BRS News Schwein

29.03.2022

Neue Podcastfolge „Der Darm Doc“ – Wie das Mikrobiom Verhalten steuert

(c)Boehringer Ingelheim: Podcast "DarmDoc"

Viele Milliarden Bakterien leben im Darm und helfen bei der Zerlegung des Futters. Dieses Mikrobiom versorgt den Organismus mit lebensnotwendigen Nährstoffen, die teilweise nur durch die Bakterien bereitgestellt werden können. Doch wie stark das Darmmikrobiom unserer Schweine tatsächlich auch an deren Gesundheit und Wohlbefinden, an Tageszunahme, Futterverwertung und Verhalten beteiligt ist, ist vielfach noch unbekannt. Die Tierärztin Dr. Ricarda Deitmer beschäftigt sich in der neuen Folge des Podcast Der Darm Doc mit den Mikroben im Darm. Sie erklärt, was es mit der Darm-Hirn-Achse auf sich hat und warum das Mikrobiom auch Einfluss auf das Verhalten haben kann.

 
29.03.2022

Gewährung einer Beihilfe für die private Lagerhaltung von Schweinefleisch

Die EU-Kommission hat mit der EU-Verordnung 2022/470 vom 23. März 2022 die Marktordnungsmaßnahme Private Lagerhaltung von Schweinefleisch eröffnet. Diese Verordnung ist am 25. März 2022 in Kraft getreten. Der starke Rückgang der Ausfuhren nach China, die Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest in weiteren Mitgliedstaaten und die anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Beschränkungen üben seit Monaten Druck auf den Unionsmarkt für Schlachtschweine aus. Die russische Invasion der Ukraine hat zusätzliche Marktstörungen verursacht und die Schweinefleischausfuhren der EU schwer getroffen.Aufgrund des hierdurch verursachten Ungleichgewichtes zwischen Angebot und Nachfrage wird für die private Lagerhaltung von Schweinefleisch eine im Voraus festgesetzte Beihilfe gewährt. Die Beihilfe wird nur für Mengen frischen oder gekühlten Fleisches gewährt, die noch nicht eingelagert wurden. Die Maßnahmen werden nach den Regelungen der Delegierten Verordnung (EU) 2016/1238 und der Durchführungsverordnung (EU) 2016/1240 der Kommission durchgeführt.

 
28.03.2022

Insektenprotein – eine Chance für die Nutztierfütterung?

Seit September 2021 ist die Verwendung von verarbeitetem Insektenprotein in Geflügel- und Schweinefutter zugelassen. Seitdem hat die Nachfrage der Futtermühlen stark zugenommen. Dahinter steckt unter anderem die Hoffnung, Soja teilweise ersetzen und damit ein Stück der Eiweißlücke schließen zu können. Versuche haben gezeigt, dass Insektenprotein Soja, abhängig vom Einsatzzweck, tatsächlich bis zu 100 % ersetzen kann.

Susanne Gäckler von der DLG und Dr. Christian Lambertz vom FiBL sprachen dazu mit Prof. Dr. Wilhelm Windisch von der TUM School of Life Sciences der Technischen Universität München und Heinrich Katz, Geschäftsführer der Hermetia Baruth GmbH und Vorstandsmitglied der Internationalen Plattform für die Nutzung von Insekten als Lebensmittel und Futter (IPIFF) und erhielten spannende Einblicke in die Chancen, aber auch Herausforderungen dieses noch jungen Industriezweigs.

 
28.03.2022

Faktencheck Biokraftstoffe: Verbände betonen die Gesamtbedeutung von Biokraftstoffen für Versorgungssicherheit und Klimaschutz

Die aktuell zum Teil nicht sachgerecht geführte Diskussion über Versorgungssicherheit, Energie- und Lebensmittelpreise nehmen fünf Verbände der Biokraftstoffbranche zum Anlass, mit einem Faktencheck auf den unverzichtbaren Beitrag der Biokraftstoffproduktion für Ernährungssicherheit, Energieversorgung und Klimaschutz hinzuweisen.

Die aktuelle Diskussion über Tierzahlen, Ernährung, Flächenstilllegung etc. wird der drohenden Hungerkrise nicht gerecht, da wir schnell UND in relevanten Größenordnungen eine Entlastung für die Agrarmärkte brauchen, schreibt der Agrarökonom Prof. Breunig dazu auf Twitter. Der einzige Weg, um dies zu erreichen, wäre eine kurzfristige Vereinbarung zur gemeinsamen Reduktion der Biokraftstofferzeugung in der EU und den USA. Bereits eine Halbierung der Erzeugung könnte zu einer deutlichen Entlastung der Märkte führen. Aktuelle Studien würden zeigen, dass Biokraftstoffe die Klimaschutzversprechen nicht halten können.

