gesamten europäischen Markt treffen, unterstreicht der Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. unterstützt den aktuellen strategischen Ansatz der Tierseuchenbekämpfung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, durch verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen die Möglichkeit zu schaffen, im Fall der Einschleppung zwischen Wild- und Haustierschweinebestand zu unterscheiden. Eine Prävention durch Impfung ist im Fall der ASP nicht möglich.
In einer Pressemeldung informiert der Fachverband über die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Impfstoff.

 
19.03.2018

Neue Düngeverordnung erhöht Weizenimportbedarf Deutschlands

Wenn der Staat in die Düngung der Landwirte eingreift, hier speziell in eine Reduktion der Stickstoff-Spätdüngung bei Weizen, wird das negative Folgen für den Eiweißgehalt des Korns haben, prognostiziert der Agrarstatistiker Georg Keckl eine der Folgen der neuen Düngeverordnung.
Die Qualitätsweizen-Erzeugergemeinschaften in Niedersachsen ständen vor einer schwierigen Aufgabe: aus der Backweizenerzeugung aus- und in die Futterweizenerzeugung einsteigen? Der deutsche Gesetzgeber hat mit seiner Düngenovelle massiv in den Wettbewerb eingegriffen: die Länder mit heißen und trockenen Sommern (Tschechien, Rumänien), die weiterhin spät düngen können, böte die deutsche Düngenovelle mehr Zugang zum deutschen, niederländischen und dänischen Mehlmarkt.
Die Fehler der dänischen Düngepolitik scheinen sich in Deutschland zu wiederholen: Dänemark ist durch eine strikte Düngeverordnung nicht mehr in der Lage, selber backfähiges Mehl zu erzeugen. Die eigene Weizenernte muss trotz guter Ackerböden überwiegend verfüttert werden oder wird als Futterweizen exportiert. Gleichzeitig steigt der Eiweißimportbedarf, z.B. in Form von Soja-Eiweiß, weil das Eiweiß aus Weizen fehlt.
 
16.03.2018

"Wo viele Kliniken sind, sind auch Keime im Wasser"

Multiresistente Erreger (MRE) entstehen u.a. im Darm durch den Einsatz von Antibiotika. Die Erreger gelangen dann über die menschlichen Ausscheidungen und Kläranlagen in die Gewässer, erinnert Tobias Lübben an die Ergebnisse einer Untersuchung von Martin Exner, Leiter des Instituts für Hygiene der Universität Bonn, der die Gewässer um Frankfurt Ende 2017 untersucht hatte. In allen Frankfurter Gewässern konnten die resistenten Keime nachgewiesen werden. Der Experte sehe einen direkten Zusammenhang zwischen Klinikdichte und Gewässerbelastung, heißt es in dem Bericht.
 
16.03.2018

BMEL hält an Frist für Kastrationsausstieg fest

©SuS - Nach Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) soll das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration wie geplant zum Stichtag 1. Januar 2019 greifen. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Bundesregierung davon aus, dass die Frist eingehalten werden kann, so die Antwort des BMEL auf Fragen des Grünen-Politikers Friedrich Ostendorff. Mit welchen Verfahren der Ausstieg in weniger als zehn Monaten umgesetzt werden soll, will der Bund die Betriebe entscheiden lassen.

In Belgien scheint man weiter. Weil der Markt eindeutige Signale gebe, wird dort das Ausstiegsdatum bis zum Vorliegen praxisgerechter Lösungen verschoben.
 
16.03.2018

Österreich: Info-Blatt soll Forstarbeiter über die Afrikanische Schweinepest informieren

Das Gesundheitsministerium hat gemeinsam mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) einen übersichtlichen und klar verständlichen Info-Folder zur Afrikanischen Schweinepest (ASP), speziell für Forstarbeiter, entwickelt informiert der Agrarinformationsdienst in einer Pressemeldung. Der Flyer informiere, wie bei Funden von toten Wildschweinen vorzugehen ist, welche Rolle Mensch und Hund bei der Verbreitung des Virus spielen und wie Speisereste wildschweinsicher entsorgt werden.
Der Flyer steht auf der AIZ-Internetseite zum Download.
 
