Dialog Rind Schwein

05.04.2022

Alle Organismen produzieren Methan

(c)BRS: Methanquellen und  -senken

Dass Methan, ein Treibhausgas, von speziellen Mikroorganismen produziert wird, ist bekannt, zum Beispiel im Darm von Kühen oder in Reisfeldern. Seit einigen Jahren beobachten Wissenschaftler auch die Methanproduktion in Pflanzen und Pilzen, ohne eine Erklärung zu finden. Jetzt haben Forscher den zugrunde liegenden Mechanismus aufgeklärt. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass alle Organismen Methan freisetzen.

 
31.03.2022

Biertreber: eigentlich Lebensmittelabfall aber zu schade zum Wegschmeißen

(c)Leroma: Biertrebernutzung

Vor dem Hintergrund des steigenden Nahrungsmittelbedarfes und des Themas Nachhaltigkeit, macht Leroma auf die Bedeutung der Nutzung von Lebensmittelabfällen am Beispiel des Biertrebers aufmerksam. Bietreber besteht hauptsächlich aus Gerste und ist ein Nebenprodukt, das beim Brauen von Bier gewonnen wird. Es macht 85 Prozent des Brauereibetriebes aus. Als Nebenprodukt gilt es als verbraucht und wird als Lebensmittelabfall betrachtet, dass entsorgt werden muss. Viel zu schade für den Abfall. Es eignet sich nicht nur als Tierfutter, sondern auch als Ausgangsprodukt für zahlreiche andere Produkte.

Übrigens: Rinder sind die ultimativ besten Upcyler

 
23.03.2022

Weltwassertag: Wassernutzung verschiedener Ernährungsformen

(c)Fokus Fleisch: Wassernutzung verschiedener Ernährungsformen

Für den Ersatz heimischer Fleisch- und Milcherzeugnisse werden Produkte aus Mandeln, anderen Nüssen oder Bohnen als Eiweißlieferanten propagiert. Hinzu kommt der Hype um angebliche Superfoods wie Avocados. Das Problem: Die Anbauregionen liegen oft in trockenen Regionen, wo die Pflanzen mit wertvollem Trinkwasser bewässert werden müssen. Grundsätzlich gilt: Vegane Ernährung hat einen erheblich höheren Wasserfußabdruck als konventionelle Mischkost.

 
18.03.2022

Tropische Feuchtgebiete Hauptverursacher für atmosphärische Methanschwankungen

(c) BRS: Methan - Quellen und Senken

Große Schwankungen im Wachstum von atmosphärischem Methan, einem prominenten Treibhausgas, werden durch eine Vielzahl von anthropogenen und natürlichen Emissionen und durch Verluste durch Oxidation durch das Hydroxylradikal verursacht. Wie eine aktuelle Veröffentlichung zeigt, stammen rd. 60 % des globalen CH4 aus tropischen Feuchtgebieten. Und 84 % dieses globalen CH4-Anstiegs (in den letzten 10 Jahren) sollen ihren Ursprung dort haben.

 
17.03.2022

RLV: Milch ist gesund und lecker

Milch   Nicht Nur Für Die Knochen Gut

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband e.V. weist in einer Pressemeldung darauf hin, dass Milch und Milchprodukte viele gesunde Inhaltsstoffe aufweisen. Milch gibt nach RLV-Angaben Energie, stärkt die Knochen und bringt den Stoffwechsel in Schwung. Neben Vitaminen und Mineralstoffen, wie zum Beispiel Kalzium und Zink, enthält sie auch eine Menge Eiweiß und essentielle Aminosäuren. Inhaltsstoffe, die unser Körper dringend braucht. Kalzium ist unverzichtbar für starke Knochen und gesunde Zähne. 200 ml Milch decken knapp ein Viertel des täglichen Kalziumbedarfs. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich 200 bis 250 g Milch und Milchprodukte zu verzehren, so der RLV.

 
17.03.2022

Landwirtschaft senkt seine Treibhausgasemissionen im Jahr 2021 weiter

Treibhausgasemissionen nach Branchen

Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr steigen die Treibhausgasemissionen in Deutschland wieder an. So wurden im Jahr 2021 rund 762 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – das sind gut 33 Millionen Tonnen oder 4,5 Prozent mehr als 2020. Das geht aus den aktuellen Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, die nach den Vorgaben des Bundes-Klimaschutzgesetzes und der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) vorgelegt wurden.

