BRS News

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06.02.2017

17. AVA-Haupttagung

Ava  154x394 Ht2017 Die 17. Haupttagung der Agrar- und Veterinärakademie (AVA) findet in diesem Jahr vom 30.03. bis 02.04. 2017 in Göttingen statt. Über 50 Referenten aus dem Rinder- und Schweinebereich werden zu den Themen Bestandsbetreuung, Arzneimittelgesetzgebung, Tiergesundheit, Tierwohl, Präventivtiermedizin, landwirtschaftliche und tierärztliche Managementbegleitung, Tierschutz und Rechtsfragen diskutieren. Am 30. März werden 40 Workshops in der Rinder- und Schweinesektion zum Wissensaustausch in kleinen Arbeitsgruppen durchgeführt. Am 1. April abends bietet die AVA einen AFTER-WORK-TREFF mit Buffet für Teilnehmer, Referenten und Industrie im Hotel Freizeit IN an. Begleitend zur Fortbildung findet eine Industrieausstellung im Foyer des Hotels statt, wo die neuesten Innovationen für die Nutztiermedizin vorgestellt werden sollen.
 
06.02.2017

Markt für Öko-Schweinehaltung weiter im Aufwind

LWK Niedersachsen - Das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2016/2017 war für alle Öko-Schweinehalter ein erfolgreiches Jahr. Die Aufwärtsentwicklung des Ökoschweinemarktes, die sich schon im Wirtschaftsjahr davor abzeichnete, entwickelte sich weiter, und hat sich bis heute gefestigt. Kurzfristig wurden Schweine mit einem Rekordpreis von 4,00 € je kg Schlachtgewicht gehandelt. Der größte Teil der Schlachtschweine wird inzwischen ohne Klassifizierung zum Festpreis vermarktet. Umbrüche in der Vermarktung hat es durch die Einführung von langjährigen Vermarktungsverträgen mit Preisgarantien gegeben, womit sich der Lebensmitteleinzelhandel die Versorgung mit Schweinefleisch aus ökologischer und tiergerechter Haltung sichern will.

Die Fachzeitschrift "top agrar" hat ein "Spezial" herausgegeben, mit dem sie Betrieben Anregungen und Tipps für die Umstellung auf den Ökolandbau geben möchte. Die Schutzgebühr beträgt 10 Euro. Und auch in diesem Heft wird deutlich, dass die Planungssicherheit für die Umstellungsbereitschaft eine zentrale Rolle spielt. Vermarkter, die eine 10-jährige Preis- und Abnahmegarantie vertraglich zusichern und sich zudem an den Kosten durch (unverschuldete) Risiken beteiligen, wie Tierkrankheiten und Rückstände in Futtermittel, haben bei umstellungswilligen Landwirten momentan die besten Karten. Doch so rosig, wie es Anhänger des Ökolandbaus darstellen, ist es nicht überall. Die Landwirtin Diana Marklewitz informiert in top agrar. Die Gründe für den stockenden Absatz hat Rudolf Festag, ein Vermarkter von Labelfleisch dargestellt: Wenn nur Edelteile zu höheren Preisen vermarktbar sind und weniger wertvolle Teilstücke klassisch vermarktet werden müssen, treibt das den Preis - für die Edelteile, weil der entgangene Gewinn auf die vermarktbaren Teile aufgeschlagen werden muss.
 
06.02.2017

Wie können wir beurteilen, ob es Schweinen gut geht?

