BRS News
Lahmheiten erkennen und vermeiden
Statistisch gesehen ist nahezu jede vierte Kuh in Deutschland lahm, wie aus einer Erhebung aus dem Jahr 2020 hervorgeht. Lahmheiten bedeuten immer Schmerzen für das Tier und führen auch zu ökonomischen Verlusten. Es werden Gesamtkosten von 130 bis 600 Euro pro Lahmheitsfall kalkuliert. Das entspricht einem Verlust von 5 bis 10 % des Jahresgewinns pro Kuh. Neben den vielen verfügbaren digitalen Hilfsmitteln zur Lahmheitserkennung ist das aufmerksame Betrachten der Herde während der Arbeit im Stall unersetzbar. Wichtig und arbeitserleichternd ist es, nach einem Schema zu arbeiten und sich den gesunden Bewegungsapparat zu vergegenwärtigen. Dazu ein paar Informationen von Milchpraxis.
Jubiläum: 10 Jahre AgrarScouts
Die AgrarScouts feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2016 sind sie bundesweit im Einsatz, um Landwirtschaft erlebbar zu machen – in Schulen, auf Höfen und bei Veranstaltungen. Dabei kommen sie mit Menschen ins Gespräch, die sonst selten mit Landwirt:innen sprechen. Zehn Jahre bedeuten über 10.000 persönliche Begegnungen, unzählige Fragen, viele Überraschungen – und vor allem echten Dialog auf Augenhöhe. Das AgrarScouts-Netzwerk ist heute eine der zentralen Dialogplattformen des Forums Moderne Landwirtschaft.
EAAP 2026 in Hamburg: Frühbucherphase endet am 31. Mai
Vom 7. bis 11. September 2026 wird Hamburg zum internationalen Treffpunkt der Tierhaltungsbranche: Die Jahrestagung der European Federation of Animal Science (EAAP) bringt Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Beratung, Wirtschaft und Politik aus aller Welt zusammen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen rund um Tiergesundheit, Tierwohl, Zucht, Fütterung, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung.
Brüssel kündigt Maßnahmen zur Stabilisierung der Düngemittelversorgung an
Wie die Europäische Kommission mitteilt, umfasst der vorgestellte Düngemittel-Aktionsplan unter anderem mögliche Liquiditätshilfen für landwirtschaftliche Betriebe, flexiblere Vorauszahlungen im Rahmen der GAP sowie Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Düngemittelversorgung. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.
Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz startet in neue Berufungsperiode
Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist zu seiner konstituierenden Sitzung in neuer Zusammensetzung zusammengekommen. Im Rahmen der Sitzung wählten die Mitglieder des Beirats Prof. Dr. Britta Renner und Frau Prof. Dr. Christine Wieck zu den neuen Vorsitzenden sowie Prof. Dr. Anette Buyken und Prof. Dr. Martin Banse zu den stellvertretenden Vorsitzenden.
Weidezeit und Sommerfütterung im Fokus: SCHAUMANN kombiniert zwei bewährte Aktionen
Die Weide- und Sommermonate stellen besondere Anforderungen an die Versorgung und Leistungsfähigkeit von Rindern. Mit zwei bewährten Aktionen unterstützt Schaumann Landwirt:innen auch im Jahr 2026 gezielt bei der bedarfsgerechten Fütterung während dieser anspruchsvollen Jahreszeit. Im Fokus steht die Sommeraktion Rind 2026
, die rinderhaltenden Betrieben gezielte Lösungen für die warmen Monate bietet. Hitze, Nacherwärmung und teilweise verringerte Futteraufnahme verlangen nach intelligenten Fütterungsstrategien. Im Aktionszeitraum vom 1. April bis zum 31. Juli 2026 gelten Aktionsvorteile auf ausgewählte Produkte zur Unterstützung von Stoffwechsel, Pansenstabilität und TMR-Stabilität, darunter RINDAVITAL VARIO PROTECT, RINDAVITAL PANSENFIT, RINDAMIN BP und SILOSTAR TMR PROTECT. Auch ökologisch zertifizierte Varianten sind Bestandteil der Aktion.