15.03.2018

Tierrechtler sind keine Hilfssherrifs

In einem Kommentar beschäftigt sich die Agrarjournalistin Sabine Leopold, agrarheute, mit dem widerrechtlichen Einstieg in Tierställe und deren juristische Bewertung. Hintergrund ist ein letztinstanzliches Urteil durch das Oberlandesgericht Naumburg, das angeklagte Personen mit Verweis auf einen Notstand in den Ställen frei gesprochen hatte. Das Urteil sei in Fachforen und Experten heftig diskutiert worden, schreibt die Journalistin. So habe Rechtsanwalt Dr. Walter Scheuerl gegenüber der agrarzeitung betont, dass die Anwendung des Notstands-Paragraphen rechtssystematisch falsch sei.

Über dieselbe Fragestellung hatte kürzlich auch der Bundesgerichtshof im Falle der Ausstrahlung heimlich entstandener Aufnahmen aus zwei Bio-Hühnerställen zu entscheiden.
 
15.03.2018

EPP-Kongress 2018 in der Schweiz

European Pig Producers Der Club der Europäischen Schweineproduzenten (European Pig Producers Club/EPP) führt seinen Jahreskongress 2018 erstmals in der Schweiz, im Bildungs- und Seminarzentrum Campus Sursee, durch. Der Kongress steht unter dem Leitmotiv A tail’s length ahead und befasst sich schwerpunktmäßig mit der Umsetzung von Tierwohlanforderungen. Fachleute aus der Schweiz präsentieren unter anderem ihre bewährten Aufstallungssysteme. Zudem stehen aktuelle Fragen zur Tiergesundheit, zu Konsumentenansprüchen und zur Vermarktung auf der Tagesordnung.
 
14.03.2018

Rheinische Junglandwirte im Fokus

RLV - Was lieben Junglandwirte an ihrem Job? Was begeistert sie, was macht Ihnen Sorgen? Um diese Fragen zu beantworten hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) fünf Junglandwirte auf ihren Betrieben besucht und Ihnen genau diese Fragen gestellt. Die Ergebnisse hat der RLV in einem kurzen Video auf Facebook und Youtube veröffentlicht.
 
14.03.2018

Diskussion um Haltungskennzeichnung nimmt Fahrt auf

Nachdem Lidl vor Kurzem mit einem Vorschlag zur Haltungskennzeichnung für Frischfleisch vorgeprescht ist und dafür kritisiert wurde, ist der Deutsche Bauernverbvand (DBV) mit einem eigenen Vorschlag nachgezogen. Die nordrhein-Westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking wird in einer Pressemeldung ihres Hauses heute mit den Worten zitiert: Die Zeit scheint reif für eine bundesweite Kennzeichnung. .... Unser Ziel ist der mündige Verbraucher. Aber nur wer informiert ist, kann eine bewusste Entscheidung treffen. Es ist erfreulich, dass die Landwirtschaft und der Handel sich auf den Weg machen, die Haltungsbedingungen weiter zu optimieren und über Kennzeichnungen noch transparenter zu kommunizieren. Aber dafür benötigen sie Unterstützung und insbesondere Konsumenten, die bereit sind, dies auch finanziell zu honorieren. Qualität hat ihren Preis. Lebensmittel dürfen nicht billig sein, sie müssen preiswert sein – das heißt ihren Preis wert. Zudem muss durch Kontrollen sichergestellt werden, dass die jeweiligen Vorgaben auch eingehalten werden."

Anm. d. BRS: Gegen eine Produktdifferenzierung ist überhaupt nichts einzuwenden, wenn Sie keine Klassifizierung vornimmt, die für den Verbraucher nicht nachvollziehbar ist und eine Qualitätseinstufung verspricht, die eine Haltungskennzeichnung nicht erfüllen kann. Wenn ein Tierhalter aber in Tierschutz investiert, muss das transparent und nachprüfbar dokumentiert werden. Der Bundesverband vertritt u.a. die Schweinehalter in Deutschland und wird sich für eine glaubwürdige und praktikable Kennzeichnung einsetzen.