BRS News Rind
I: Nationale Akademie der Agrarwissenschaften bezieht Stellung zu "Food4Future"
Der Präsident der italienischen agrarwissenschaftlichen Akademie, Prof. em. Giorgio Cantelli Forti, hat sich im Interview mit EFA News
zu Behauptungen geäußert, die der WWF in seiner Kampagne FOOD4FUTURE
veröffentlicht haben soll. In dem Interview kritisiert der Wissenschaftler u.a. die Behauptung, dass das heutige System der Lebensmittelproduktion und der Lebensmittelkonsum 80 Prozent des Artensterbens
verursachen. Dass die Nahrungsmittelerzeugung zum Artensterben beiträgt, stellt aber auch Forti klar; im Green Deal geht die EU-Kommission von 10 Prozent für Europa aus.
Biogaserzeugung aus Gülle vor dem Aus? – Klimaschutz in der Landwirtschaft in Gefahr
Mitte letzter Woche hat das Bundeswirtschaftsministerium den Referentenentwurf für eine Verordnung zur Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2021 (EEG 2021) veröffentlicht. Dabei soll unter anderem eine Verordnungsermächtigung zur Einführung einer Anschlussvergütung für kleine Gülle vergärende Biogasanlagen nach Ablauf ihres ersten Vergütungszeitraums umgesetzt werden. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie, kommentiert im Namen der Bioenergieverbände anlässlich der heute eingereichten Stellungnahme: "Der lang erwartete Entwurf einer Anschlussvergütung für kleine Gülleanlagen ist inakzeptabel. Gerade im Hinblick auf die höheren Klimaschutzziele der Bundesregierung ist dieser voller Schwachstellen. Die gesetzgeberische Absicht, mehr Gülle zu vergären, wird mit diesem Vorschlag des aus dem Bundeswirtschaftsministerium nicht erfüllt.
UK: Regierung plant Ausstiegsprämie für ältere Landwirte
Die britische Regierung plant ein Ausstiegsprogramm für ältere Landwirte. BBC-News informiert über Ausstiegsprämien von 50.000 bis 100.000 Pfund. Damit soll der Weg für junge Betriebsleiter frei gemacht werden. Die Hoffnung der Regierung: mit jungen Unternehmen lassen sich Umweltmaßnahmen leichter umsetzen.
Themenwoche „N- und P- reduzierte Fütterung“
Durch die neue Düngeverordnung müssen landwirtschaftliche Betriebe Sickstoff- und Phosphorüber-schüsse senken. Eine Möglichkeit zur Optimierung des Nährstoffmanagements ist die N/P-reduzierte Fütterung.
Was gilt es zu beachten, wie verhält es sich mit den Leistungen der Tiere und wie muss das Fütte-rungsverfahren dokumentiert werden?
Antworten auf diese Fragen gibt die Landwirtschaftskammer NRW in einer Online-Veranstaltungsreihe im Rahmen des Projektes Fokus Tierwohl
. An drei aufeinanderfolgenden Tagen berichten Experten über den Einsatz der N- und P- reduzierten Fütterung bei Geflügel, Rind und Schwein.
Verfassungsbeschwerde gegen sektorales Zeitarbeitsverbot eingelegt
iGZ - Nach Inkrafttreten des Arbeitsschutzkontrollgesetzes, das auch ein sektorales Verbot bzw. weitgehende Restriktionen von Zeitarbeitseinsätzen in der Fleischwirtschaft vorsieht, haben betroffene Zeitarbeitsunternehmen mit ihrem Prozessbevollmächtigen Prof. Dr. Gregor Thüsing Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe eingereicht. Die vier beschwerdeführenden Unternehmen TimePartner Personalmanagement GmbH, Simul Personalmanagement GmbH, DPK Deutsche Personalkonzepte GmbH und compact Food Services GmbH wollen damit die gerichtliche Notbremse ziehen.
Argentiniens Regierung stoppt alle Fleischexporte ins Ausland
Streit ums Rindfleisch: Argentiniens Präsident will die andauernden Preissteigerungen nicht mehr hinnehmen und verbietet den Export. Die Branche reagiert mit einem kompletten Lieferstreik.
Statistikfehler beim Rindfleischhandel mit Uruguay
Durch Fehlinterptetation von Importstatistiken seitens eines landwirtschaftlichen Pressedienstes ließ dieser zunächst verlauten, Uruguay sei zum wichtigsten Rindfleischlieferanten der EU aufgestiegen. Tatsächlich wurde die Position Rindertalg fälschlich in die Auswertung einbezogen. Wichtigster Rindfleischlieferant der EU bleibt unangefochten Brasilien, stellte der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) richtig.
Die Rolle von Fleisch in gesunden Essgewohnheiten
Ein Beitrag der Universität von Connecticut gibt einen Überblick über Empfehlungen und Forschungsergebnisse zu Proteinmenge und -qualität im Zusammenhang mit dem Beitrag von Fleisch zu gesunden Ernährungsmustern. Betrachtet werden die Auswirkungen der Proteinquelle auf Nachhaltigkeit und Umwelt. Bei der Proteinversorgung spielt auch die Proteinqualität eine entscheidende Rolle. Die Wissenschaft zeigt, dass tierische Proteine eine höhere Verfügbarkeit haben als pflanzliche Proteine, da sie höhere Mengen und einzigartige Profile essenzieller Aminosäuren enthalten. Bei komplementärer Proteinversorgung über pflanzliche Lebensmittel kann die geringere Proteinqualität teilweise durch den Verzehr von mehr Gesamtprotein und die Mischung unterschiedlicher Proteinquellen überwunden werden. Dies kann jedoch unbeabsichtigte Folgen im Kontext der Gesamternährung haben, z.B. höhere Gesamtkalorien.
Video des WDR verärgert Rapsbauern
Mit seinem Video der Reihe Heimatflimmern
auf dessen Facebookseite verärgert der Westdeutschen Rundfunk (WDR) derzeit vielerorts die Rapsbauern. Darin wird behauptet, Hummeln und Bienen würden süchtig nach dem süßen Nektar der Rapsblüten
. Sie würden dadurch die Bestäubung von Wildblumen vergessen
. Dies sei die Schattenseite der gelbleuchtenden Monokultur
. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) kritisiert mangelndes Wissen beziehungsweise eine völlig unzureichende Recherche in der Sache
. Nach der massiven Kritik ergänzte der WDR im Begleittext zum Video, der Begriff Monokultur sei irrtümlich falsch verwendet worden, das Video könne jedoch im Nachhinein nicht inhaltlich geändert werden.
Neuer Tierschutzbeirat in Mecklenburg-Vorpommern berufen
Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat turnusmäßig den neuen Tierschutzbeirat für die nächsten fünf Jahre berufen. Zur neuen Vorsitzenden des ehrenamtlichen Gremiums wählten die neun Mitglieder aus ihrer Mitte Kerstin Lenz, zur stellvertretende Vorsitzende ist Frau Dr. Heidrun Caanitz bestimmt worden.
