BRS News

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14.11.2017

C02-Emissionen steigen nach drei Jahren erstmals wieder

Laut aktuellen Prognosen der Universität East Anglia, England, sollen die C02-Emissionen derzeit wieder steigen, nachdem in den letzten Jahren ein leichter Rückgang berechnet worden ist. Als Ursache wird eine zunehmende Nutzung fossiler Energiequellen vermutet, v.a. in China und Indien. Für Amerika und Europa wird dagegen ein leichter Emissionsrückgang berechnet.

Glen P. Peters, Corinne Le Quéré, Robbie M. Andrew, Josep G. Canadell, Pierre Friedlingstein, Tatiana Ilyina, Robert B. Jackson, Fortunat Joos, Jan Ivar Korsbakken, Galen A. McKinley, Stephen Sitch, Pieter Tans. Towards real-time verification of CO2 emissions. Nature Climate Change, 2017; DOI: 10.1038/s41558-017-0013-9
 
14.11.2017

Weltweite Schweinefleischerzeugung legt zu

Nach Schätzungen des Amerikanischen Landwirtschaftsministeriums soll die weltweite Schweinefleischerzeugung 2018 um rd. 2 Prozent auf 113,1 Millionen Tonnen ansteigen. Der Anstieg wird mit einer steigenden Nachfrage in China, Russland, den Philippinen und Mexiko begründet. Das führe zu steigenden Exporten der Hauptproduzentenländern, bis auf Europa, das derzeit rd. 2,8 Mio. Tonnen Schweinefleisch exportiere.
Der Anstieg der Weltbevölkerung, ein steigendes Einkommen und die zunehmende Nachfrage nach tierischen Produkten stellt die betroffenen Länder vor große Herausforderungen. Welche Rolle eine nachhaltige Intensivierung der Tierproduktion mit westlichem Know-How dazu beitragen kann, soll anlässlich zahlreicher Fachpodien zur Grünen Woche 2018 in Berlin gezeigt werden. Ausrichter ist die GFFA.

Anm. d. Red.: In Deutschland werden rd. 4,5 Mio Tonnen Schweinefleisch verzehrt. Allein für die Berliner Stadtbevölkerung werden rechnerisch täglich rd. 4.500 Schweine benötigt.
 
13.11.2017

"Agrarwende" treibt Nahrungsmittelpreise

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Oktober 2016 bis Oktober 2017 um 4,3 % und wirkten deutlich preistreibend auf die Gesamtteuerung, meldet das statistische Bundesamt heute.

Anm. d. Red.: Dieses Geld fehlt den Haushalten im verfügbaren Haushaltsbudget und hat direkte Auswirkungen für eine Volkswirtschaft, weil in anderen Bereichen (Auto, Reisen, Luxusartikel ..) gespart werden muss. Diese Beobachtung machen Konsumforscher seit der Energiewende. Essen und Energie, darauf kann niemand verzichten. Insbesondere Haushalte, die auf staatliche Transferzahlungen angewiesen sind, werden von der Teilhabe am Wohlstand Deutschlands abgeschnitten.
Jetzt deuten sich weitere Teuerungen an: in den Koalitionsverhandlungen geht es um die sog. Agrarwende. Ohne eine sozio-ökonomische Folgenabschätzung sollte die Politik die Finger davon lassen (sk).
 
13.11.2017

Globale Rohstoffversorgung für Tierernährung sichert Klimaschutz

Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) – Wirtschaftsverband der heimischen Futtermittelbranche – weist die von Umweltschützern geäußerte Kritik an Futtermittelimporten und den allgemeinen Vorwürfen zur Futtermittelwirtschaft zurück. Die pauschale Ablehnung der tierischen Veredlung und der damit verbundenen Fütterung entbehre jeder Grundlage, so der DVT. Die Wirkungskraft der Futterwirtschaft ermöglicht uns nicht, den Klimawandel aufzuhalten. Zugleich weisen wir die Unterstellung, wir hätten kein Interesse daran, den Klimawandel ernsthaft aufzuhalten, nachdrücklich zurück, weil das Wohl der Tiere und nachhaltiges Wirtschaften ein wichtiges Anliegen unserer Arbeit ist, kommentiert DVT-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Baaken die Behauptungen einzelner Umweltaktivisten, die sich am Rande der Weltklimakonferenz COP23 in Bonn zur vermeintlichen Verantwortung der deutschen Futtermittelwirtschaft für die globale Landwirtschaft geäußert haben. Der Fachverband geht in der Pressemeldung auf vier für den Verband wichtige Aspekte ein.
 
13.11.2017

Afrikanische Schweinepest: verändert sich das Virus?

Dr. Miroslav Vodnansky berichtet im Internetportal "jagdfakten" über die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Tschechien. Die Informationen sind beunruhigend. In der eingerichteten roten Zone werden immer noch infiziert Wildschweine entdeckt, teilweise sogar mit chronischem Verlauf. Bisher galt die Viruserkrankung, die für Menschen ungefährlich ist, als absolut tödlich für die Tiere. Das scheint sich geändert zu haben und damit steige das Verbreitungsrisiko für die gefährliche Viruskrankheit.

Auf EU-Ebene haben die Sachverständigen der EFSA soeben einen wissenschaftlichen Bericht veröffentlicht, in dem sie den Austausch praxisbewährter Ansätze bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest fordern.
 