Im Sektor Landwirtschaft gingen die Treibhausgasemissionen um gut 1,2 Mio. Tonnen CO-Äquivalente (minus 2,0 Prozent) auf 61 Mio. Tonnen CO-Äquivalente zurück. Der Sektor bleibt damit deutlich unter der für 2021 im Bundes-Klimaschutzgesetz festgelegten Jahresemissionsmenge von 68 Mio. Tonnen CO-Äquivalenten. Der Rückgang der Tierzahlen setzt sich fort. Die Rinderzahlen sanken um 2,3 Prozent, die Schweinezahlen um 9,2 Prozent. Dadurch gab es weniger Gülle, die Emissionen sanken ebenfalls (-4,0 Prozent gegenüber 2020). Die deutliche Unterschreitung der festgesetzten Jahresemissionsmenge ist jedoch vor allem durch methodische Verbesserungen in der Berechnung der Emissionen bedingt.

 
11.03.2022

Argumente gegen die drastische Einschränkung der Tierhaltung

Nachhaltige Lebensmittelproduktion

Das kürzlich im International Journal of Animal Biosciences veröffentlichte Paper Animal board invited review: Animal source foods in healthy, sustainable, and ethical diets – An argument against drastic limitation of livestock in the food system kommt zu dem Schluss, dass eine starke Reduzierung des Viehbestands zu einem fragilen Lebensmittelsystem und zu gesellschaftlichen Schäden führen kann.

Wenn sie gut geführt wird, trägt die Tierhaltung zur Bewirtschaftung der Ökosysteme und zur Gesundheit der Böden bei und liefert gleichzeitig qualitativ hochwertige Nahrungsmittel durch die Wiederverwendung von Ressourcen, die ansonsten nicht für die Nahrungsmittelproduktion geeignet sind, wobei Grenzertragsflächen und ungenießbare Materialien (Futtermittel, Nebenprodukte usw.) genutzt werden.

 
22.02.2022

„Klimakiller“ Kuh: was ist dran?

(c)BRS: Prof. Dr. Onno Poppinga: Die Kuh ist kein Klimakiller

Rinder verursachen Methanemissionen und stehen in der Debatte um Klimaschutz und Tierhaltung immer wieder in der Kritik. Prof. Frank Mitloehner erklärt, warum sie trotzdem keine Klimakiller, sondern Teil der Lösung sind.

 
17.02.2022

Die Bedeutung der Tierhaltung für eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung

ATF: Why is European animal production important today? Facts and figures

Eine aktuelle internationale Studie hat die bioökonomische Bedeutung der Tierhaltung untersucht. Die Autoren erinnern, dass die Tierhaltung zu einer effektiven Bewirtschaftung von Ökosystemen (Grasland, Grenzertragssttandorten ...) und zur Gesundheit der Böden beitrage; gleichzeitig liefere sie qualitativ hochwertige Nahrungsmittel durch die Nutzung von Ressourcen, die ansonsten der menschlichen Ernährung verloren gingen (Futtergetreidel, Neben- und Koppelprodukte der Lebensmittelherstellung). Die Autoren erkennen Verbesserungspotential bei der Tierhaltung, glauben aber auch, dass tierische Lebensmittel mit dem Konzept einer gesunden, nachhaltigen und ethischen Ernährung grundsätzlich vereinbar seien. Sie empfehlen, insbesondere die Schwellenländer hinsichtlich einer effizienteren und umweltverträglicheren Nutztierhaltung zu unterstützen, damit die Bevölkerung von den ernährungsphysiologischen Vorteilen tierischer Lebensmittel profitiert.

 
10.02.2022

Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir gibt Startschuss für Humusprojekt von BÖLW und DBV

Kohlenstoff Speichervermögen Dauergrünland

Mit der Übergabe des Förderbescheids an den Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und den Deutschen Bauernverband (DBV) gab Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir heute den offiziellen Startschuss für das Projekt Humus+. Gemeinsam mit dem Forschungsteam des Thünen-Instituts und 150 landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Deutschland werden die Projektpartner in den kommenden sechs Jahren humusmehrende Maßnahmen praxisnah erproben und wissenschaftlich validieren. In insgesamt zehn Modellregionen werden neue Wege entwickelt, erprobt und ausgewertet, mit denen der Humusgehalt der Böden dauerhaft vermehrt werden kann. Das Projekt soll einen Beitrag zur Umsetzung des Klimaschutzplans der Bundesregierung im Bereich der Landwirtschaft leisten und die Ziele der Europäischen Kommission für mehr aktiven Klimaschutz in der Landwirtschaft unterstützen.