BRS News

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27.08.2014

Globaler Handel landwirtschaftlicher Erzeugnisse spart Ackerfläche

Die Milcherzeugung in Europa hat den geringsten Wasserverbrauch je kg Milch. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Humboldt-Universität Berlin. Dafür verglichen sie Milchviehbetriebe aus 48 Ländern. Sie wiesen nach, dass in intensiven Produktionssystemen weniger Wasser je kg energiekorrigierter Milch (ECM) eingesetzt wird, als in kleinen Betriebsstrukturen mit geringer Leistung. Schön auch die differenzierte Betrachtung nach grünem, blauem und grauen Wasser. Je kg ECM wurden im Mittel der Betriebe rd. 1466 Liter grünes Wasser aus Niederschlägen, 121 Liter blaues Grund- oder Oberflächenwasser und 106 Liter graues Leitungswasser benötigt.
Den geringsten Einsatz an grünem und blauem Wasser wurde für die westeuropäischen Betriebe mit 743 bzw. 61 Liter je kg ECM gemessen. Das meiste grüne Wasser benötigten die kleinbäuerlichen Betriebe mit geringer Milchleistung in Afrika.

Anm. d. Red.: Wer jetzt glaubt, an Hand der Zahlen eine Bewertung vornehmen zu können, der irrt. Ausschlaggebend sind die in den Ländern üblichen Niederschlagmengen und die Wasseraufbereitung durch funktionierende Kläranlagen. Hier sind die mitteleuropäischen Regionen klar im Vorteil. So käme heute niemand mehr auf die Idee, Wasserintensive Milchfarmen in der Wüste zu bauen. Importe von Milchprodukten sind nicht nur preiswerter sondern auch Ressourcen schonender. Durch globalen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen konnte allein im Jahr 2005 die für die Welternährung nötige globale Ackerfläche um etwa 82 Mio. ha verringert werden.

(Quelle und weitere Informationen: Anne Biewald, Susanne Rolinski, Globaler Handel spart Wasser, DLG-Mitteilungen, Ausgabe 7/2014, S. 58 ff)
 
17.04.2014

Neuer Webauftritt bei meistro

Seit einigen Wochen erstrahlt die meistro Website in neuem Glanz: Dank der neu geordneten Struktur der Geschäftsfelder bietet sich den Besuchern der Website eine noch bessere Übersicht über das Produktportfolio. Unter dem Punkt  Energieeffizienz finden Unternehmer jetzt weitere Angebote, die sie dabei unterstützen, die Energiebilanz ihres Unternehmens im Betriebsalltag zu optimieren. Darüber hinaus erfahren Besucher der Website mehr über das vielfältige soziale Engagement der meistro Energie GmbH.
 
31.03.2014

Impfung senkt Medikamenteneinsatz und schont Ressourcen

Neueste Untersuchungen* aus dem Institut für Tierernährung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover zeigen, dass die Stabilisierung des Darms durch die Ileitis-Impfung signifikante Auswirkungen auf die Rohproteinverdaulichkeit und auf die Verdaulichkeit von organischer Substanz hat. Das fördert die Tiergesundheit, reduziert den Medikamenteneinsatz und schont Ressourcen in Form teuren Futters.
Die Studie zeige deutlich, dass die Ileitis-Impfung eine um 0,1 bis 0,5 kg/kg verbesserte Futterverwertung erbringen kann. Bei den hohen Futterpreisen sollen die Impfstoffkosten bereits bei einer um 0,05 kg/kg verbesserten Futterverwertung erwirtschaftet sein.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ileitis.deoder über Kim Schulze, Tel.: 06132 77-90218, E-Mail: kim.schulze@boehringer-ingelheim.com.

 
13.03.2014

"Materialkompass" stellt Wirtschafts nahen Unterrichtsmaterialien schlechte Noten aus

vzbv - Der Materialkompass Verbraucherbildung ist eine Webanwendung, in der Lehrkräfte nach Unterrichtsmaterialien zur Verbraucherbildung recherchieren können. Er enthält Materialien für die Primar- und Sekundarstufe, die von verschiedenen Anbietern und Herausgebern stammen. Abgedeckt werden die Themengebiete Finanzkompetenz, Medienkompetenz, Gesundheit & Ernährung, Verbraucherrecht und Nachhaltiger Konsum. Rund drei Viertel aller Materialien, die von der öffentlichen Hand und von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) herausgegeben wurden als gut bis sehr gut bewertet. Aber auch hier gab es Ausreißer. So kriegte der Veggie-Führerschein einer sog. Tierschutzorganisation Null Sterne.
 
