BRS News
Tierische Veredelung stärken – Ernährungssicherung gewährleisten
Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) spricht sich dafür aus, die gekoppelte Einkommensstützung in der GAP 2028–2034 gezielt um eine Veredelungskomponente für relevante Nutztierarten weiterzuentwickeln. Tierhaltende Betriebe sollen damit entsprechend ihrer Leistungen für Ernährungssicherung, Grünlandnutzung und weitere ökologische Funktionen stärker berücksichtigt werden.
vollständige Pressemitteilung mit den Forderungen des BRS finden Sie nachfolgend.
Computer Vision erkennt stressbedingte Verhaltensänderungen bei Schweinen
Forschende aus Südkorea und Bangladesch haben ein System entwickelt, das mithilfe von Computer Vision und maschinellem Lernen Verhaltensveränderungen bei Schweinen erfassen kann. Die Ergebnisse zeigen Potenzial für eine automatisierte Erkennung von Belastungssituationen wie Hitzestress, unzureichender Belüftung und Infektionen.
Online-Workshop „Krisenkommunikation in der Beratung“: Souverän handeln, wenn Gespräche emotional werden
Schwierige Marktverhältnisse, kontroverse Zukunftsbilder und zunehmende Anforderungen stellen Beratende vor besondere Herausforderungen. Im Online-Workshop lernen Sie, emotionale Reaktionen einzuordnen, schwierige Botschaften sicher zu vermitteln und auch in angespannten Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Der Workshop findet am 30. Oktober 2026 von 8:30 bis 12:00 Uhr online über Microsoft Teams statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 18 Personen begrenzt.
Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Schmachtenberg stellt Ernährungssicherheit und Zukunftsfähigkeit der Betriebe in den Mittelpunkt
Beim Landesbauerntag hat Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg die Bedeutung leistungsfähiger landwirtschaftlicher Betriebe für die Ernährungssicherheit betont. Angesichts von Kriegen, gestörten Lieferketten und Klimarisiken brauche Schleswig-Holstein eine starke heimische Landwirtschaft und verlässliche Rahmenbedingungen. Schmachtenberg sprach sich für eine verlässliche und ausreichend ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik, eine angemessene Honorierung zusätzlicher Leistungen für Tierwohl, Klima- und Umweltschutz sowie für den Abbau unnötiger Bürokratie aus. Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer und Bauernverband arbeitet das Land bereits an konkreten Entlastungen für die Betriebe. Auch die Tierhaltung sei ein wichtiger Bestandteil der heimischen Landwirtschaft: Rund 71 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Schleswig-Holstein halten Nutztiere. 2023 entfielen 52 Prozent des landwirtschaftlichen Produktionswerts auf tierische Erzeugnisse.
Europäisches Treffen der Tierzucht- und Besamungstechniker 2026 in NRW
Die Ständige Kommission der Europäischen Tierzucht- und Besamungstechniker hat sich in diesem Jahr im Kreis Soest (NRW) getroffen und über aktuelle Themen rund um die künstliche Besamung von Milch- und Fleischrindern ausgetauscht.
Ernährungssicherheit: Drei Anträge im Bundestagsausschuss abgelehnt
Der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat drei Anträge zur Stärkung der Ernährungssicherheit in Deutschland abgelehnt. Zur Abstimmung standen zwei Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie ein Antrag der AfD-Fraktion. Die Grünen forderten unter anderem eine stärkere ressortübergreifende Betrachtung der Ernährungssicherheit als Teil der Krisen- und Sicherheitspolitik. Im Mittelpunkt standen dabei eine krisenfeste Lebensmittelversorgung, klimaangepasste Landwirtschaft, Wassermanagement sowie die Entwicklung robuster und standortangepasster Sorten. Der AfD-Antrag zielte darauf ab, Ernährungssicherheit im Grundgesetz als Staatsziel zu verankern. Zudem sollten landwirtschaftliche Flächen und damit die heimischen Produktionsgrundlagen dauerhaft gesichert werden. Für die beiden Anträge der Grünen stimmten neben den Antragstellern die Abgeordneten der Linken. CDU/CSU, SPD und AfD lehnten sie ab. Der AfD-Antrag erhielt ausschließlich die Stimmen der eigenen Fraktion; CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke stimmten dagegen. Damit fand keiner der drei Vorschläge im Ausschuss eine Mehrheit.
