BRS News Rind

31.07.2026

Britische Milchviehbestände: Weniger Färsen durch steigende Rindfleischpreise und veränderte Zuchtentscheidungen

Die Zahl der weiblichen Milchkälber in Großbritannien geht seit 2022 zurück. Grund dafür sind die hohen Rindfleischpreise und veränderte Zuchtstrategien: Immer mehr Milchviehhalter setzen auf die Erzeugung von Kreuzungskälbern aus der Milch- und Fleischrinderzucht anstelle von Nachzuchtfärsen. Da dadurch weniger Ersatztiere in die Herden nachrücken, setzt sich der langfristige Rückgang des nationalen Milchkuhbestands fort. Dies wirft die Frage auf, ob künftig ausreichend Milchkühe zur Verfügung stehen werden, um die Nachfrage zu decken.

 
30.07.2026

Kostenloses Online-Seminar zu EUDR-Anforderungen in der Futtermittelwirtschaft

Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH am 28. Juli 2026 mitteilt, bietet die QS-Akademie ein kostenloses Online-Seminar zur Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) an. Die Verordnung bringt für betroffene Unternehmen der Futtermittelwirtschaft neue Anforderungen an die Lieferketten und die betriebliche Dokumentation mit sich.

 
30.07.2026

Neue EU-Regeln für Lieferverträge in der Landwirtschaft veröffentlicht

Die Europäische Union hat neue Vorschriften zur Stärkung der Position landwirtschaftlicher Erzeuger in der Lebensmittelversorgungskette beschlossen. Die Verordnung (EU) 2026/1739 wurde am 29. Juli 2026 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ändert unter anderem die Artikel 148 und 168 der Gemeinsamen Marktorganisation.

 
29.07.2026

BRS-Statistikbroschüre „Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland“ Ausgabe 2026

Die BRS-Statistikbroschüre Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland Ausgabe 2026 mit den Zahlen für das Jahr 2025 bzw. 2024/2025 liegt vor.

 
23.07.2026

Nutzung von Zeburindern zur Verbesserung der Hitzetoleranz europäischer Mutterkuhherden?

Heißes und feuchtes Wetter stellt die Mutterkuhhaltung vor große Herausforderungen, da Mutterkühe und ihre Kälber auch im Hochsommer meist ausschließlich auf der Weide gehalten werden. Bauliche Maßnahmen zur Verringerung von Hitzestress, etwa Unterstände, sind insbesondere bei großen Herden oft nur begrenzt umsetzbar. Daher gewinnen hitzetolerante Rinderrassen zunehmend an Bedeutung. Besonders Zebu-Rinder sind aufgrund ihrer hohen Thermotoleranz ein wertvolles genetisches Reservoir. Sie können ihre Körpertemperatur unter Hitzestress besser regulieren als europäische Rinder und spielen deshalb in warmen Klimazonen eine wichtige Rolle. Da sich das Klima schneller verändert als sich die Hitzetoleranz europäischer Fleischrindrassen durch klassische Zucht verbessern lässt, rückt die Einkreuzung zebuiner Thermotoleranzgene in den Fokus. Ziel ist es, die Hitzetoleranz zu erhöhen, ohne Nachteile wie geringere Fleischqualität oder höhere Kälbersterblichkeit in Kauf zu nehmen.

 
22.07.2026

Kuh-le Eis-Entdeckungen in NRW - Etappe 1: Niederrhein

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen stellen Hofeis aus der frischen Milch ihrer eigenen Kühe her – entweder in eigener Produktion oder gemeinsam mit regionalen Eiscafés. Mit einer neuen Sommer-Serie lädt Milch.NRW dazu ein, diese regionalen Genussmomente zu entdecken. In den kommenden Wochen werden ausgewählte Milchhöfe aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens vorgestellt, die mit ihrem Hofeis für besondere Geschmackserlebnisse sorgen. Die Tour startet am Niederrhein und führt anschließend ins Münsterland. Weitere Stationen in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens folgen. Pro Region werden jeweils zwei Höfe präsentiert.

 
22.07.2026

Holsteins mit Geschichte – Stille Auktion auf der EuroTier

Viele einflussreiche Bullen der Vergangenheit haben bis heute ihren Stellenwert und bleiben unvergessen. Einige verbliebene Spermaportionen derartiger Legenden werden im Rahmen der diesjährigen EuroTier über eine Stille Auktion vom BRS angeboten.

Der Hintergrund: In der Vergangenheit hat der damalige DHV Spermaportionen aller ausländischen Bullenväter, die in Deutschland eingesetzt wurden, als Genreserve eingelagert. Da dies heute nicht mehr notwendig ist, wird das DHV-Spermalager nun aufgelöst und über eine Stille Auktion angeboten.

 
22.07.2026

Stellenausschreibung des BRS - Vorstandsassistenz | Assistenz der Geschäftsführung

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) ist der Dachverband für alle Fragen rund um die Haltung und Zucht von Rindern und Schweinen in Deutschland. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern entwickeln wir Standards und Grundsätze für die Branche und vertreten deren Interessen gegenüber Politik, Behörden sowie nationalen und internationalen Organisationen. Zur Verstärkung unserer Geschäftsstelle in Bonn suchen wir ab sofort eine engagierte Persönlichkeit als Vorstandsassistenz / Assistenz der Geschäftsführung (m/w/d) in Teil- oder Vollzeit (30–40 Stunden pro Woche).

 
22.07.2026

Gemeinsam für sichere Lebensmittel: Tiergesundheit im Fokus

Deutschland isst vielfältig – und für Millionen Menschen gehören Fleisch und Milchprodukte selbstverständlich zum Speiseplan. Was in der Debatte über Ernährung häufig übersehen wird: Sichere Lebensmittel sind kein Zufall. Sie sind das Ergebnis einer funktionierenden Wertschöpfungskette, zu der auch Großtierärztinnen und Großtierärzte einen entscheidenden Beitrag leisten. Mit einer Kooperation machen LAND.SCHAFFT.WERTE. e.V. und der Wirtschaftsverband Freier Großtierärzte (WFG) diese oft unsichtbare Leistung sichtbar. Die tierärztliche Bestandsbetreuung umfasst die regelmäßige Kontrolle von Tiergesundheit, Hygiene und Arzneimitteleinsatz sowie die enge Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Schlachtbetrieben und dem amtlichen Veterinärwesen. So wird die Grundlage für sichere Lebensmittel geschaffen.

 
21.07.2026

Ceva-Blog für Rindergesundheit - virale Zoonosen

Im Sommer 2024 starb ein 83-jähriger Mann im Norden Portugals. Die Diagnose lautet: Krim-Kongo-Fieber, das durch einen Virus übertragen wird, der von Zecken stammt. Das klingt nach einem tragischen Einzelfall in weiter Entfernung? Leider ist es das nicht. Als Forscher die Rinderherden in der Region daraufhin untersuchten, fanden sie in fast jedem dritten Rind Antikörper gegen genau dieses Virus. Bei Rotwild waren es sogar mehr als die Hälfte der Tiere. Das Verrückte daran: Kein einziges dieser Tiere war krank. Sie trugen das Virus einfach in sich. Der aktuelle Ceva-Blog behandelt das Thema virale Zoonosen beim Rind.