BRS News Rind

29.01.2021

Bartels: „Konkrete Entscheidungen sind gefragt“

aef - Politische Entscheidungen sind gefragt. Weitere Gremien zur Suche nach dem großen Konsens in der Agrar- und Ernährungspolitik sind unter den aktuellen Umständen nicht zielführend. Dies erklärte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland, Uwe Bartels. Leider seien die zuständigen Ressortministerinnen Klöckner und Schulze bei bedeutsamen und für den Transformationsprozess notwendigen Gesetzesvorhaben nicht zur Konsensbildung fähig, obwohl das genau ihre Pflicht und Verantwortung ist. Deshalb seien sie auch ungeeignete Vorbilder für die Gesellschaft bei der Suche nach einem gesamtgesellschaftlichen Konsens.

 
29.01.2021

Rinder aktuell: Kolostrumqualität und Trockenstehermanagement –Teil 1

Mit einer bestmöglichen Versorgung neugeborener Kälber wird nicht nur eine wesentliche Grundlage für das Überleben dieser Tiere geschaffen, sondern auch ein bedeutender Beitrag für deren Leistungspotential und langfristige Gesundheit. Einen entscheidenden Einfluss hierbei hat die Versorgung mit Immunglobulinen, weil Kälber ohne eine eigene Immunität geboren werden. Somit sind neugeborene Kälber auf eine ausreichende Versorgung mit Antikörpern aus dem Kolostrum und der damit übertragenen passiven Immunität von der Mutter abhängig.
Sandra Winther und Prof. Dr. Katrin Mahlkow-Nerge, Fachhochschule Kiel, Fachbereich Agrarwirtschaft befassen sich daher im ersten Teil des aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrags mit der Kolostrumqualität in Praxisbetrieben.

 
29.01.2021

Eine App für den Viehhandel

Es gibt eine neue App Agrabiz für Bullen- und Färsenmäster. Sie soll nachAngaben der Hersteller Sofie Holt und Henrik Rehse dafür gedacht, den Datenaustausch entlang der Handelskette Rind zu digitalisieren – von Landwirt über Händler, Schlachthof, Spediteur bis hin zum Veterinär. Sie versteht sich damit als Arbeits- und Prozesshelfer für den Handel sowie die Vermarktung von Nutz- und Schlachtvieh.

Mit Hilfe der Plattform können alle Teilnehmer der Lieferkette ihre Daten mobil verwalten und austauschen. Mithilfe der Viehhandels-App werden die Rinderpässe eingescannt. Mit dem Verkauf der Bullen werden die Tiere automatisch in der HIT-Datenbank abgemeldet. So können mühsame Meldungen eingespart werden. Die Appwird aktuell von etwa 1000 Pilotbetrieben genutzt. Nach über drei Jahren Entwicklung und dem Feedback von Landwirten ist die Plattform jetzt marktreif. Eine Version für Milchviehhalter soll bald folgen.

 
29.01.2021

Höhere Tierwohlstandards lassen Milchpreise steigen

In einer Studie untersuchten Forscher*innen des ife Instituts für Ernährungswirtschaft Kiel und der Fachhochschule Kiel erstmals die Kosten höherer Tierwohlstandards bei der Milchproduktion und die daraus resultierenden Preiserhöhungen für Milch im Einzelhandel. Die Berechnungen ergaben, dass eine Preissteigerung von 10 bis 20 Cent pro Liter nötig wäre, um die Mehrkosten für Produzent*innen und Molkereien zu decken. Die Autor*innen sprechen sich für die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels aus. Es könnte für mehr Transparenz bei der Milchproduktion sorgen und die Bereitschaft von Verbraucher*innen steigern, mehr für Milch zu bezahlen, die unter höheren Tierwohlstands produziert wird.

 
29.01.2021

Wandel in der Haltung von Rindern und Schweinen

Erste Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder wurden am 21. Januar 2021 in Wiesbaden vorgestellt. In nur 10 Jahren seit der letzten Zählung hat sich die Haltung von Rindern und Schweinen gewandelt. Bei den Rindern ist die Laufstallhaltung weiter ausgebaut worden. Ihr Anteil an den Haltungsplätzen stieg im letzten Jahrzehnt von 75 % auf 83 %. Nur noch 10 % aller Haltungsplätze befanden sich 2020 in Ställen mit Anbindehaltung. 52 % der Betriebe mit Anbindehaltung praktizierten eine Kombination mit der Weidehaltung. In der Schweinehaltung stieg dagegen der Anteil der Ställe mit Vollspaltenboden, und zwar von 67 % auf 79 % im Jahr 2020. Andere Haltungsverfahren, wie beispielsweise Haltungsplätze mit Tiefstreu waren mit nur 4 % kaum verbreitet.

