BRS News Schwein

09.02.2023

Destatis: Fleischproduktion im Jahr 2022 um 8,1 % gesunken

Die Fleischproduktion in Deutschland ist im Jahr 2022 stark gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 2022 nach vorläufigen Ergebnissen 7,0 Millionen Tonnen Fleisch. Das waren 8,1 % weniger als im Vorjahr. Mit 47,0 Millionen geschlachteten Tieren im Jahr 2022 ging die Zahl der geschlachteten Schweine gegenüber dem Vorjahr um 9,2 % zurück. Dabei verringerte sich die Zahl der geschlachteten Schweine inländischer Herkunft um 9,6 %. Die Zahl importierter Schweine, die in deutschen Betrieben geschlachtet wurden, stieg im Jahr 2022 um 6,5 %. Die Zahl der im Jahr 2022 gewerblich geschlachteten Rinder sank gegenüber 2021 um 7,8 %. Das lag insbesondere am Rückgang der Zahl geschlachteter Kühe um 10,1 % und der Zahl geschlachteter Bullen um 6,6 %. Die insgesamt produzierte Schlachtmenge von 985 000 Tonnen Rindfleisch lag 8,2 % unter dem Vorjahresergebnis.

 
07.02.2023

Vegane Wurst auf dem DLG-Prüfstand

Bei der Qualitätsprüfung Plant Based Food der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) wurden 73 vegane und vegetarische Erzeugnisse von Experten-Panels nach produktspezifischen Prüfschemata untersucht.

 
06.02.2023

Thüringer Schweinegipfel: Schweinehalter fordern verlässliche Regeln

IGS - Wir fordern verlässliche, kalkulierbare und langfristige Rahmenbedingungen und ein entsprechendes Verwaltungshandeln der zuständigen Behörden, die Betrieben unabhängig von Größe und Struktur eine Zukunft bieten, so lautet eine der wichtigsten Forderungen des 2. Thüringer Schweinegipfels am Donnerstag, den 02.02.2023 in Waltershausen. Mehr als 250 Teilnehmer hatten sich zu einer intensiven Beratung zur Zukunft der Schweinehaltung mit vier Fachvorträgen von Experten getroffen.

 
06.02.2023

Vision Pig mit neuem Podcast zur Genetik und Mütterlichkeit von Sauen

"Vision Pig" ein Wissenstransferprojekt zur Vermittlung von Konzepten in der tierschutzgerechten Haltung von Mastschweinen, Sauen und Ferkeln, hat einen neuen Podcast zur Genetik und Mütterlichkeit von Sauen veröffentlicht. Dr. Barbara Voß von der BHZP beantwortet die Fragen, welche Eigenschaften Zuchtsauen mitbringen müssen, damit sie den aktuellen und zukünftigen Anforderungen an die Sauenhaltung und die Ferkelerzeugung entsprechen und was Sauenhalter tun können, um die Mütterlichkeit Ihrer Sauen zu verbessern. Das Projekt Wissenstransfer-Tierschutz in der Schweinehaltung ist Teil der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz und wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft gefördert. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

 
03.02.2023

Eine wachsende Weltbevölkerung lässt sich nicht vegan ernähren

Butter hat im Vergleich zu Ölen keine schlechte Ökobilanz und würden alle Menschen vegan leben, reichten die Ressourcen für die Ernährung von bald zehn Milliarden Menschen auf der Erde nicht aus. In seinem Vortrag mit dem Titel Erwartungen an Agri-Food-Systeme und die Zukunft alternativer Proteinquellen hat der Wissenschaftler und Autor Dr. Malte Rubach vor rund 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Zukunftswerkstatt der Marketinggesellschaft Niedersachsenauf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin die Annahmen zu angeblichen Klima-Killern im Agri-Food-Bereich in Frage gestellt.

 
03.02.2023

GAP kompakt 2023: was kommt auf die Betriebe zu?

