BRS News

16.02.2017

Glyphosat: NGO werfen Empörungsmaschinerie wieder an

In der vergangenen Woche ging eine Europäische Bürgerinitiative gegen die Verlängerung der EU-Genehmigung für den Herbizid-Wirkstoff Glyphosat an den Start. Während die Wissenschaftler noch Daten zusammentragen und auswerten, ist die Meinungsbildung von NGOs, bestimmten Parteien und manchen Regierungsbehörden bereits abgeschlossen, verzweifelt die gelernte Philosphin Susanne Günther auf ihrem Blog Schillipaeppa (Nachgehakt: Glyphosat und Biodiversität). Sie hat sich der Quellen angenommen, die die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger, als Beleg für die negativen Auswirkungen des Einsatzes von Glyphosat auf die Biodiversität anführt. Danach handele es sich nach Angaben der Journalistin eher um Mutmaßungen als um echte wissenschaftliche Beweise. Jetzt ist erst einmal die Europäische Chemikalienbehörde ECHA (European Chemicals Agency) am Zug. Sie hat von der EU-Kommission 2016 den Auftrag für eine Risikobewertung erhalten.
 
16.02.2017

Freihandel: Chancen und Risiken

Immer mehr Professoren melden sich zu Wort, wenn es gilt, Ideologien und Lügen zu entlarven. Erich Weed ist emeritierter Professor für Soziologie an der Universität Bonn und beschreibt in der FAZ die negativen wie positiven Folgen eines freien Handels. Wer keine Verlierer wolle, müsse Freihandel abschaffen. Die Folgen für die vom Freihandel ausgeschlossenen Länder sei aber viel dramatischer: Abkopplung vom technischen Fortschritt, Stagnation und womöglich eine Zunahme von Bürgerkriegen.
Der Agrarökonom Hermann Lotze-Campen vom Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam geht noch einen Schritt weiter: Freihandel bedeutet Klimaschutz.
 
16.02.2017

Mangelnde Wertschöpfung trifft auch Biobauern

LPD - Eine höhere Wertschätzung und mehr Wertschöpfung für ihre Erzeugnisse und Produkte wünschen sich Niedersachsens Landwirte, und zwar konventionell wie ökologisch wirtschaftende gleichermaßen. Beide Gruppen verbinden viele gemeinsame Standpunkte. Dies wurde bei einem Austausch zwischen Landvolkpräsident Werner Hilse und den Mitgliedern des Ökoausschusses im Landvolk Niedersachsen deutlich. Dazu zählen beispielsweise die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien, der sorgsame Umgang mit Ressourcen und die Einhaltung der Kreislaufwirtschaft oder die Verantwortung gegenüber Tieren. Einig war sich der Präsident mit den Mitgliedern des Ökoausschusses in der Einschätzung, dass der Bereich in erster Linie durch den Aufbau und die Pflege des Marktes gefördert werden könne. Wer hier nur auf Flächenanteile schielt und meint, mit einem Fingerschnipp die Position der Ökolandwirte verbessern zu können, verkennt die Realitäten, verdeutlichte Hilse. Der Verband sieht das Interesse konventioneller Landwirte an einer Umstellung. Fehlende Verarbeitungs- und Nachfragekapazitäten wirkten stark limitierend. Zu hohe Förderanreize lediglich im Produktionsbereich dagegen könnten den Markt unter Druck setzen. Verarbeitung und Vermarktung müssen im Gleichschritt mit den Anreizen für höhere Produktionsanteile in der Landwirtschaft gefördert werden.
 
15.02.2017

"Bio" nach wie vor eine Nische

Obwohl der Appetit nach Bioprodukten in Deutschland stetig wächst, ist die Bio-Lebensmittelbranche weiterhin eine Marktnische. Zwar greifen in allen gesellschaftlichen Milieus Menschen mittlerweile zu Bioprodukten. Wahre Bio-Fans – die überwiegend bis ausschließlich so einkaufen – finden sich aber vor allem in kritisch-kreativen Milieus, informiert das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln.
Wie die Autoren recherchiert haben, kam 2014/15 fast jede zweite Bio-Möhre oder Bio-Zwiebel aus dem Ausland; bei vielen anderen Bio-Gemüsesorten lag der Importanteil sogar noch deutlich höhe. Der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelmarkt betrage bisher nur 5 Prozent.
 
15.02.2017

11.000 Weizenkörner für ein kg - Weizenbrot

(BZfE) – Für ein 1000 g-Weizenbrot muss ein Landwirt etwa 550 g Weizenkörner vom Acker ernten. Dies entspricht einer Zahl von etwa 11.000 Weizenkörnern. Bei einem Durchschnittsertrag von rund 800 g beziehungsweise 16.000 Weizenkörnern je Quadratmeter muss der Landwirt also weniger als einen Quadratmeter Weizen ernten – genau genommen 0,75 Quadratmeter – um die Mehlmenge für ein 1.000 g-Weizenbrot zu erhalten.
Um 800 g bzw. 16.000 Weizenkörner von einem Quadratmeter Acker ernten zu können, hat der Landwirt im zurückliegenden Herbst etwa 400 Körner auf dieser Fläche ausgesät.