ISN fordert Risikoausgleichsrücklage anlässlich der Agrarministerkonferenz
Die ISN Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. fordert anlässlich der Agrarministerkonferenz eine schnelle Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage und die dauerhafte Entfristung der Gewinnglättung. Die wirtschaftliche Lage vieler Schweinehalter sei angespannt: Sinkende Preise sowie hohe Produktions- und Energiekosten belasteten die Betriebe erheblich. Aktuell fehlten rund 55 Euro Erlös je Schwein. Die Betriebe brauchen jetzt finanzielle Luft zum Atmen
, betont ISN-Geschäftsführer Torsten Staack.
Trockensteherfütterung – einphasig oder zweiphasig?
Proteinmarkt - Die Gestaltung der Trockensteherfütterung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Stoffwechselstabilität, die Futteraufnahme und den erfolgreichen Start in die Laktation. In vielen Milchviehbetrieben sind zweiphasige Konzepte mit einer energieärmeren Frühtrockensteher- und einer Vorberreiterration etabliert. Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen setzen insbesondere kleinere Betriebe jedoch häufig auf einphasige Systeme. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob eine gezielte energetische Aufwertung der Ration in den letzten Wochen vor der Kalbung tatsächlich Vorteile hinsichtlich Futteraufnahme, Energiebilanz und Tiergesundheit bringt.
Anstieg der Wolfsrisse in Deutschland
Die Zahl der Wolfsrisse an Nutztieren hat in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. So stieg die Zahl der getöteten, verletzten und vermissten Tiere von 737 im Jahr 2015 auf 3.783 im Jahr 2025. Die überwiegende Mehrheit der Risse betraf Schafe (3.167), gefolgt von Gehegewild (303), Rindern (166), Ziegen (110) sowie anderen Tieren wie Pferden und Alpakas (37). Die meisten Nutztierrisse wurden in Niedersachsen verzeichnet, wo auch die meisten Wölfe ansässig sind. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Brandenburg und Sachsen. Aber auch das Saarland und die Stadtstaaten Bremen und Hamburg meldeten Wolfsrisse, obwohl dort noch keine dauerhaft lebenden Wölfe bekannt sind. Insgesamt wurden den Bundesländern im vergangenen Jahr 990 Wolfsübergriffe (teils mit mehreren gerissenen Tieren) gemeldet, 2015 waren es 199. Ein hundertprozentiger Schutz vor Wolfsrissen ist in der Weidetierhaltung nicht möglich, jedoch kann ein geeigneter wolfsabweisender Herdenschutzzaun Übergriffe reduzieren. Das Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) hat zu dem Thema eine Grafik veröffentlicht.
Digitaler Datenaustausch: Zwischenbilanz zur Vernetzung in der Landwirtschaft
Mitte September 2026 zogen die elf vom BMLEH geförderten Verbundforschungsprojekte zur Verbesserung des digitalen Datenaustauschs in der Landwirtschaft in Bonn eine Zwischenbilanz. Im Fokus steht die bessere Vernetzung digitaler Systeme entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Drei projektübergreifende Arbeitsgruppen entwickeln dazu Lösungen für Datenräume, Schnittstellen, Sensorik und praxisnahe Anwendungen. Erste Ergebnisse zeigen, wie Sensordaten künftig einfacher ausgetauscht und genutzt werden können. Damit sollen digitale Technologien schneller in die Praxis gelangen und Arbeitsabläufe effizienter und verlässlicher werden.

GAP 2028–2034
Online Trainingsworkshop Krisenkommunikation In Der Beratu