Um überhaupt bewerten zu können, ob es Tieren, so wie sie gehalten werden, gut geht, ist es erforderlich, Faktoren zu benennen, mit denen das Wohl der Tiere gemessen werden kann. Auch um die Entwicklung über Jahre zu verfolgen, sind klar definierte Messgrößen notwendig. Um eine verlässliche Aussage über das Wohlbefinden von Tieren treffen zu können, reicht das Bauchgefühl nicht aus, sagt Professor Dr. Lothar Kreienbrock, Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung, der das Projekt zusammen mit Agrarwissenschaftler PD Dr. Hubert Gerhardy, MSG Garbsen, leitet. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl sogenannter Tierwohlindikatoren beschrieben, die zum einen helfen sollen, das Wohl einzelner Tiere zu beurteilen. Zum anderen dienen sie dazu, an der Lebensmittelkette beteiligte Akteure, wie landwirtschaftliche Betriebe, die Futtermittelwirtschaft oder Schlachthöfe, zu beurteilen.

Am Donnerstag, 9. Februar 2017 um 9 Uhr übergibt Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, den Zuwendungsbescheid an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Übergabe findet in der E-Learning-Villa der TiHo im Bünteweg 11 statt. Anschließend wird Professor Dr. Lothar Kreienbrock das Projekt kurz vorstellen.

 
03.02.2017

Die Land- und Ernährungswirtschaft lädt ein: Große Gemeinschaftsschau auf Stuttgarter Bildungsmesse

ima - Wo Milch und Eier herkommen, wie Brot und Brötchen entstehen oder wie sich die Lebensräume der Tiere in der Natur verändern – über all das wissen immer mehr Kinder immer weniger Bescheid. Auch manche Pädagogen müssen passen, wenn sie gefragt werden, was an Bio-Kunststoffen künstlich ist, wenn es doch Bio sein soll. Doch keine Sorge, Aufklärung naht.

Wenn am 14. Februar 2017 Europas größte Bildungsmesse, die didacta, nach Stuttgart kommt, stehen auch die Experten von elf Institutionen der Land- und Ernährungswirtschaft sowie der Naturbildung bereit, um Lehrer mit Materialien und Tipps für einen anschaulichen Unterricht zu unterstützen. Mit der Gemeinschaftsschau Landwirtschaft & Ernährung – erleben lernen präsentieren die Bildungsexperten auf 240 Quadratmetern Ausstellungsfläche in Halle 5 des Messegeländes das ganze Kaleidoskop (außer-)schulischer Lehr- und Lernangebote.

 
03.02.2017

Kann man nur noch wie ein "Trumpeltier" auftreten, um Interessen durchzusetzen?

Es häufen sich die Pressemeldungen, die vor einer veganen Ernährung von Kindern warnen. In Italien soll sogar ein Gesetzentwurf vorbereitet worden sein, der diese Ernährungsform für Kleinkinder künftig unter Strafe stellen möchte. Für bestimmte NGO's Grund genug, das Wort Lügenpresse zu strapazieren? Dem Journalisten und Ökotrophologen Friedhelm Mühleib ist das einen Kommentar in seinem Blog wert.
Als Ökotrophologe muss sich Dr. Mühleib wahrscheinlich zu Wort melden, schließlich geht es um die Gesundheit von Menschen und er kann sich auf Empfehlungen der DGE und des KERN berufen. Namhafte Institutionen, die beide auf die Risiken und Gefahren einer veganen Ernährung für Kinder hinweisen.
Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer ist in seiner Einstellung zur veganen Ernährung weniger zimperlich: er redet von Ressourcenverschwendung.

Anm. d. Red.: Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Dazu gehört auch das Recht auf Mangelernährung. Kinder können leider nicht selber entscheiden. Daher kann man die Empfehlung der DGE, diese Ernährungsform nur unter fachlicher Begleitung durchzuführen, unterstützen. Und eins scheint auch klar zu sein: ""Allesfresser" brauchen i.d.R. keine Zusatzstoffe.
 