 
28.03.2022

KTBL Praxisheft - Drohnen in der Landwirtschaft

Dank neuester Technik lassen sich Schläge, Pflanzenbestände, ja selbst Einzelpflanzen, aus der Ferne beobachten. Sensoren und Kameras machen für das menschliche Auge sichtbar, was sonst verborgen ist. Aus den Drohnendaten lassen sich wichtige Schlüsse für das Management ziehen. Dabei müssen großen Mengen an erfassten Daten schnell und effektiv verarbeitet werden. In der Publikation des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) erfahren Landwirtinnen und Landwirte sowie potenzielle Dienstleister - auch für Einsteiger gut verständlich - wie landwirtschaftliche Fernerkundung funktioniert und welche Drohnentechnik zur Verfügung steht. Kosten und Flächenleistungen werden genauso beschrieben wie die besonderen rechtlichen Anforderungen.

 
28.03.2022

Gemeinsam nachhaltig ernähren – Kooperative Ernährungssysteme als Treiber der Nachhaltigkeit

Unter dem Titel: Gemeinsam nachhaltig ernähren – Kooperative Ernährungssysteme als Treiber der Nachhaltigkeit lädt die BLE am 7. April von 13 bis 16 Uhr online unter www.ble-live.de zur dritten großen Veranstaltung im Kontext des Nationalen Dialogs ein. Es werden Beiträg und Diskussionsrunden mit Referierenden aus allen Bereichen entlang der Wertschöpfungsketten stattfinden.

 
25.03.2022

Save the Date: BRS-Fachtagung am 25. April in Berlin

(c)BRS-Fachtagung: Agrarwende oder Agrarwandel am 25.04.2022

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. lädt für den 25. April zu einer öffentlichen Fachtagung zum Thema Agrarwende oder Agrarwandel – wo will Deutschland hin? nach Berlin ein.

Die Tierhaltung in Deutschland steht vor einem Umbruch: Wachsen oder Weichen ist gesellschaftlich umstritten und scheint aufgrund steigender Produktionskosten betriebswirtschaftlich ausgereizt. Über die Vorstellungen zur Zukunft der deutschen Landwirtschaft wurde in den vergangenen Jahren heftig gestritten, aber mit den Empfehlungen der Zukunftskommission ein Weg skizziert, der alle Aspekte der Nachhaltigkeit bestmöglich abzubilden versucht. Seit der russischen Aggression in der Ukraine müssen weitere Aspekte berücksichtigt werden. Dürfen wir uns bei Lebensmitteln von Importen abhängig machen und welche Folgen haben weiter steigende Produktionskosten (Energie, Futter) für die Ernährungsicherheit – national wie international? In diesem Umfeld die richtige Entscheidung zu treffen, ist schwierig und bedarf kluger politischer und betrieblicher Weichenstellungen. Welche das sind, möchte der Bundesverband mit dieser Fachtagung herausfinden.

 
25.03.2022

Hortmann-Scholten: Notierung von 2,40 € nötig​ ​ ​

©SuS - Die Folgen des Ukraine-Krieges sind mit stark steigenden Preisen voll am heimischen Getreide-, Futtermittel- und Energiemarkt angekommen. Zwar ging es zuletzt auch mit den Notierungen für Ferkel und Mastschweine deutlich nach oben, doch reichte dies für eine Kostendeckung nicht aus. Wir hecheln einem kostendeckenden Preis immer hinterher, beklagte der Bereichsleiter bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Dr. Albert Hortmann-Scholten, kürzlich im Veredlungsausschuss des Landvolks Niedersachsen. Nach Einschätzung des Experten müssten den Schweinemästern dafür mehr als 2,40 €/kg Schlachtgewicht (SG) gezahlt werden. Auch die aktuelle Ferkelpreisnotierung sei lange noch nicht kostendeckend.

 
25.03.2022

EU gibt 500 Millionen Euro für den Agrarsektor frei

Am 24. März 2022 ist die DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2022/467 der Kommission über eine außergewöhnliche Anpassungsbeihilfe für Erzeuger in den Agrarsektoren im Amtsblatt L 96 veröffentlicht worden. Die EU stellt den Mitgliedstaaten dafür insgesamt 500 Mio EUR zur Verfügung, für Deutschland sind es rund 60 Mio EUR. Sie kann allen Erzeugern aus den von der VO über die Gemeinsame Marktorganisation erfassten Sektoren (u. a. Rindfleisch, Milch und Milcherzeugnisse, Schweinefleisch, Schaf- und Ziegenfleisch, Eier sowie Geflügelfleisch) gewährt werden.