BRS News

19.09.2018

F: Antrag auf Glyphosatverbot scheitert zum zweiten Mal

Die französische Nationalversammlung hat den Antrag für ein nationales Glyphosatverbot jetzt zum zweiten Mal zurückgewiesen. Auch in Deutschland ist das Herbizid umstritten. Deutsche Winzer kommen ohne das Mittel nicht aus. Auch eine boden- und wasserschonende Ackerbodenbearbeitung tut sich ohne das Mittel schwer. Was spricht dafür, was dagegen? Die Wissenschaftsjournalistin Julia Merlot hat für den "Spiegel" die Informationen zusammengetragen.
 
19.09.2018

Seminar: „Milchpreissicherung mit Terminkontrakten“

Hohe Preisschwankungen bestimmen die europäischen und deutschen Milchmärkte. Daher wird das börsenbasierte Risikomanagement immer bedeutender. Auch die Warenterminbörse EEX erweitert laufend ihre Absicherungsangebote bei Milch. Das Handelsvolumen ist deutlich gestiegen.
Seit 15. August 2018 ist es möglich an der EEX neben Butter und Pulver Flüssigmilchpreise direkt abzusichern.
Seit Mai 2018 wird auch von deutschen Molkereien ein börsenbasiertes Milchfestpreismodell angeboten.
Eine Seminarreihe des Instituts für Ernährungswirtschaft, Kiel, vermittelt die Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit den neuen Absicherungsangeboten des börslichen Risikomanagements für Milcherzeuger und Molkereien.
Schulungstermine und Orte (jeweils von 9:30 bis 16 Uhr):
  • 25.09.18 Berlin
  • 01.10.18 Rendsburg, Schleswig-Holstein
  • 08.10.18 Rastede, Niedersachsen
  • 22.10.18 Eschborn, Hessen
  • 24.10.18 Bad Waldsee, Baden-Württemberg
  • 13.12.18 Erfurt, Thüringen
Weitere Informationen (Anmeldung, Kosten). Die Seminarreihe wird durch die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert.
 
19.09.2018

Neuer BMEL-Förderaufruf: Biogas-Gärrückstände nachhaltiger nutzen, aufbereiten und vermarkten

idw - Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wirbt Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum Thema Nachhaltige Aufbereitung und Verwertung von Gärrückständen ein. Der vollständige Text des Aufrufs steht hier bereit. Ein Ziel ist es, mehr Kenntnisse über Nährstoffgehalte und Humuswirkung zu gewinnen, um Gärrückstände effizient und zielgenau einsetzen zu können. Daneben strebt das BMEL an, die Ausbringungstechnik weiter zu verbessern und neue Möglichkeiten der Aufbereitung und Vermarktung zu erschließen. Schließlich sind auch Projektvorschläge zu gesellschaftlichen und kommunikativen Themen gefragt.
 
18.09.2018

Deutsche Jungzüchter erfolgreich bei der 18. Europäischen Jungzüchterschule in Battice

Vom 29. August bis 2. September fand die mittlerweile 18. Ausgabe der European Young Breeders School (EYBS) in Battice statt und endete für die deutschen Teilnehmer sehr erfolgreich. So mussten sich die deutschen Teams nur den Schweizern geschlagen geben und sicherten sich die Plätze zwei bis sieben. Dabei konnten die Teilnehmer der Masterrind sich den zweiten Platz vor der jungen Mannschaft der Rinderunion Baden-Württemberg sichern und wurden damit bestes Deutsches Team.

In den Einzelwertungen sicherte sich in der Kategorie bester Preisrichter Carina Nölker (OHG) den Titel. Auf dem Treppchen folgten ihr auf den Plätzen zwei und drei Sandra Vienna (VOST) und Ulrike Schulze (OHG). Sandra sicherte sich zudem noch den Titel des besten Clippers in der breiten Konkurrenz von 150 Teilnehmern. Nur in der Kategorie Showmanship musste sich Oliver Krüger (OHG) als bester Deutsche mit Platz 3 begnügen. Der krönende Abschluss folgte dann in der Gesamtwertung, in der sich alleine fünf deutsche Teilnehmer unter den Top 20 platzieren konnten. Den Siegertitel nahm dabei Oliver Krüger für die OHG mit nach Hause. Er konnte sich damit knapp gegen seine Teamkollegin Ulrike Schulze (OHG) durchsetzen. Wir gratulieren allen Teilnehmern herzlich zu diesem Erfolg.
Ergebnisse (pdf)

 
18.09.2018

ASP: Belgiens Export bricht zusammen

©SuS - Nachdem Ende vergangener Woche in der südbelgischen Provinz Étalle zwei an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verendete Wildschweine gefunden wurden, hat man bei der intensiven Fallwild-Suche in diesem Gebiet nahe einer Fernverkehrsstraße drei weitere infizierte Wildschweinkadaver entdeckt. Nach Aussage des belgischen Bauernverbandes überraschen die neuen Funde nicht. Da es sich bei Wildschweinen um Gruppentiere handelt, müsse man davon ausgehen, dass die Seuche in der dortigen Wildschweinpopulation weite Kreise gezogen hat, so der Verband. EU-Seuchenexperten vermuten ca. 400 bis 500 infizierte Wildschweine in der Region. Das versetzt auch die Nachbarländer in Alarmbereitschaft, da der Fundort der infizierten Tiere nur rund 20 km von der französischen und rund 60 km von der deutschen Grenze entfernt liegt.