03.02.2017

Landwirte organisieren Petition gegen "staatliches Mobbing"

Eine neue Kampagne des SPD geführten Bundesumweltministeriums schlägt derzeit hohe Wellen - bei Landwirten, Berufsverbänden und Fachjournalisten. Mit Bauernregeln zu verschiedenen Themen, die auf Plakaten in über 70 Städten in Deutschland, mit Ansichtskarten, über Social Media und über eine Kampagnen-Website verbreitet werden, wirbt das Ministerium für eine naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung. Auf den Plakaten taucht auch der Begriff Agrarwende auf. Ein Kampfbegriff im aktuellen Wahlkampf.
Nach Meinung der Kritiker bedient das Ministerium mit den Bauernregeln Klischees und trägt zur Verunglimpfung der modernen Landwirtschaft bei. Auch wird vereinzelt die Kritik laut, dass das Ministerium mit der Kampagne gegen die Regel verstossen könnte, sich als Steuer finanziertes Ministerium im Wahlkampf neutral zu verhalten. Auf der Internetseite der auf Urheber- und Medienrecht spezialisierten Anwaltskanzlei Hoesmann in Berlin findet sich dazu ein Urteil aus dem Jahr 1977. Dort heißt es, dass es den Staatsorganen ...von Verfassungs wegen versagt (sei), sich in amtlicher Funktion im Hinblick auf Wahlen mit politischen Parteien oder Wahlbewerbern zu identifizieren und sie unter Einsatz staatlicher Mittel zu unterstützen oder zu bekämpfen, insbesondere durch Werbung die Entscheidung des Wählers zu beeinflussen.
Die Landwirte sind auf jeden Fall so aufgebracht, dass Sie sich in einer offenen Petition an das Bundeskanzleramt richten.
Eins haben die Proteste schon erreicht: Staatssekretär Flasbarth erklärt seine Kampagne auf Facebook.

Anm. d. Red.: Eine aktuelle Studie bescheinigt deutschen Landwirten ein Top-Ranking bei der Nachhaltigkeit.
 
03.02.2017

Fachtagung "Ferkelkastration"

Ringgemeinschaft Bayern w.V. Die Ringgemeinschaft Bayern und die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) führen am Dienstag, den 14. März 2017 in Herrieden, im Hotel Bergwirt, Schernberg 1 eine Fachtagung durch, die praktikable, marktkonforme und kostengünstige Wege zum Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration diskutieren soll. Unter anderem wird Dr. Albert Hortmann Scholten über den derzeitigen Stand und die im Moment zur Verfügung stehenden Alternativen referieren. Dr. Andreas Randt vom Tiergesundheitsdienst Bayern stellt die Vor- und Nachteile der Kastration unter Lokalanästhesie vor. Zum Einsatz von Isofluran als Narkosemittel spricht der Tierarzt Dr. Andreas Palzer. Erfahrungen aus der Praxis bringt Landwirt Stefan Löhle ein: Er mästet Eber und berichtet, welche Herausforderungen die Ebermast mit sich bringt. Nach der Mittagspause kommen dann auch Schlachthöfe und Vermarkter zu Wort. Unter anderem berichten Vertreter der Vion Food Group, Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG sowie Vertreter der süddeutschen Erzeugergemeinschaften und Beratungsringe, welche Methoden aus ihrer Sicht gut zu vermarkten sind. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet gegen 15.30 Uhr.
 
02.02.2017

"1 x 1 der Landwirtschaft“ neu aufgelegt

1x1 2017 Mit den wichtigsten Kenndaten der deutschen und europäischen Landwirtschaft hat der Verein information.medien.agrar (i.m.a) seinen Jackentaschen-Bestseller auf den neuesten Stand gebracht. Das 1 x 1 der Landwirtschaft empfiehlt sich im handlichen Leporello-Format als stetiger Begleiter. Mit dem Titel Transparenz in der Tierhaltung besetzt das Informationsangebot  zudem ein aktuell intensiv diskutiertes Thema. Die handliche Publikation soll Verbraucherinnen und Verbraucher dazu anregen, sich selbst davon zu überzeugen, dass moderne Tierhaltung nicht im Widerspruch zum Tierwohl steht, begründet der Verein i.m.a. Vielerorts laden zudem Landwirte ein, ihre Arbeit kennenzulernen. So öffnen sie Ställe für Besucher und bieten EinSichten in die Tierhaltung an. Dem gleichnamigen vom Verein i.m.a organisierten Transparenz-Projekt schließen sich immer mehr Tierhalter an – vom Geflügelbetrieb bis zum Hof mit Schweine- oder Rinderhaltung.
 
