BRS News Rind

17.02.2021

Studie zeigt Zusammenhang zwischen ultra-verarbeiteten Lebensmitteln und Fettleibigkeit

Eine Studie der Universität von Cambridge ging der Frage nach, inwieweit ein Zusammenhang besteht zwischen dem Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln und der Prävalenz der Fettleibigkeit. Dabei wurden zwischen 1991 und 2008 in neunzehn europäischen Ländern die Haushaltsverfügbarkeit von Lebensmitteln nach Verarbeitungsgrad und der Zusammenhang mit Übergewicht analysiert. Der Median der durchschnittlichen Haushaltsverfügbarkeit betrug bei den ultraverarbeitete Lebensmitteln über alle neunzehn Länder 4 bis 26 %. Die Spanne reichte von 2 bis 10 % in Portugal und 4 bis 50 % in Großbritannien. Es wurde ein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen der nationalen Verfügbarkeit von ultraverarbeiteten Lebensmitteln in den Haushalten und der nationalen Prävalenz von Adipositas bei Erwachsenen gefunden. Nach Adjustierung für das nationale Einkommen, die Prävalenz körperlicher Inaktivität, die Prävalenz des Rauchens, die gemessene oder selbstberichtete Prävalenz der Adipositas und die zeitliche Verzögerung zwischen den Schätzungen zur Verfügbarkeit von Lebensmitteln im Haushalt und der Adipositas führte jeder Prozentpunkt Anstieg der Verfügbarkeit von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln im Haushalt zu einem Anstieg der Adipositasprävalenz um 0-25 Prozentpunkte.

 
16.02.2021

Nutriscore: gute Orientierung oder Unsinn?

Mit seinen Ampelfarben gaukelt der Nutri-Score den Menschen eine Entscheidungsgrundlage vor. Das ist totaler Quatsch, wird der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop im Interview von Christiane Düthmann für die Lebensmittelzeitung zitiert. Der Ökotrophologe geht mit seiner Zunft hart ins Gericht und glaubt, dass es für allgemeine Ernährungsregeln keine wissenschaftliche Grundlage gibt.

In Deutschland haben sich seit der Einführung der Ampel bereits 116 deutsche Unternehmen mit 236 Marken für eine Verwendung dieses Nährwertkennzeichens registriert, heißt es in einer Pressemeldung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Die Behörden von sieben Länder haben demnach jetzt einen länderübergreifenden Koordinationsmechanismus eingerichtet, mit dem Ziel, die Verwendung von Nutri-Score zu erleichtern. Die Zusammenarbeit erfolgt über einen Lenkungsausschuss, der am 25. Januar erstmals zusammentrat, und eines wissenschaftlichen Gremiums, das am 12. Februar zum ersten Mal tagte. Bei einigen EU-Agrarministerin regt sich Widerstand; so hat der spanische MInister verkündet, dass spanisches Olivenöl nicht gelabelt werden müsse. Es hätte nur ein C erhalten.

 
16.02.2021

Umfrage: Gehört künstliches Fleisch künftig zu unserer Ernährung?

Die Forschungseinrichtung WING (Wissenschaft und Innovation für Nachhaltige Geflügelwirtschaft) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) unterstützt eine Studie französischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich der Frage widmet, ob die Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit künstliches Fleisch in ihre Ernährung aufnehmen würden. Sie haben eine Studie initiiert, in der die Meinungen von Konsumentinnen und Konsumenten auf der ganzen Welt zu künstlichem Fleisch abgefragt und ihre Vorlieben und/oder Abneigungen erhoben werden. Jeder ab einem Alter von 18 Jahren hat die Möglichkeit, im Rahmen einer Online-Befragung an diesem Forschungsprojekt mitzuwirken. Die Umfrage dauert in der Regel nicht länger als 15 Minuten.

 
16.02.2021

Julius-Kühn-Institut sucht Landwirtschaftsbetriebe für Nitrat-Monitoring

Das Julius Kühn-Institut (JKI) sucht für das Demonstrationsvorhaben Multiparametrisches Monitoring von Nitratfrachten in der Landwirtschaft (MoNi) landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe, die aktiv an der Aufklärung der Zusammenhänge zwischen dem eigenen betrieblichen Management und der daraus unmittelbar resultierenden Nitratemission mitwirken möchten (Verursacherprinzip). MoNi analysiert den Einfluss der novellierten Düngeverordnung auf Nitrateinträge aus der Landwirtschaft. Gesucht werden 36 Demonstrationsbetriebe unterschiedlicher Ausrichtung in Testgebieten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Je nach Testgebiet liegt der Fokus dabei auf den Produktionsrichtungen Ackerbau, Futterbau oder Veredelung. Die Teilnehmer erhalten umfangreiche Einsichten in die Stickstoffeffizienz des eigenen Betriebs und können darüber hinaus ihre Daten anonymisiert mit denen anderer Betriebe ihrer Region vergleichen. Die Daten können bei der Düngebedarfsermittlung, für Dokumentationspflichten sowie zur Stoffstrombilanzierung verwendet werden. Das Projekt läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2023, anschließend wird über eine Verlängerung entschieden.