Bundesverband Rind und Schwein richtet Anliegen an Minister Rainer
Im Zusammenhang mit der Anhörung zum Referentenentwurf des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes hat sich der Bundesverband Rind und Schwein gemeinsam mit weiteren Verbänden brieflich an Bundesminister Rainer gewandt. Die Verbände hatten eine umfassende und konstruktive Stellungnahme zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz erarbeitet, die bei den Mitgliedern der Regierungsfraktionen weitgehend auf Zustimmung stieß. Ziel war es, den Referentenentwurf praxisgerecht und bürokratiearm zu gestalten sowie mögliche Hindernisse für die Notifizierung auf europäischer Ebene frühzeitig zu identifizieren und zu beseitigen. Dabei orientierten sich die Verbände an der zugesagten stärkeren Einbeziehung der Wirtschaftskompetenzen. Mit der kurzfristig eingeleiteten Notifizierung des Entwurfs mussten die Verbände jedoch feststellen, dass ihre Vorschläge und Anmerkungen bislang keine Berücksichtigung gefunden haben. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei Hinweise zu Registrierung, Überwachung und den Anforderungen an Haltungsformstufen, einschließlich Sauen und Ferkeln, sowie weitere Änderungen, die die Praktikabilität und Umsetzbarkeit des Gesetzes betreffen. Vor diesem Hintergrund bittet der Bundesverband Rind und Schwein um ein persönliches Gespräch mit Minister Rainer, um das Vorgehen des Ministeriums zu besprechen und die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren zu erörtern.
Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an wolfsabweisende Herdenschutzzäune
Wie lässt sich die Weidetierhaltung auch in Wolfsgebieten praktikabel und wirtschaftlich zumutbar gestalten? Antworten darauf gibt die neue, 24-seitige Broschüre Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an wolfsabweisende Herdenschutzzäune
. Sie wurde vom Bundeszentrum Weidetiere und Wolf (BZWW) im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) entwickelt. Sie ist ab sofort im BLE-Medienservice abrufbar.
Wenn der Stall zur Krisenzone wird - Junglandwirt:innen-Frühstück beim Deutschen Bauerntag
Tierseuchen treffen Betriebe ohne Vorwarnung. Dann läuft die Uhr: Tiere müssen gekeult werden, Märkte brechen weg und Existenzen geraten ins Wanken. Dafür braucht es klare Strategien, ehrlichen Austausch und vorbereitete Betriebe
, sagt Lars Ruschmeyer vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL). Darum greifen der BDL und der Deutsche Bauernverband (DBV) dieses Thema beim Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg auf. Gemeinsam laden sie am 25. Juni 2026 von 7:30 bis 9:00 Uhr zum Junglandwirt:innen-Frühstück ein und stellen die Frage: Betriebe schützen heißt Zukunft sichern – wie sind wir für Tierseuchen gewappnet?
Anmeldungen sind bis zum 3. Juni 2026 per E-Mail an bauerntag@bauernverband.net möglich.
EU-Ökoverordnung - Lässt sich der Zeitplan halten?
AgE - Wird bis zum Jahresende eine Einigung über die Anpassung der EU-Ökoverordnung erzielt? Das scheint aktuell nicht sicher. Das Europaparlament will erst im September seine Position für die Verhandlungen mit der EU-Kommission und dem Rat festlegen. Einer der Streitpunkte ist das Thema Weidehaltung bei Milchkühen. Nachdem EU-Agrarkommissar Christos Stylianides nun doch keine Ausnahmeregelung vorgeschlagen hat, will man auf konservativer Seite jetzt die Vorgaben im EU-Ökorecht abschwächen. Aus Teilen der EVP heißt es, man könne sich vorstellen, modernere überdachte Ausläufe für Milchkühe im künftigen EU-Ökorecht dem Weidezugang gleichzusetzen.