02.02.2017

AGRAR-Unternehmertage vom 7.-10.2.2017 mit zahlreichen ZDS-Mitgliedsunternehmen

Alle zwei Jahre zeigt Münster die neuesten Agrartrends insbesondere für Veredlung und Erneuerbare Energie sowie IT in der Landwirtschaft, denn vom 7. bis 10. Februar finden wieder die AGRAR-Unternehmertage im Messe- und CongressCentrum (MCC) Halle Münsterland statt. Die Messe hat sich in 20 Jahren Bestehen ein ausgezeichnetes Renommee erworben und zu einer der führenden regionalen Landwirtschaftsmesse in Deutschland entwickelt. Ihre Kennzeichen:

  • hohe Fachlichkeit, Aktualität und Innovationspotenzial,
  • ein breites Angebot der mehrheitlich in der Region ansässigen Firmen,
  • die Kombination von Ausstellung und mehr als 70 Fachvorträgen sowie
  • die ungewöhnlichen Öffnungszeiten (13 bis 22 Uhr), die Landwirten und ihren Familien einen Besuch bis in die Abendstunden hinein ermöglichen.
 
01.02.2017

Nebenerwerb der Frauen Voraussetzung für eine "nachhaltige" Landwirtschaft?

Zum Jahreswechsel wird die Landwirtschaft mit zahlreichen Papieren beglückt, die Wege für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft aufzeigen wollen. Einige Vorschläge stammen aus den eigenen Reihen, mit ehrlichen Ansätzen und Selbstkritik. Kritik, die manchen Berufskollegen zu weit geht. Einige Vorschläge stammen von Experten, die ihren Unterhalt nicht in der Landwirtschaft verdienen müssen. Sie sind geprägt von Klischees, machmal auch Ideologie und sie kommen nicht ohne massive Vorwürfe aus. So signalisiert man der Branche: eigentlich wollen wir nicht mit euch gestalten, sondern vorschreiben. Koste es, was es wolle.
Die Folgen zeigt ein Bericht, der vom Schweizer Bauernverband mit dem Titel Kennzahlen zur Nachhaltigkeit der Schweizer Landwirtschaft veröffentlicht wurde. Was sofort auffällt: die Produzentenpreise sind im freien Fall und die Ausgaben der Privathaushalte für Lebensmittel sinken. Gleichzeitig sinkt der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln. Die Bauern haben massiv unter dem Preisverfall zu kämpfen und suchen, wie ihre deutschen Kollegen, nach Möglichkeiten zur Betriebsoptimierung. Dafür werden auch (preiswerte) Futtermittel aus dem europäischen Umland eingekauft oder die Frauen müssen durch außerbetriebliche Erwerbstätigkeit das Betriebseinkommen stützen.

Anm. d. Red.: Ein Wirtschaften unter Ökoeffizienzgesichtspunkten als Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaften stellen wir uns anders vor. Hinsichtlich Tierschutz und Ökologie wird gerne in die Schweiz verwiesen. Dies scheint aber auf Kosten von Ökonomie und Soziales zu gehen. So kann eine Neuausrichtung der Landwirtschaft nicht funktionieren! Auch Deutschlands Nachhaltigkeitsstrategie hat Schlagseite, zumindest, wenn sie in Selbstausbeutung und massivem Strukturwandel mündet. Und so fordert der Schweizer Bauernverband verlässliche politische Rahmenbedingungen und Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit der Bäuerinnen und Bauern in der Gesellschaft. Wie es damit bei uns aussieht, wird der bevorstehende Bundestagswahlkampf zeigen.