(c)BZL: GAP Kompakt

Die neuen Regelungen für #Direktzahlungen ab 2023 gingen einen langen Weg durch die Institutionen. Sie sind aber noch nicht in der Praxis angekommen. Damit dies schneller geschieht, hat das BZL eine Broschüre veröffentlicht, die einen guten Überblick für jeden einzelnen Betrieb ermöglicht.

 
03.02.2023

Der Bundesrechnungshof warnt u.a. vor Klientelpolitik bei Steuerabsenkungen

Der Bundesrechnungshof wiederholt in seinem Bericht an den Finanzausschuss des Deutschen Bundestages zur Reform des ermäßigten Umsatzsteuersatzes seine Empfehlung, den Katalog der Steuerermäßigungen grundlegend zu überarbeiten. Zum anderen weist der Bundesrechnungshof das BMF darauf hin, dass durch einen neuen unionsrechtlichen Rahmen eine Überprüfung der im deutschen Recht enthaltenen Ermäßigungstatbestände geboten ist. Er empfiehlt, den Forderungen aus verschiedenen Kreisen nach weiteren Steuersatzermäßigungen, der Einführung von stark ermäßigten Steuersätzen oder dem Nullsteuersatz grundsätzlich nicht nachzukommen.

 
02.02.2023

Fütterungsstrategien bei Restriktionen für das Verbringen beziehungsweise das Schlachten von Schweinen

proteinmarkt - Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Europa weiter aus. Mittlerweile ist sie in Deutschland angekommen. So ist im Falle des Ausbruchs der ASP beim Wildschwein das Verbringen von Schweinen aus den eingerichteten Restriktionszonen strikt reglementiert. So ist zum Beispiel ein Verbringen von Schweinen aus dem Gefährdeten Gebiet grundsätzlich verboten. In einem Versuch wurden deshalb Fütterungsstrategien für den Fall getestet, dass Schweine für eine bestimmte Zeit (zum Beispiel 40 Tage) nicht transportiert werden dürfen. Auch bei Sperrung von Schlachthöfen infolge von Infektionsschutzmaßnahmen ist gegebenenfalls eine Verlängerung der Mast notwendig.

 
02.02.2023

Können auch Nutztieren "Flow-Erlebnisse" haben?

Das gute Gefühl, wenn wir ganz in einer Aufgabe aufgehen und alles um uns herum vergessen, nennt man Flow. BOKU-Forscherin Sara Hintze hat nun gemeinsam mit einem Kollegen eine konzeptionelle Studie im Fachjournal Biological Reviews veröffentlicht, die sich der Frage widmet, ob auch Schweinen, Rinder und Hühner in der Landwirtschaft diesen Zustand, in dem sich alles stimmig anfühlt, erleben können. Kann die Lebensqualität von landwirtschaftlich genutzten Tieren wie Schwein, Rind oder Huhn verbessert werden, wenn sie die Möglichkeit erhalten, Flow zu erleben?

 
02.02.2023

Niedersächsisches Kabinett beschließt Landesdüngeverordnung

Die niedersächsische Landesregierung hat am 31.01. die Verordnung zur Änderung der Niedersächsischen Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat oder Phosphat beschlossen. Durch die geänderte Verordnung kommt es zu einer Änderung der Gebietskulissen: Die Gebiete, die als mit Nitrat belastet gelten, umfassen nun zirka 21 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen (vormals circa 24,5 Prozent). Die jetzige Ausweisung stellt aber nur einen Zwischenschritt bei der Anwendung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift des Bundes dar, da bisher Nitratabbauprozesse (so genannte denitrifizierende Verhältnisse) im Grundwasser bei der Kulissenausweisung noch nicht berücksichtigt wurden. Nach deren Einbeziehung wird sich die Kulisse wieder vergrößern. Das Landvolk Niedersachsen sieht in der beschlossenen Änderung keinen Fortschritt im Tauziehen um Gerechtigkeit und Planungssicherheit für die Landwirtinnen und Landwirte in Niedersachsen. Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies bemängelt die kurze Übergangszeit und die erneute Änderung der Gebietsausweisung in 2024.