BRS News Rind

16.02.2021

Länder haben über die Einführung einer Tierwohl-Abgabe beraten

In der 1000. Sitzung des Bundesrates am 12.02. haben die Bundesländer auf Initiative Niedersachsens über die Einführung einer Tierwohl-Abgabe beraten. Die Landesregierung von Niedersachsen hat den Entschließungantrag Konzeption einer Finanzierungsstrategie inkl. einer Tierwohl-Abgabe als Teil der Nutztierstrategie des Bundes zum Umbau der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in die Sitzung eingebracht. Mit dieser Bundesratsinitiative drängt Niedersachsen auf Lösungen, damit die Mehrkosten für höhere Tierwohlstandards honoriert und so bessere Haltungsbedingungen finanziert werden können. Die weitere Beratung zu der Initiative wird in den Fachausschüssen des Bundesrates fortgeführt.

 
16.02.2021

Schnelltests zur Erfassung von Hemmstoffe und Mykotoxine in Fermenter und Silage

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK), das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) und die Aokin AG haben zwei Schnelltests entwickelt. Mit dem Hemmquicktest lassen sich Hemmungen der Biogas-Biologie frühzeitig erkennen. Mit dem System mycontrol können Silagen und Fermenterinhalte auf Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine, getestet werden. Den Hemmquicktest bietet die HAWK inzwischen als Dienstleistung an, während der mycontrol-Test als Handmessgerät auf dem Markt erhältlich ist.

 
12.02.2021

Bundesrat zu Tiertransporten: Bundesverband sieht Tierwohl im Mittelpunkt der Lösung

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Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) begrüßt den Beschluss des Bundesrates, mehr Tierschutz bei langen Transporten in Nicht-EU-Länder einzufordern. Positiv zu bewerten ist das Verbot von Rindertransporten, bei denen das Tierwohl nachweislich nicht sichergestellt werden kann.  Grundsätzlich kritisch beurteilt der BRS ein pauschales Verbot von Zuchtrindertransporten, da hierfür eindeutige Beweise tierschutzwidrigen Handelns vorliegen müssen. Für die Gewährleistung von Tierwohl entlang der gesamten Transportstrecke hat der BRS gemeinsam mit der AFC Consulting Group einen Tierwohlstandard-Tiertransport (TWS-T) entwickelt, der über tierschutzrechtliche Vorgaben hinaus mittels einer App tierwohlrelevante Daten erfasst und in einer Datenbank sichert. Mit dieser standardisierten Form zur Einhaltung von Tierwohl bei Langstreckentransporten wird weitreichende Verlässlichkeit für Wirtschaft und Behörden geschaffen.

Selbstverständlich unterstützt der BRS jede Bemühung der Bundesregierung, tierschutzwidriges Handeln und unzureichende Versorgung der Tiere in Drittländern zu vermeiden. Allerdings bedarf es zur Einhaltung von mehr Tierwohl auf Transportstrecken einer standardisierten, europaweiten Regelung.

 
12.02.2021

Online-Seminar "Verbesserung der Tiergesundheit durch Zucht"

Seminar

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. veranstaltet gemeinsame mit der Zeitschrift MilchPraxis Vet am 25. März 2021 ein Online-Seminar für Tierärzte, Herdenmanager und Landwirte  zum Thema Verbesserung der Tiergesundheit durch Zucht. Seit 2019 werden bei der Rasse Holstein die Gesundheitszuchtwerte RZKlaue, RZEuter, RZMetabol, RZRepro und RZKälberfit veröffentlicht. Die dreistündige live- Onlineveranstaltung beleuchtet den Hintergrund des neuen genomischen Managementwerkzeugs und stellt Möglichkeiten und Wege heraus, wie die Tiergesundheit auf  Kundenbetrieben, bzw. dem eigenen Betrieb, nachhaltig verbessert werden kann.

Die Teilnehmer erhalten für die Veranstaltung den Nachweis von ca. 4 ATF-Stunden.

 
12.02.2021

Vion: „De Groene Weg“ führt auch nach Deutschland

Die Vion Food Group will auch in Deutschland nachfrageorientierte biologische Lieferketten aufbauen und startet mit Beginn der Biofach (12.-15. Februar 2020) in Nürnberg die neue Produktlinie Der Grüne Weg in Deutschland. Der holländische Biofleisch-Produzent De Groene Weg ist eine eigenständige Tochter der Vion Food Group. Ab sofort sollen Rindfleisch und Schweinefleisch in Bioqualität unter diesem Label bundesweit vertrieben werden.

