BRS News Rind

03.08.2026

FAO: Globaler Aktionsplan für eine nachhaltige Transformation der Nutztierhaltung verabschiedet

VDM - Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat am 24. Juli 2026 bekannt gegeben, dass der Global Plan of Action for Sustainable Livestock Transformation vom FAO-Ausschuss für Landwirtschaft (COAG) verabschiedet wurde. Der erstmals weltweit abgestimmte Aktionsplan soll als strategischer Rahmen für die nachhaltige Transformation des Nutztiersektors dienen. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der Ernährung, die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Verbesserung der Tiergesundheit sowie der Schutz von Klima und Biodiversität. Weiterführende Informationen finden sich im veröffentlichten Beitrag der FAO sowie in den dort verlinkten Dokumenten.

 
03.08.2026

Wetterkapriolen verändern den Milchmarkt

Der Verband der Milcherzeuger Bayern weist darauf hin, dass Trockenheit, Hitze und regional schwere Hagelereignisse die Erntesaison in vielen Teilen Bayerns und Deutschlands prägen. Während die ersten Grünlandschnitte vielerorts noch zufriedenstellende Erträge lieferten, bremsen ausbleibende Niederschläge inzwischen das Wachstum der Folgeschnitte, regional kommen erhebliche Hagelschäden hinzu. Gleichzeitig steigt mit der Trockenheit das Risiko für Feld- und Vegetationsbrände. Für Milchviehbetriebe sind solche Wetterextreme längst keine Ausnahme mehr. Nach Hochwasserereignissen und wiederkehrenden Trockenperioden gehört ein konsequentes Risikomanagement heute zur Betriebsführung. Viele Betriebe bauen daher in guten Erntejahren gezielt Futterreserven auf, um Ertragseinbußen auszugleichen und die Versorgung ihrer Herden zu sichern. Dennoch lassen sich extreme Witterungsverläufe nicht vollständig kompensieren: Schwächere Zweit- und Drittschnitte oder durch Trockenheit und Hagel geschädigte Silomaisbestände erhöhen den Bedarf an zugekauftem Grund- und Kraftfutter – und damit den wirtschaftlichen Druck auf die Milchviehbetriebe.

 
03.08.2026

Ceva-Blog für Rindergesundheit - Pansenazidose bei Milchkühen

Der Ceva Blog für Rinderrgesundheit hat einen neuen Beitrag zum Thema Pansenazidose veröffentlicht. Eine leicht sinkende Milchleistung, unruhige Kühe oder ein uneinheitliches Fressverhalten am Futtertisch wirken auf den ersten Blick oft unauffällig. Treten diese Veränderungen jedoch gemeinsam auf, können sie auf eine Störung des empfindlichen Gleichgewichts im Pansen hinweisen. Hinter diesen unspezifischen Anzeichen steckt nicht selten die subakute Pansenazidose (SARA) – eine der häufigsten und zugleich am meisten unterschätzten Stoffwechselstörungen in der modernen Milchviehhaltung. Aufgrund ihres schleichenden Verlaufs bleibt sie häufig lange unerkannt und kann die Tiergesundheit, das Tierwohl sowie die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Milchviehbetriebs erheblich beeinträchtigen.

 
31.07.2026

Blauzungenkrankheit: Aufhebung der Verbringungsregelungen und der erweiterten Restriktionszone

Nur noch der Landkreis Göttingen und Teile der Landkreise Goslar, Holzminden und Northeim von der BTV-8-Restriktionszone betroffen.

 
31.07.2026

Britische Milchviehbestände: Weniger Färsen durch steigende Rindfleischpreise und veränderte Zuchtentscheidungen

Die Zahl der weiblichen Milchkälber in Großbritannien geht seit 2022 zurück. Grund dafür sind die hohen Rindfleischpreise und veränderte Zuchtstrategien: Immer mehr Milchviehhalter setzen auf die Erzeugung von Kreuzungskälbern aus der Milch- und Fleischrinderzucht anstelle von Nachzuchtfärsen. Da dadurch weniger Ersatztiere in die Herden nachrücken, setzt sich der langfristige Rückgang des nationalen Milchkuhbestands fort. Dies wirft die Frage auf, ob künftig ausreichend Milchkühe zur Verfügung stehen werden, um die Nachfrage zu decken.

 
30.07.2026

Kostenloses Online-Seminar zu EUDR-Anforderungen in der Futtermittelwirtschaft

Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH am 28. Juli 2026 mitteilt, bietet die QS-Akademie ein kostenloses Online-Seminar zur Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) an. Die Verordnung bringt für betroffene Unternehmen der Futtermittelwirtschaft neue Anforderungen an die Lieferketten und die betriebliche Dokumentation mit sich.

 
30.07.2026

Neue EU-Regeln für Lieferverträge in der Landwirtschaft veröffentlicht

Die Europäische Union hat neue Vorschriften zur Stärkung der Position landwirtschaftlicher Erzeuger in der Lebensmittelversorgungskette beschlossen. Die Verordnung (EU) 2026/1739 wurde am 29. Juli 2026 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ändert unter anderem die Artikel 148 und 168 der Gemeinsamen Marktorganisation.

 
29.07.2026

BRS-Statistikbroschüre „Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland“ Ausgabe 2026

Die BRS-Statistikbroschüre Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland Ausgabe 2026 mit den Zahlen für das Jahr 2025 bzw. 2024/2025 liegt vor.

 
23.07.2026

Nutzung von Zeburindern zur Verbesserung der Hitzetoleranz europäischer Mutterkuhherden?

Heißes und feuchtes Wetter stellt die Mutterkuhhaltung vor große Herausforderungen, da Mutterkühe und ihre Kälber auch im Hochsommer meist ausschließlich auf der Weide gehalten werden. Bauliche Maßnahmen zur Verringerung von Hitzestress, etwa Unterstände, sind insbesondere bei großen Herden oft nur begrenzt umsetzbar. Daher gewinnen hitzetolerante Rinderrassen zunehmend an Bedeutung. Besonders Zebu-Rinder sind aufgrund ihrer hohen Thermotoleranz ein wertvolles genetisches Reservoir. Sie können ihre Körpertemperatur unter Hitzestress besser regulieren als europäische Rinder und spielen deshalb in warmen Klimazonen eine wichtige Rolle. Da sich das Klima schneller verändert als sich die Hitzetoleranz europäischer Fleischrindrassen durch klassische Zucht verbessern lässt, rückt die Einkreuzung zebuiner Thermotoleranzgene in den Fokus. Ziel ist es, die Hitzetoleranz zu erhöhen, ohne Nachteile wie geringere Fleischqualität oder höhere Kälbersterblichkeit in Kauf zu nehmen.

 
22.07.2026

Kuh-le Eis-Entdeckungen in NRW - Etappe 1: Niederrhein

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen stellen Hofeis aus der frischen Milch ihrer eigenen Kühe her – entweder in eigener Produktion oder gemeinsam mit regionalen Eiscafés. Mit einer neuen Sommer-Serie lädt Milch.NRW dazu ein, diese regionalen Genussmomente zu entdecken. In den kommenden Wochen werden ausgewählte Milchhöfe aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens vorgestellt, die mit ihrem Hofeis für besondere Geschmackserlebnisse sorgen. Die Tour startet am Niederrhein und führt anschließend ins Münsterland. Weitere Stationen in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens folgen. Pro Region werden jeweils zwei Höfe präsentiert.