 
16.02.2021

DLG bescheinigt der ersten EuroTier Digital erfolgreichen Verlauf

Auf der Digital-Plattform EuroTier / EnergyDecentral der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) wählten sich an den vier Veranstaltungstagen vom 9. bis 12. Februar über 41.000 Teilnehmer ein. Sie informierten sich über das Angebot von rund 1.200 teilnehmenden Unternehmen und diskutierten in über 300 Fachveranstaltungen. 45 Prozent der Teilnehmer kamen aus dem Ausland. Die Videos des Fachprogramms stehen ab 18. Februar bis 15. April on demand zur Verfügung.

 
16.02.2021

Länder haben über die Einführung einer Tierwohl-Abgabe beraten

In der 1000. Sitzung des Bundesrates am 12.02. haben die Bundesländer auf Initiative Niedersachsens über die Einführung einer Tierwohl-Abgabe beraten. Die Landesregierung von Niedersachsen hat den Entschließungantrag Konzeption einer Finanzierungsstrategie inkl. einer Tierwohl-Abgabe als Teil der Nutztierstrategie des Bundes zum Umbau der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in die Sitzung eingebracht. Mit dieser Bundesratsinitiative drängt Niedersachsen auf Lösungen, damit die Mehrkosten für höhere Tierwohlstandards honoriert und so bessere Haltungsbedingungen finanziert werden können. Die weitere Beratung zu der Initiative wird in den Fachausschüssen des Bundesrates fortgeführt.

 
16.02.2021

Schnelltests zur Erfassung von Hemmstoffe und Mykotoxine in Fermenter und Silage

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK), das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) und die Aokin AG haben zwei Schnelltests entwickelt. Mit dem Hemmquicktest lassen sich Hemmungen der Biogas-Biologie frühzeitig erkennen. Mit dem System mycontrol können Silagen und Fermenterinhalte auf Schimmelpilzgifte, sogenannte Mykotoxine, getestet werden. Den Hemmquicktest bietet die HAWK inzwischen als Dienstleistung an, während der mycontrol-Test als Handmessgerät auf dem Markt erhältlich ist.

 
12.02.2021

Bundesrat zu Tiertransporten: Bundesverband sieht Tierwohl im Mittelpunkt der Lösung

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Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) begrüßt den Beschluss des Bundesrates, mehr Tierschutz bei langen Transporten in Nicht-EU-Länder einzufordern. Positiv zu bewerten ist das Verbot von Rindertransporten, bei denen das Tierwohl nachweislich nicht sichergestellt werden kann.  Grundsätzlich kritisch beurteilt der BRS ein pauschales Verbot von Zuchtrindertransporten, da hierfür eindeutige Beweise tierschutzwidrigen Handelns vorliegen müssen. Für die Gewährleistung von Tierwohl entlang der gesamten Transportstrecke hat der BRS gemeinsam mit der AFC Consulting Group einen Tierwohlstandard-Tiertransport (TWS-T) entwickelt, der über tierschutzrechtliche Vorgaben hinaus mittels einer App tierwohlrelevante Daten erfasst und in einer Datenbank sichert. Mit dieser standardisierten Form zur Einhaltung von Tierwohl bei Langstreckentransporten wird weitreichende Verlässlichkeit für Wirtschaft und Behörden geschaffen.

Selbstverständlich unterstützt der BRS jede Bemühung der Bundesregierung, tierschutzwidriges Handeln und unzureichende Versorgung der Tiere in Drittländern zu vermeiden. Allerdings bedarf es zur Einhaltung von mehr Tierwohl auf Transportstrecken einer standardisierten, europaweiten Regelung.

 
12.02.2021

Online-Seminar "Verbesserung der Tiergesundheit durch Zucht"

Seminar

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. veranstaltet gemeinsame mit der Zeitschrift MilchPraxis Vet am 25. März 2021 ein Online-Seminar für Tierärzte, Herdenmanager und Landwirte  zum Thema Verbesserung der Tiergesundheit durch Zucht. Seit 2019 werden bei der Rasse Holstein die Gesundheitszuchtwerte RZKlaue, RZEuter, RZMetabol, RZRepro und RZKälberfit veröffentlicht. Die dreistündige live- Onlineveranstaltung beleuchtet den Hintergrund des neuen genomischen Managementwerkzeugs und stellt Möglichkeiten und Wege heraus, wie die Tiergesundheit auf  Kundenbetrieben, bzw. dem eigenen Betrieb, nachhaltig verbessert werden kann.

Die Teilnehmer erhalten für die Veranstaltung den Nachweis von ca. 4 ATF-Stunden.

 
12.02.2021

Vion: „De Groene Weg“ führt auch nach Deutschland

Die Vion Food Group will auch in Deutschland nachfrageorientierte biologische Lieferketten aufbauen und startet mit Beginn der Biofach (12.-15. Februar 2020) in Nürnberg die neue Produktlinie Der Grüne Weg in Deutschland. Der holländische Biofleisch-Produzent De Groene Weg ist eine eigenständige Tochter der Vion Food Group. Ab sofort sollen Rindfleisch und Schweinefleisch in Bioqualität unter diesem Label bundesweit vertrieben werden.