 
12.02.2021

Ministerin Otte-Kinast: „Tierwohl-Abgabe muss zügig kommen“

Die Tierwohl-Abgabe muss zügig kommen", forderte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Bei der heutigen 1000. Bundesratssitzung in Berlin steht das Thema erstmalig auf der Tagesordnung. Mit dieser Bundesratsinitiative drängt Niedersachsen auf Lösungen, damit die Mehrkosten für höhere Tierwohlstandards honoriert und so bessere Haltungsbedingungen finanziert werden können. Die weitere Beratung zu dieser Initiative Niedersachsens wird nunmehr in den Fachausschüssen des Bundesrates fortgeführt.

 
12.02.2021

Lidl Schweiz bringt Tierwohlrating auf Fleischverpackungen an

Lidl Schweiz kennzeichnet künftig seine Fleischprodukte mit einem Tierwohlrating des Schweizer Tierschutzes (STS).  Mit dem 4-stufigen Rating, das direkt auf den Fleischverpackungen angebracht wird, will Lidl Schweiz die Transparenz in Sachen Tierwohl maximieren. Die neue Kennzeichnung wird ab Frühjahr 2021 auf den ersten Frischfleischprodukten und in allen 150 Filialen landesweit verfügbar sein. 

 
12.02.2021

Siegel "Qualität aus Deutschland": Symbol für deutsche Landwirtschaft

(c)Kaufland: Qualität aus Deutschland

Kaufland - Für Obst, Gemüse und Fleischwaren aus deutscher Erzeugung führt Kaufland das Siegel Qualität aus Deutschland ein. Es wird sukzessive auf Verpackungen und Regalpreisetiketten aufgedruckt und erleichtert Kunden somit die Orientierung am Warenregal. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Erkennbarkeit heimischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse und unterstützt somit indirekt die Landwirte in Deutschland, die u.a. durch Absatzeinbrüche aufgrund der Corona-Pandemie sowie durch die Folgen der afrikanischen Schweinepest aktuell vor besonderen Herausforderungen stehen und berechtigte Sorgen und Zukunftsängste haben.

 
11.02.2021

Überbrückungshilfe III: Antragsbeginn und Veröffentlichung der finalen Förderbedingungen

Nachdem im Januar erste konkrete Dokumente zu den Programmbedingungen der Überbrückungshilfe III veröffentlicht wurden, hat das Bundeswirtschaftsministerium nun die finalen Förderbedingungen in Form eines FAQ veröffentlicht. Die Unterstützung gilt für Unternehmen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnen. Sie erhalten Fixkostenzuschüsse, je nach Höhe des Umsatzeinbruches zwischen 40 und 90 Prozent der Fixkosten. Es werden nun auch die Futter- und Tierarztkosten als Fixkosten angerechnet (FAQ Punkt 2.4.10). Die Antragstellung ist ab sofort über eine Online-Plattform möglich. Ausgezahlt werden jedoch zunächst nur Abschlagszahlungen. Anträge können dabei auch nach Ende des Förderzeitraums bis spätestens zum 31. August 2021 gestellt werden.

 
11.02.2021

Wie nachhaltig wirtschaften Landwirte in NRW

LWK NRW - Landwirte in Nordrhein-Westfalen arbeiten schon bei vielen Themen nachhaltig. Insgesamt gibt es aber noch Entwicklungspotenzial. Das ist das Ergebnis des dreijährigen Projektes Nachhaltigkeitskodex für die Landwirtschaft, dessen Ergebnisse am 1. Februar bei einer digitalen Veranstaltung vorgestellt wurden. Bei diesem Projekt unter Federführung der Universität Bonn war die Landwirtschaftskammer NRW einer der Projektpartner. Experten haben den Stand der Nachhaltigkeit anhand von Indikatoren, wie der Arbeitszeitbelastung, der wirtschaftlichen Situation oder der tiergerechten Haltung, auf 50 Bauernhöfen in NRW bewertet. Im sozialen Bereich lag der Fokus zum Beispiel auf dem Lohn und der Zufriedenheit mit der körperlichen und psychischen Belastung. 52 % der untersuchten Betriebe erreichten hier eine nachhaltige Wirtschaftsweise. Bei den ökologischen Kriterien waren es 45 %. Hier schauten sich die Forscher unter anderem den Energieverbrauch, wie Kraftstoffe oder Strom, für den Ackerbau und die Tierhaltung an. Sie berücksichtigten auch den Gesundheitszustand der Tiere. Die Ergebnisse im wirtschaftlichen Bereich zeigten das größte Verbesserungspotenzial. Unter Berücksichtigung von Indikatoren, wie der Zahlungsfähigkeit, erreichten 22 % der Betriebe eine nachhaltige Wirtschaftsweise. Ein Großteil der Landwirte hat die Möglichkeit, durch kleine Änderungen den gesamten Betrieb nachhaltiger zu bewirtschaften, so das Resümee der Experten.