 
29.01.2021

DBV: Bundestag berät Baulandmobilisierungsgesetz

Anlässlich der ersten Lesung des Baulandmobilisierungsgesetzes im Deutschen Bundestag fordert der Deutsche Bauernverband von der Politik ein ehrliches Bekenntnis und mehr Unterstützung beim Tierwohl. Das derzeitige Baurecht steht dem Umbau von Ställen in Richtung höherer Tierwohlstandards entgegen, sagt der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zum Baulandmobilisierungsgesetz einen Vorschlag für den Tierwohlstallbau gemacht. Die Bundesregierung griff diesen jedoch nicht auf. Deshalb appelliert der DBV-Generalsekretär nun an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Die Bauern wollen mehr Tierwohl umsetzen und müssen nun feststellen, dass die öffentlichen politischen Bekundungen zur Unterstützung dieses Weges Makulatur sind. Notwendige bauliche Erweiterungsmaßnahmen oder ein Ersatzbau sind nach der Maßgabe der Bundesregierung nicht möglich, mehr Platz oder Ausläufe für die Tiere wären so blockiert, so Krüsken.

 
29.01.2021

Landakademie mit neuer Lernplattform und größerem Angebot

Die Landakademie bietet mit ihrem Umzug zur Lernplattform E-Learning im Dialog GmbH jetzt eine neue Plattform mit einem größeren Fortbildungssprogramm an. Neu im Fortbildungsangebot ist der Praxis-Talk. In diesem kostenfreien Videotutorial werden Landwirte und Landwirtinnen in die Debatte innovativer Prozesse eingebunden. Aktuelle Angebote sind u.a. neben acht Kursen im Themenbereich Tierwohl/Tierschutz für Schweinehalter, die am Programm der Initiative Tierwohl (ITW) teilnehmen, Kurse zum Fruchtbarkeitsmanagement und zur Prävention, Behandlung und Sanierung von Mastitis für Milchviehbetriebe.

 

 
29.01.2021

ICAR/IDF-Webinar "Tierbasierte Indikatoren zur Verbesserung des Tierwohls in der Milchviehhaltung"

Am 26. April von 14.00 bis 17.00 Uhr findet im Rahmen der ICAR-Jahreskonferenz, die vom 26. bis 30. April 2021 in Leeuwarden als hauptsächlich virtuelle Veranstaltung stattfinden wird, ein ICAR/IDF-Online-Seminar zum Thema Tierbasierte Indikatoren zur Verbesserung des Tierwohls in der Milchviehhaltung statt.

 
28.01.2021

Studie: EU-Handelsabkommen wirken sich positiv auf Agrar- und Ernährungssektor aus

Die EU-Handelsagenda wirkt sich insgesamt positiv auf die EU-Wirtschaft und den Agrar- und Ernährungssektor aus. Dies zeigt eine neue Studie, die sich mit den Auswirkungen von 12 Handelsabkommen auf den Agrar- und Lebensmittelsektor bis 2030 befasst. Prognosen gehen z.B. davon aus, dass der Rindfleischkonsum in Europa bis 2030 um sieben Prozent abnehmen, der Export dagegen um elf Prozent zunehmen wird, so der zuständige EU-Kommissar für Handel, Valdis Dombrovskis. Der Export sei besonders wichtig, so der Kommissar, da auf dem EU-Markt nur begrenztes Wachstum zu erwarten sei. Wir müssen EU-Agrar-Exporte fördern. Die Unterstützung der EU-Agrar- und Ernährungswirtschaft wird auch weiterhin ein Schlüsselelement der EU-Handelspolitik sein, sei es durch Marktöffnung, Schutz traditioneller EU-Lebensmittel oder Verteidigung gegen Dumping oder andere Formen des unfairen Handels, sagte Dombrovskis.

 
28.01.2021

Lebensmittelhandel und Landwirtschaft gehen aufeinander zu

Zusammen mit der food akademie in Neuwied und der Justus-von-Liebig-Schule in Vechta treffen sich künftig junge Nachwuchsführungskräfte aus dem Bereich der Landwirtschaft und dem Lebensmittelhandel. Das Ziel ist, sich gegenseitig über aktuelle Themen, wie z.B. die Preisgestaltung bei Milch und Fleisch, auszutauschen, Fragen der Tierhaltung zu diskutieren und das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Was darüber hinaus geplant ist, erklären Gabriele Droste-Kühlung, Schulleiterin der Justus-von-Liebig-Schule und Thorsten Fuchs, Leiter der food akademie, im Interview mit top agrar.