BRS News Schwein
GB - Umsatzrückgang bei fleischfreien Produkten im Veganuary
Der Absatz von fleischfreien Produkten ist in diesem Veganuary in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen, informiert der Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB). Zunächst starteten rund 7 % der britischen Käufer mit der Teilnahme am Veganuary. Jedoch hörten 70 % der Teilnehmer bereits innerhalb der ersten 2 Wochen wieder auf. Als Gründe wurden zu hohe Preise bei den pflanzlichen Ersatzprodukten und der weniger gute Geschmack der Produkte genannt. Insgesamt ist ein nachlassendes Interesse an der Veganuary-Periode und den pflanzlichen Alternativen sowohl bei Fleisch als auch bei Milchprodukten zu verzeichnen. Trotz neuer Produktentwicklungen und intensiver Werbung seitens der Einzelhändler scheinen der Geschmack und der Preis fleischfreier Produkte immer noch die größten Hindernisse für die Käufer zu sein.
Wie unterscheiden sich Silo- und Körnermais?
In Deutschland wurde 2022 auf etwa 2,5 Millionen Hektar Mais angebaut. Die Maisfelder präsentieren sich bis in den August hinein üblicherweise in sattem Grün. Dann wird der Silomais geerntet, der auf rund 80 Prozent der Anbaufläche wächst. Zum Teil sieht man aber auch Monate später noch graubraune, vertrocknete Maisbestände, die scheinbar ungenutzt verrotten. Das tun sich jedoch keineswegs, es handelt sich vielmehr um Körnermais, der je nach Region noch bis Ende November geerntet wird.
Die ganze Pflanze ist als Maissilage begehrt in der Rinderfütterung, als fermentiertes Spindel-/Kornschrot (CCM = Corn Cob Mix) in der Schweinefütterung.
Fun Fact: Widerkäuer sind übrigens die einzigen Lebewesen, die aus "Weniger, mehr" machen können und damit auch nicht als Nahrungskonkurrenten gelten.
Immer mehr Lebensmittel müssen importiert werden
Deutschland importiert immer mehr Lebensmittel. In der Handelsbilanz klafft ein Rekorddefizit
, informiert der Journalist Norbert Lehmann für das Internetportal von "agrarheute". Er bezieht sich dabei auf vorläufige Zahlen zum Agrarhandel 2022, die die deutsche Agrarexportorganisation GEFA vorgelegt hat. Aus Sicht der GEFA machen die Zahlen deutlich, dass sich Deutschland als agrarischer Gunststandort offensichtlich zunehmend aus der Versorgung der Weltbevölkerung verabschiedet. Das werde durch den Ausbau des Ökolandbaus weiter forciert, kritisieren Wissenschaftler. Den bei 30 % Ökolandbau eingesparten Umweltkosten in Höhe von 4,0 Mrd. € in Deutschland Mehrkosten ständen fast 10,4 Mrd. € gegenüber, heißt es z.B. bei Agrarökonom Prof. em. Herbert Ströbel von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf.
Ekel vor Insekten überwinden, in dem man sie zur Delikatesse erklärt
idw - Die EU hat im Januar die Regelung für die Nutzung von Insekten oder Insektenteilen als Zutat in Lebensmitteln erweitert. Erlaubt ist nun eine weitere Darreichungsform der Hausgrille und neu hinzugekommen ist der Buffalowurm. Seitdem ist den Sozialen Medien eine Diskussion über das Für und Wider entbrannt. Tatsache ist: Bei etwa 25 Prozent der Weltbevölkerung hingegen ist es Tradition, Insekten zu verspeisen. Neben ernährungsphysiologischen Gründen spielen auch umweltrelevante Fragen und die Sorge um die weltweite Nahrungs- und Futtermittelsicherung eine wichtige Rolle in der Diskussion. Daneben durchlaufen Lebensmittel, die Insekten oder Insektenbestandteile enthalten, einen strengen Zulassungsprozess. Hierzulande ekeln sich viele Konsument:innen vor Insekten. Prof. Dr. Fabian Christandl hat bereits im Jahr 2018 in einer Studie untersucht, wie man Konsument:innen davon überzeugen kann, Insekten zu essen. Aus unseren Ergebnissen lässt sich ableiten, dass die Werbung Insekten eher als Genussmittel anpreisen sollte. Mit dieser Strategie können sie tendenziell mehr Verbraucher:innen davon überzeugen, Insekten mit auf den Speiseplan zu nehmen
, ist die Überzeugung des Wissenschaftlers.
Digitale Lerneinheiten rund um pflanzenbasierte Wirtschaft
Bei BildungsBissen.de findet ihr digitale Lerneinheiten rund um Pflanzen als nachwachsende Ressource, direkt einsetzbar in Schule und Home-Schooling. Interaktiv, faktenbasiert und passend zum Lehrplan, wecken die BildungsBissen Interesse und regen zur kritischen Auseinandersetzung an.