24.01.2014

Welthunger: Brot für die Welt und Brösel für Afrika

Kirchliche Entwicklungsorganisationen setzen auf Importverbote für europäisches Fleisch und die Förderung von Kleinbauern in Afrika. Ein Irrweg, unter dem vor allem die Ärmsten leiden, argumentiert der Agraringenieur Georg Keckl im Internetportal Novo-Argumente. Afrika müsse sich vom Norden emanzipieren.
Bedauerlich findet der Autor, dass u.a. Kirchenorganisationen das Beispiel Indien nicht zur Kenntnis nähmen. Dort sei das Wachstum der landwirtschaftlichen Betriebe aktiv behindert worden mit dem Effekt, dass bei stark wachsender Bevölkerung ... das Land seine Besitzer nicht mehr ernähren können.
Exportverbote sind nach Meinung des Zahlenexperten ein Plädoyer für Lebensmittelverschwendung und den Ärmsten der Armen haben die kirchlichen Entwicklungshelfer den Brotkorb sehr hoch gehängt. Verlierer der Exportverbote seien die Bevölkerung und die Wildtiere, die als preiswerte Proteinquelle herhalten müssen.
 
23.01.2014

Evolutionsvorteil durch Milchverzehr

Wer europäische Gene hat, verträgt häufig auch Milch. Ein evolutionärer Vorteil, informiert Jan Osterkampim Internetportal Spektrum.de (22.01.2014: Der Powerdrink der Jungsteinzeit?) und beruft sich dabei auf Untersuchungen der Universität Uppsala. Auch unfermentierte Milch trinken zu können, sei womöglich gerade in Zeiten des Hungers für die frühen Bauerngemeinschaften überlebensnotwendig gewesen.

Heute gilt der Milchverzehr als besonders Klima freundlich.
 
02.01.2014

"Biokäufer gefährden das Klima"?

Kunden von Bioläden verursachen beim Einkauf 1 Kilo Kohlendioxid pro Kilo Bioware, informiert der EU.L.E.N-Spiegel (Ausgabe 3/13, S. 22) und beruft sich dabei auf Untersuchungen von Prof. Elmar Schlich von der Uni Gießen, der sich bereits mit der Bewertung von Betriebsgrößen für den "ökologischen Fußabdruck" einen Namen gemacht hat. Ein Gießener Supermarktkunde sei dagegen gerade einmal für 125 Gramm je kg Einkauf verantwortlich. Als Gründe werden der weite Weg zum Bioladen und die geringen Einkaufsmengen genannt. Insbesonder der Weg zum Hofladen schneide besonders schlecht ab.

Die Veränderung des eigenen Handelns kann viel mehr bewirken als der Ruf nach einem möglichst geringen ‚Product Carbon Footprint‘ in der Primärproduktion, in der Lebensmittelwirtschaft und im Transportwesen, so der Gießener Wissenschaftler. Es müsse zu denken geben, dass der Transport von Tafeläpfeln globaler Herkunft per Schiff und LKW über Entfernungen von 16.000 Kilometern weniger CO2 pro Kilogramm Lebensmittel verursache als die sogenannte letzte Meile, die im Verantwortungsbereich der Endkundinnen und -kunden liegt. (Originaltext der Pressemeldung der Uni. Gießen)
 
11.12.2013

Infotour Landwirtschaft in Hoetmar

Landwirtschaft Infotour Auf 20 Infotafeln informiert der Landwirtschaftliche Ortsverband Hoetmar über die heutige Landwirtschaft. Die Schilder sind auf einem Rundkurs von 20 km durch alle Hoetmarer Bauernschaften verteilt. Jeder Informationspunkt beschäftigt sich mit einem Thema wie Tierhaltung, Ackerbau, Bodenbewirtschaftung, Ausbildung, erneuerbare Energien usw. Ziel ist es u.a. allen Interessierten ein aktuelles und authentisches Bild von der heutigen Landwirtschaft zu vermitteln.

Alle Tafeln lassen sich jetzt auch von der Internetseite der Gemeinde Hoetmar downloaden. Ansprechpartner (u.a. zur Nutzung in der eigenen Gemeinde) ist Herr Ludger Overhues: landwirtschaft@hoetmar.de
 
04.12.2013

Effiziente und produktive Landwirtschaft ist notwendig

DBV - Die globalen Herausforderungen für die Landwirtschaft sind die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln, die Hungerbekämpfung, die Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen und der Klimaschutz. Dafür brauchen wir positive Rahmenbedingungen für eine produktive und effiziente Landwirtschaft. Dies hob der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, vor der Bundespressekonferenz in Berlin bei der Vorstellung des Situationsberichtes 2013/14 hervor.
Die Bauern wollten Lebensmittel am Standort Deutschland weiterhin bedarfsgerecht und entsprechend den Vorstellungen der Verbraucher erzeugen. Grundvoraussetzung dafür sind ökonomisch gesunde und wettbewerbsfähige Betriebe, betonte der Bauernpräsident.
 
08.11.2013

Produktive Landwirtschaft sichert Welternährung

The social, economic and
environmental value of
agricultural productivity
in the European Union AIZ - Mit jedem Prozentpunkt mehr an landwirtschaftlicher Produktivität in der EU können jährlich mehr als 10 Mio. Menschen ernährt und die soziale Wohlfahrt um rund EUR 500 Mio. erhöht werden, schreibt der Österreichische Agrarinformationsdienst in seinem Newsletter 45/2013 und beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie des Humboldt Forums für Ernährung und Landwirtschaft, einem internationalen Non-Profit-Thinktank mit Sitz in Berlin.