13.11.2017

Schluss mit Antibiotika als Wachstumsförderer

Das Internetportal Wir sind Tierarzt macht in einer aktuellen Pressemeldung auf neue Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufmerksam, mit denen die Wirksamkeit der Antibiotika erhalten bleiben sollen. Eine zentrale Forderunge orientiert sich an den seit 2013 geltenden EU-Vorgaben, Antibiotika nicht mehr als Wachstumsförderer einzusetzen. Das ist in vielen Teilen der Welt leider noch üblich. Außerdem sollen die WHO-Mitgliedsstaaten die Rolle des Tierarztes stärken – Stichwort Verschreibungspflicht. Auch das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, ebenso wie ein Monitoring der Antibiotikaanwendungen.
Hinsichtlich der beiden Best-Practice-Statements zu den Beschränkungen bei der Verwendung neuer Klassen von antimikrobiellen Mitteln und antimikrobiellen Mitteln, die derzeit nicht bei Nutztieren eingesetzt werden, äußert sich der europäische Tierärzteverband FVE in einer Stellungnahme zu den WHO-Leitlinien besorgt über die Verfügbarkeit neuer Antibiotika für die Behandlung von Tieren. Auch für Tiere werden solche Produkte dringend benötigt.
 
10.11.2017

Populistischer Tendenzen in der öffentlichen Diskussion rund um das Tierwohl

ITW - Die Initiative Tierwohl bekräftigt angesichts populistischer Tendenzen in der öffentlichen Diskussion rund um das Tierwohl in der Nutztierhaltung ihre Forderung nach einer Versachlichung der Debatte. Vereinzelte Interessensvertreter verbreiten öffentlich Fehlinformationen über die Initiative Tierwohl, die wie kein anderes Bündnis das Tierwohl in Deutschland in der Breite verbessert. So wurde die Initiative Tierwohl jüngst mehrfach fälschlicherweise als ein Produktsiegel interpretiert – nur um sie dann dafür zu kritisieren, dass sie die Anforderungen eines Produktsiegels nicht erfülle.

Pauschalierender beziehungsweise unsachgemäßer Kritik, wie der Behauptung, bei der Initiative Tierwohl handle es sich um ein Produktsiegel, darf keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt werden, fordert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. "Es schadet dem Fortschritt hin zu mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung, wenn einzelne Interessensvertreter die Leistungen der Initiative Tierwohl mit denen eines Siegels gleichsetzen oder andere Fehlinformationen verbreiten. Das führt den Verbraucher in die Irre und lässt die wichtige Debatte rund um mehr Tierwohl abdriften in unsachlichen Populismus. Das muss aufhören, wenn wir das gemeinsame Ziel ‚Mehr Tierwohl in der Breite‘ erreichen wollen.

 
10.11.2017

Die selbsternannten Tierschützer: Wut und Angst machen sich breit

Es gibt kaum einen Beruf, der mittlerweile so reglementiert ist, wie der des Landwirten. Zahlreiche politische Rahmenbedingungen sorgen für einen Bürokratieaufwand, der auf den Familienbetrieben kaum noch zu bewältigen ist. Dazu kommen Fachrechtskontrollen der Veterinärbehörden und der Wirtschaft selber. Das sorgt für eine Flächendeckende Überwachung der Lebensmittelerzeugung. Selbsternannten Tierschützern ist das nicht genug. Sie brechen heimlich in fremdes Eigentum ein und zeigen Betriebe wegen vermeintlicher Tierschutzverstöße an; oft erst Monate später.
Das hat mit Tierschutz nichts zu tun. Es gefährdet zudem die Tiergesundheit, weil Bestimmungen der Schweinehaltungshygieneverordnung missachtet werden. Somit verstoßen sie im Falle einer Seuchenverschleppung selber gegen den Tierschutz. Bei den landwirtschaftlichen Betrieben bleibt Wut und Angst, die vom Internetportal die-Glocke beschrieben wird.
 
10.11.2017

Einstufungs-Schulung für künftige Preisrichter

FleckScore-Schulung, Betrieb Habermehl GbR Allmenrod (Foto (c)  Heiko Grob)

Grenzüberschreitende fachliche Zusammenarbeit mit dem Ziel zur Gründung eines regionalen Preisrichterpools für Rinder, unter diesem Motto wurden vor kurzem in Hessen Rinderzucht-Experten aus Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina in Theorie und Praxis geschult, um in ihren Heimatländern als Preisrichter auf lokalen Schauen zu fungieren. LD Jost Grünhaupt leitete den Fleckvieh-Bereich, auf dem Betrieb der Habermehl GbR in Lauterbach-Allmenrod konnte die Beurteilung der Fleckvieh-Kühe mit Hilfe des Fleck-Score Systems trainiert werden. Cord Holste (BRS, Bonn) verantwortete den zweiten Teil auf dem Betrieb der Familie Caspar in Kirtorf-Heimertshausen. Die Gäste vom Balkan waren mit großem Interesse und Engagement dabei und bedankten sich für die Gastfreundschaft und das Vermitteln vom fachlichen Know-how.
Finanziert wurde die Veranstaltung über ein Förderprogramm des Deutschen akademischen Austausch-Dienstes mit Mitteln der EU.

 
10.11.2017

Projektleiter(in) für Entwicklungsprojekte im Bereich quantitativer Genetik gesucht

SUISAG Für den Bereich Zucht sucht die SUISAG ab dem 01.02.2018 oder nach Vereinbarung eine/n Projektleiter(in) für Entwicklungsprojekte im Bereich der quantitativen Genetik. Das Aufgabenschwerpunkte und Anforderungen entnehmen Sie bitte der Stellenanzeige.