BRS News Rind
Mehr Eigenverantwortung für Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg
Das Bundeskabinett hat ein Rechtsetzungspaket verabschiedet, mit dem das nationale Durchführungsrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter vereinfacht wird. Das Paket wurde vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegt. Dies eröffnet vor allem Betrieben mit Grünland und Öko-Betrieben neue Möglichkeiten.
Bundeskabinett beschließt Erleichterungen beim Stallumbau
Das Bundeskabinett hat den vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) vorgelegten Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts verabschiedet und damit auch vereinfachte Regelungen für den Stallumbau auf den Weg gebracht. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat sich in den Abstimmungen dafür eingesetzt, auch den Umbau von Tierställen zu ermöglichen, die vor 2013 errichtet wurden und aufgrund einer damaligen Rechtsänderung nicht umgebaut werden durften. Voraussetzung ist, dass sich durch den Umbau die Haltungsbedingungen verbessern und die Zahl der Tierplätze sich nicht erhöht. Auch ein Wechsel der in dem Stall gehaltenen Tierart wird künftig möglich sein.
Initiative Tierwohl: Zwei neue Programme für die Rindermast
Die Initiative Tierwohl (ITW) erweitert ihr Angebot für die Rindermast und führt zum 1. Juni 2026 die neuen Programme Frischluftstall
und Auslauf/Weide
ein. Damit bietet die ITW wie bereits jetzt für Schweinehalter und Geflügelhalter künftig auch für Rinderhalter drei Programme mit steigendem Anforderungsniveau an, die den Stufen 2, 3 und 4 der bekannten Haltungsform-Kennzeichnung entsprechen. Neben dem bewährten Programm Stall plus Platz
(Haltungsform Stufe 2) können Rindermastbetriebe nun auch an den Programmen Frischluftstall
(Haltungsform Stufe 3) und Auslauf/Weide
(Haltungsform Stufe 4) teilnehmen. So entsteht für die Tierhalter ein aufeinander aufbauendes, flexibles System. Die ITW reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage nach Fleisch aus höheren Haltungsformstufen und bietet Landwirtschaft, Fleischwirtschaft, Handel und Gastronomie ein verlässliches, transparentes und einheitliches System, das den EU‑Vorgaben zur verbesserten und vergleichbaren Verbraucherinformation (der sogenannten EmpCo-Richtlinie) entspricht.
Stellenausschreibung: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Bereich Agrarwissenschaften mit ökonomischen Schwerpunkt (m/w/d) am Thünen-Institut
Das Institut für Betriebswirtschaft des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für ländliche Räume, Wald und Fischerei, in Braunschweig sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in im Bereich Agrarwissenschaften mit ökonomischem Schwerpunkt (w/m/d) – Produktionsökonomie Milchproduktion – in Teilzeit mit 50 % der regelmäßigen Arbeitszeit (zzt. 19,5 Stunden/Woche) zur Durchführung von Forschung und Politikberatung im Arbeitsgebiet Ökonomik der Milchproduktion
. Bei Interesse ist eine befristete Aufstockung der Stelle auf bis zu 100 % im Rahmen einer Vertretung möglich, und zwar vom 01.08.2026 bis zum 31.07.2028.
Lahmheiten erkennen und vermeiden
Statistisch gesehen ist nahezu jede vierte Kuh in Deutschland lahm, wie aus einer Erhebung aus dem Jahr 2020 hervorgeht. Lahmheiten bedeuten immer Schmerzen für das Tier und führen auch zu ökonomischen Verlusten. Es werden Gesamtkosten von 130 bis 600 Euro pro Lahmheitsfall kalkuliert. Das entspricht einem Verlust von 5 bis 10 % des Jahresgewinns pro Kuh. Neben den vielen verfügbaren digitalen Hilfsmitteln zur Lahmheitserkennung ist das aufmerksame Betrachten der Herde während der Arbeit im Stall unersetzbar. Wichtig und arbeitserleichternd ist es, nach einem Schema zu arbeiten und sich den gesunden Bewegungsapparat zu vergegenwärtigen. Dazu ein paar Informationen von Milchpraxis.
Jubiläum: 10 Jahre AgrarScouts
Die AgrarScouts feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2016 sind sie bundesweit im Einsatz, um Landwirtschaft erlebbar zu machen – in Schulen, auf Höfen und bei Veranstaltungen. Dabei kommen sie mit Menschen ins Gespräch, die sonst selten mit Landwirt:innen sprechen. Zehn Jahre bedeuten über 10.000 persönliche Begegnungen, unzählige Fragen, viele Überraschungen – und vor allem echten Dialog auf Augenhöhe. Das AgrarScouts-Netzwerk ist heute eine der zentralen Dialogplattformen des Forums Moderne Landwirtschaft.
EAAP 2026 in Hamburg: Frühbucherphase endet am 31. Mai
Vom 7. bis 11. September 2026 wird Hamburg zum internationalen Treffpunkt der Tierhaltungsbranche: Die Jahrestagung der European Federation of Animal Science (EAAP) bringt Fachleute aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Beratung, Wirtschaft und Politik aus aller Welt zusammen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen rund um Tiergesundheit, Tierwohl, Zucht, Fütterung, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung.
Brüssel kündigt Maßnahmen zur Stabilisierung der Düngemittelversorgung an
Wie die Europäische Kommission mitteilt, umfasst der vorgestellte Düngemittel-Aktionsplan unter anderem mögliche Liquiditätshilfen für landwirtschaftliche Betriebe, flexiblere Vorauszahlungen im Rahmen der GAP sowie Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Düngemittelversorgung. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.
Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz startet in neue Berufungsperiode
Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist zu seiner konstituierenden Sitzung in neuer Zusammensetzung zusammengekommen. Im Rahmen der Sitzung wählten die Mitglieder des Beirats Prof. Dr. Britta Renner und Frau Prof. Dr. Christine Wieck zu den neuen Vorsitzenden sowie Prof. Dr. Anette Buyken und Prof. Dr. Martin Banse zu den stellvertretenden Vorsitzenden.
Weidezeit und Sommerfütterung im Fokus: SCHAUMANN kombiniert zwei bewährte Aktionen
Die Weide- und Sommermonate stellen besondere Anforderungen an die Versorgung und Leistungsfähigkeit von Rindern. Mit zwei bewährten Aktionen unterstützt Schaumann Landwirt:innen auch im Jahr 2026 gezielt bei der bedarfsgerechten Fütterung während dieser anspruchsvollen Jahreszeit. Im Fokus steht die Sommeraktion Rind 2026
, die rinderhaltenden Betrieben gezielte Lösungen für die warmen Monate bietet. Hitze, Nacherwärmung und teilweise verringerte Futteraufnahme verlangen nach intelligenten Fütterungsstrategien. Im Aktionszeitraum vom 1. April bis zum 31. Juli 2026 gelten Aktionsvorteile auf ausgewählte Produkte zur Unterstützung von Stoffwechsel, Pansenstabilität und TMR-Stabilität, darunter RINDAVITAL VARIO PROTECT, RINDAVITAL PANSENFIT, RINDAMIN BP und SILOSTAR TMR PROTECT. Auch ökologisch zertifizierte Varianten sind Bestandteil der Aktion.