 
15.02.2017

Steuerbegünstigung für Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft wird beibehalten

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts zur Beibehaltung der Steuerbegünstigung bei Biokraftstoffen, die in der Land- und Forstwirtschaft verwendet werden. Der DBV betont, dass die bestehende Regelung jetzt auf ein nachhaltig rechtlich sicheres Fundament gesetzt werden müsse. Es gehe darum, ein Anreizsystem zur Verwendung nachhaltiger und treibhausgasoptimierter Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft im Sinne des Klimaschutzes zu schaffen. Die Steuerbegünstigung könnte zudem wieder zurück in den Bundeshaushalt fließen. Damit entstehe für Staat, Landwirtschaft und Klimaschutz eine win-win-Situation.

 
14.02.2017

Neuer Wirkstoff gegen Krankenhausinfektion

idw - Unter Mitarbeit von Infektionsforschern der Uniklinik Köln hat die Europäische Kommission vor kurzem den Wirkstoff Bezlotoxumab zugelassen. Durch ihn ist es möglich, einer erneuten Clostridium difficile-Infektion (CDI) vorzubeugen. Die neue Substanz (Handelsname Zinplava) ist ein selektiver, vollständig humaner monoklonaler Antikörper und eröffnet eine Behandlungsoption mit hohem Erfolgspotenzial und geringen Nebenwirkungen. Auf dem Campus der Uniklinik Köln waren das Exzellenzcluster CECAD (Cellular Stress Responses in Aging-associated Diseases), die Klinik I für Innere Medizin sowie das Zentrum für Klinische Studien Köln (ZKS Köln) beteiligt.
 
14.02.2017

Kein Fleisch auch keine Lösung

Was würde passieren, wenn wir auf tierische Produkte weltweit komplett verzichteten? Tatsächlich ist kein Fleisch auch keine Lösung, findet die Datenanalystin Evelyn Münster, die für das Internetportal Novo-Argumente nachgerechnet hat. Das Ergebnis: Wenn alle Menschen Veganer würden, hätten wir also nicht mehr Eiweiß zur Verfügung als jetzt. Viele Kilo Pflanzen würden wenige Kilo Fleisch ersetzen, die globale Ernährungssituation aber nicht verbessern.

Anm. d. Red.: Die Kalkulation ist nicht schlecht, sie berücksichtigt aber dwei wesentliche Aspekte nicht: die biologische Wertigkezit von pflanzlichem und tierischem Eiweiß, die Nährstoffrückführung (insbesondere Phosphor) über den Kot den Tiere und die C02-Emissionen. Hilfreich wären Ökoeffizienzmodelle, bei denen auch zwischen regenerativen und fossilien Energieträgern unterschieden wird. Denn eins ist klar: Wirtschaftsdünger kann nur über energieintensiven Mineraldünger ersetzt werden, wobei die das für die Pflanzenernährung wichtige Phosphor aus endlichen Quellen stammt und somit auf Tiere nicht verzichtet werden kann.
 
14.02.2017

Was haben "Wolf" und "Gentechnik" gemeinsam?

Was unterscheidet einen Wolf vom Genmais?, provoziert das Internetportal Psiram und macht zu Beginn eines längeren Kommentars zum Vorsorgeprinzip deutlich, dass ein Acker voller Maispflanzen auf den ersten Blick mit dem Wolf nicht wirklich vergleichbar sei, um die Frage nachzuschieben, warum eigentlich das Vorsorgeprinzip nicht grundsätzlich auch bei der Frage der Wiederansiedlung von Wölfen gelte? Schließlich seien die Risiken bekannt und die Schadensfälle würden auch zunehmen, zum Leidwesen der Landwirte.
Letztlich geht es den Autoren darum, die Inkonsequenz der Wolfbefürworter, die auch in Grünen Lagern verortet werden, anzuprangern.
Die Autoren scheinen einen Nerv getroffen zu haben, wie die Diskussion unter dem Kommentar zeigt. Zu den Risiken der Gentechnik findet man in dem Artikel allerdings nichts.

Der Leser wird hier alleine gelassen und kann nur Vermutungen anstellen: während Gentechnik trotz 1000er von Studien ohne Hinweise auf gesundheitliche Risiken  aus Gründen der Vorsorge abgelehnt werde, greife das Vorsorgeprinzip trotz bekannter Risiken und Schäden bei der Wiederansiedlung von Wölfen nicht?
 
14.02.2017

Trauer um VEZG-Vorsitzenden Achim Schmitz

Der Vorsitzende der VEZG, Achim Schmitz, ist für alle völlig unerwartet am 11. Februar 2017 verstorben. Achim Schmitz gehörte seit 2009 dem Vorstand der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e. V. (VEZG) an, deren Vorsitz er im Jahr 2013 übernahm.
Mit viel Engagement, Weitsicht und Besonnenheit leitete er erfolgreich die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch im Sinne ihrer Mitglieder und aller Landwirte. Mit einer Traueranzeige gedenkt die VEZG dem plötzlich Verstorbenen.