Digitale Strategien in der Schweinefleischproduktion: Özdemir überreicht Forschungsförderung
Mit insgesamt 4.493.871,13 Euro fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) das von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) koordinierte Verbundprojekt "TIPP" über eine Laufzeit von 36 Monaten. Das Projekt Digitale Rückverfolgbarkeit und Transparenz entlang der Wertschöpfungskette Schwein in der Region Oldenburger Münsterland – Transparency in Pig Production
(TiPP) beschäftigt sich mit der Erprobung neuer digitaler Ansätze zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten zur Erzeugung von Lebensmitteln tierischen Ursprungs; konkret am Beispiel der Schweinefleischproduktion. Offizieller Projektbeginn war am 1. Januar 2023.
ASP-Bekämpfung: Weitere Prüfung für Kadaversuchhunde in MV
Im März bietet das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern eine weitere Prüfung für Kadaversuchhunde zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest an. Die Hundegespanne zählen für das Land zu den wichtigsten strategischen Bausteinen in der Zurückdrängung der für Schweine tödlichen Tierseuche. Am 28.03.2023 um 08.00 Uhr findet in 19374 Damm (Forsthof 1) eine weitere Prüfung nach den Mindestanforderungen für den Einsatz von Kadaversuchhundegespannen im Land Mecklenburg-Vorpommern statt. Es werden maximal zehn Hundeführergespanne geprüft. Das Prüfungsentgelt beläuft sich auf 150,- € pro Hundeführergespann und ist erst nach schriftlicher Aufforderung zu entrichten. Die Prüfungsanmeldung ist ausschließlich per Email bis spätestens 15.03.2023 an die dort benannte Adresse zu versenden.
Smarte, vollautomatische Biogasanlage für bedarfsgerechte Strom- und Wärmeversorgung
Im Projekt PowerLand 4.2 entwickelten die Universität Hohenheim, die Hochschule Reutlingen und die Novatech GmbH die Steuerung für eine vollständig automatisierte Biogasanlage, die erneuerbaren Strom und Wärme bedarfsgerecht insbesondere in den Produktionslücken von Sonne und Wind liefert. Die Steuerung wurde erfolgreich in einem Reallabor getestet. Dank Energiebedarfsprognosen und einer angepassten, flexiblen Fütterung sollen Biogasanlagenbetreiber mit diesem Ansatz Investitionen in größere Gasspeicher einsparen können.
Tönnies erweitert anonymes Meldesystem
AgE - Die Tönnies-Unternehmensgruppe wird ihr bestehendes Hinweisgebersystem ausbauen. Neben den eigenen Mitarbeitern des Lebensmittelproduzenten können zukünftig auch alle Anspruchsgruppen aus der Lieferkette sowie weitere Dritte anonym auf Verbesserungsmöglichkeiten hinweisen, teilte das Unternehmen am 6.2. mit. Zum Einsatz kommt bei Deutschlands größtem Fleischproduzenten das System Integrity Line
der EQS Group. Mit dieser Lösung wird es Whistleblowern möglich sein, anonymisiert Meldungen abzugeben. Im Anschluss können die hinweisgebenden Personen dann über einen verschlüsselten Postkasten mit den Verantwortlichen des Unternehmens kommunizieren und zur Aufklärung der Sachverhalte beitragen, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Mit dem Münchner Unternehmen EQS hat sich Tönnies nach eigenen Angaben für den europäischen Marktführer entschieden, dessen Compliance-Plattform alle Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes erfüllt. Gruppenweit werden mit der Einführung der Integrity Line
nun alle bestehenden Systeme in einen einheitlichen Standard umgewandelt, der dann globale Anwendung findet.
FAZ-Konferenzen: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Welche Landwirtschaft wollen wir?
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) wird gemeinsam mit topagrar in diesem Jahr vier Konferenzen zum Thema Zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Welche Landwirtschaft wollen wir?
durchführen. Auf den Veranstaltungen soll den Fragen nachgegangen werden, vor welchen Herausforderungen die Landwirtinnen und Landwirte und ihre Partner in der Agrarbranche stehen, welche Erwartungen Bürgerinnen und Bürger an die Landwirtschaft der Zukunft stellen, warum Ökologie, Klima- und Artenschutz und moderne Landwirtschaft keine Gegensätze sind und welchen Beitrag Innovationen leisten können, um Zielkonflikte zwischen Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit aufzulösen. Die Veranstaltungen finden in Präsenz in Berlin statt und werden gleichzeitig im Livestream digital ausgestrahlt.