Unterdessen ist der belgische Schweinefleischexport nahezu zum Erliegen gekommen.

 
18.09.2018

Leberegelbehandlung jetzt auch bei laktierenden Milchkühen

Der große Leberegel (Fasciola hepatica) ist ein Parasit, der bei Rindern erhebliche Gesundheitsschäden und infolgedessen hohe wirtschaftliche Verluste verursachen kann. Besonders gefährdet sind Feuchtgebiete, Moore oder Weiden mit stehenden Gewässern, Bachläufen und unbefestigten Tränkeplätzen, weil sich hier die Zwergschlammschnecke, die den Larven der Leberegel als Zwischenwirt dient, gut entwickelt. Bei Milchkühen wurden jährliche Milchleistungsverluste von bis über 400 kg Milch pro Kuh festgestellt, informiert Boehringer Ingelheim in einer aktuellen Pressemeldung. Zusätzlich komme es zu reduzierten Wachstums- und Reproduktionsleistungen der betroffenen Tiere. Seit Kurzem gibt es von Boehringer Ingelheim ein neues Präparat zur Leberegelbekämpfung, das auch für den Einsatz bei laktierenden und tragenden Kühen zugelassen ist. Das verschreibungspflichtige Arzneimittel wird oral angewendet und bietet eine praktische einheitliche Dosierung für alle Tiere mit einem Körpergewicht von über 350 kg. Kontakt: Dr. Annette Brune, Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, annette.brune@boehringer-ingelheim.com.

 
17.09.2018

Deutsche Sauenhaltung bald Geschichte? Unterschriftenaktion

Niedersachsen will einen Antrag einbringen, der die betäubungslose Kastration mit Schmerzmitteln für maximal zwei weitere Jahre erlaubt, sofern nicht vorher schon eine arzneimittel- und tierschutzrechtskonforme Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration möglich ist, informiert Top agrar auf seiner Internetseite. Der Antrag macht Sinn, weil er angesichts der weiterhin fehlenden Alternativen zur betäubungslosen Kastration ein guter Kompromissvorschlag ist.
Markus Arden informiert über die aktuellen Alternativen, denen man sich als verantwortungsvoller Politiker anschließen kann. Ansonsten macht man sich mitverantwortlich am weiteren Strukturwandel in der Ferkelerzeugung.

Jetzt sind auch die Ferkelerzeuger selber gefragt. Schreiben Sie Ihre Landeschefs an und erläuten Sie die Problematik für Ihren Betrieb. Vorlagen finden Sie hier.
 
17.09.2018

„Drei vor 12!“ – Tierschutz und regionale Fleischerzeugung in Gefahr

Am 21. September 2018 entscheidet der Bundesrat über eine Verlängerung der Frist für eine betäubungslose chirurgische Kastration männlicher Ferkel. Für die bayerischen Sauenhalter steht viel auf dem Spiel, denn bislang fehlen praxisreife Methoden zur Umsetzung. Der Bauernverband setzt sich für die Kastration unter lokaler Betäubung ein.
Wir haben uns jahrelang intensiv bemüht, trotzdem ist die Lokalanästhesie beim Ferkel bislang nicht zugelassen. Die Fristverlängerung würde uns die notwendige Zeit geben, dass die Methode in Deutschland endlich zugelassen wird. Der vierte Weg ist das Mittel der Wahl für praktikablen Tierschutz. Doch dies sehen leider nicht alle so. Ich verstehe nicht, warum diese Methode in Deutschland keine Chance bekommt, wohingegen sie in unseren Nachbarländern Schweden und Dänemark als tierschutzgerecht anerkannt und praktiziert wird, sagt Bauernpräsident Walter Heidl.

 
15.09.2018

Afrikanische Schweinepest: Keine Gefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher

BfR - Die derzeit in Europa grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt für den Menschen keine Gesundheitsgefahr dar. Der Erreger der ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Weder vom direkten Kontakt mit kranken Tieren noch vom Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, geht ein Risiko für die Gesundheit aus.
 
14.09.2018

Afrikanische Schweinepest: Fragen und Antworten

In Osteuropa ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter auf dem Vormarsch. Nun wurden auch in Belgien zwei tote Wildschweine positiv auf das ASP-Virus getestet. Lesen Sie in unseren Fragen und Antworten, was ASP ist, wie diese Krankheit übertragen wird, wie die Vorbeugung funktioniert, was bei einem Ausbruch in Deutschland passieren und was dies für Landwirte, Handel und Verbraucher bedeuten könnte.