BRS News
BRS begrüßt Kanibers Vorstoß: Ernährungssicherheit muss Teil der nationalen Sicherheitsvorsorge sein
Der BRS begrüßt die Forderung von Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber, die Lebensmittelversorgung stärker in der deutschen Sicherheitsvorsorge zu verankern. Damit bestätigt sie zentrale Anliegen, auf die der BRS bereits hingewiesen hat. Kaniber betont, dass Ernährungssicherheit bei der Erzeugung beginnt und heimische Produktionskapazitäten nicht kurzfristig wiederhergestellt werden können. Auch ihre Warnung vor einer wachsenden Importabhängigkeit durch den Abbau der Nutztierhaltung unterstreicht die Position des BRS. Denn die Tierhaltung sichert nicht nur die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln, sondern trägt auch wesentlich zu regionalen Nährstoffkreisläufen bei. Der BRS fordert deshalb verlässliche politische Rahmenbedingungen und langfristige Investitionssicherheit, um die heimische Nutztierhaltung wirtschaftlich tragfähig weiterzuentwickeln. Ernährungssicherheit muss ein fester Bestandteil der nationalen Sicherheitsvorsorge sein.
Studie: Pflanzenvielfalt und nachhaltige Weidewirtschaft stärken den Klimaschutz
Der Erhalt der Pflanzenvielfalt ist wichtig für den Klimaschutz und eine leistungsfähige Weidewirtschaft. Laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) könnten Grasländer mit stark verringerter Pflanzenvielfalt bis 2050 weltweit rund 15 Prozent weniger CO₂ aufnehmen. Vielfältige Wiesen und Weiden tragen dazu bei, die Produktivität der Flächen, die Kohlenstoffspeicherung im Boden und die Futtergrundlage für Weidetiere zu sichern. Eine nachhaltige Bewirtschaftung, die Pflanzenvielfalt erhält und Überweidung vermeidet, kann somit sowohl dem Klimaschutz als auch der Nutztierhaltung und den davon lebenden Menschen zugutekommen.
Initiative Milch Neues aus der Branchenkommunikation Milch
Die Initiative Milch 2.0 hat einen Relaunch ihrer Webseite aufgesetzt. Diese ist wie gewohnt unter initiative-milch.de erreichbar. Dazu kommt ein neuer Podcast #25 mit Landfluencerin Julia und Christoph Bossmann, Geschäftsführer der Molkerei Nordsee Milch eG zu dem Thema Zwischen Nordseewind und Melkstand – Wie die europäische Milchwirtschaft von der Küste bis in die Alpen funktioniert
. Zu dem Thema KI bzw. der Optimierung von Webinhalten für KI-Suchmaschinen (GEO - Generative Engine Optimization) hat die Initiative einen Leitfaden-Teil 1 KI-Guide – Wie Inhalte von ChatGPT, Gemini & Co. gefunden und verwendet werden
für die Akteure in der Milchwirtschaft erarbeitet. Weitere Informationen bietet die Pressemitteilung hier.
IDF: Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft: Ernährung, Umwelt und Innovation gemeinsam denken
VDM - Im Rahmen eines Fachworkshops in Udine diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, internationalen Organisationen und Milchwirtschaft, wie Ernährung, Umweltschutz und technologische Innovationen zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können. Anabel Mulet-Cabero betonte für die International Dairy Federation (IDF) die Bedeutung von Milchprodukten für gesunde und nachhaltige Ernährungssysteme. Weitere Themen waren die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Paris Dairy Declaration on Sustainability von IDF und FAO, die Reduzierung von Lebensmittelverlusten sowie technologische Innovationen. Auch der One Health
-Ansatz, der die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt verbindet, stand im Fokus. Der Workshop unterstrich die Bedeutung von Forschung, Wissenstransfer und internationalem Austausch für eine nachhaltige und innovative Milchwirtschaft.
Standard QM-Milch: Wasserversorgung im Roboterbereich
Mit der Revision des QM-Milch-Standards im Jahr 2026 wurde das Kriterium 3.1.5 um den Roboterbereich ergänzt. Gefordert ist eine geeignete und ausreichende Versorgung mit Wasser in Trinkwasserqualität. Somit gilt die Anforderung nicht nur für den Melkstand und den Anbindestall, sondern auch für Betriebe mit Melkroboter.
Großer Schweinetag Schleswig-Holstein 2026: Fachforen und Austausch in Futterkamp
Am 25. November 2026 findet im LVZ Futterkamp der Große Schweinetag Schleswig-Holstein statt. Drei Fachforen zu Fütterung, Marktentwicklungen und Betriebsführung bieten aktuelle Einblicke und Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
International Cattle & Pig Event 2026: EU-Nutztierstrategie im Fokus
Welche Auswirkungen hat die EU-Nutztierstrategie auf die Rinder- und Schweinehaltung in Europa? Darüber diskutieren Vertreter aus Politik und landwirtschaftlicher Praxis beim International Cattle & Pig Event am 11. November 2026 auf der EuroTier in Hannover. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) gehört zu den Mitveranstaltern.
Boehringer Ingelheim Beraterfortbildung „Aktuelles zur Schweineproduktion“ am 29. Oktober 2026 in Osnabrück
Am 29. Oktober 2026 findet an der Hochschule Osnabrück die Beratertagung Aktuelles zur Schweineproduktion
statt. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim durchgeführt. Interessierte können sich noch bis zum 19. Oktober online anmelden.
Boehringer Ingelheim Beraterfortbildung „Aktuelles zur Schweineproduktion“ am 22. Oktober 2026 in Münster-Wolbeck
Aktuelle Entwicklungen in der Schweineproduktion stehen im Mittelpunkt einer Beraterfortbildung am 22. Oktober 2026 im Gartenbauzentrum Wolbeck. Das Programm umfasst Fachvorträge zu Ferkelgesundheit, Fütterung, Schweinemarkt, Afrikanischer Schweinepest (ASP) und ökonomischen Fragestellungen.
Fünf Bundesländer übergeben gemeinsamen Forderungskatalog an die Bundesregierung
Die Agrarminister:innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben heute im Bundeskanzleramt einen gemeinsamen Forderungskatalog zur künftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) übergeben. Darin weisen sie auf die erheblichen Nachteile der derzeitigen Planungen für die ostdeutsche Landwirtschaft und die ländlichen Räume hin. Die fünf Länder bitten die Bundesregierung, die besonderen Strukturen und Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft bei den anstehenden Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU und die europäische Förderarchitektur ab 2028 angemessen zu berücksichtigen und auf eine entsprechende Kurskorrektur hinzuwirken. Im Mittelpunkt stehen drei gemeinsame Anliegen: Die GAP muss auch künftig finanziell verlässlich und auskömmlich ausgestattet sein und Planungssicherheit für die gesamte Förderperiode bieten. Eine verpflichtende Kappung und Degression der Einkommensstützung lehnen die fünf Länder ab. Zugleich soll die Förderung der ländlichen Entwicklung auch in der künftigen europäischen Förderarchitektur dauerhaft und mit ausreichenden finanziellen Spielräumen abgesichert werden.

Großer Schweinetag 2026