BRS News

21.05.2026

Brüssel kündigt Maßnahmen zur Stabilisierung der Düngemittelversorgung an

Wie die Europäische Kommission mitteilt, umfasst der vorgestellte Düngemittel-Aktionsplan unter anderem mögliche Liquiditätshilfen für landwirtschaftliche Betriebe, flexiblere Vorauszahlungen im Rahmen der GAP sowie Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Düngemittelversorgung. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.

 

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21.05.2026

EFSA veröffentlicht neuen Bericht zur Afrikanischen Schweinepest in Europa

Die European Food Safety Authority (EFSA) hat am 21. Mai 2026 ihren aktuellen epidemiologischen Bericht zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen in der Europäischen Union im Jahr 2025 deutlich angestiegen – von 333 Fällen im Vorjahr auf insgesamt 585 Ausbrüche. Besonders betroffen war Rumänien, auf das mehr als 80 % der gemeldeten Fälle entfielen.

 
21.05.2026

Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz startet in neue Berufungsperiode

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist zu seiner konstituierenden Sitzung in neuer Zusammensetzung zusammengekommen. Im Rahmen der Sitzung wählten die Mitglieder des Beirats Prof. Dr. Britta Renner und Frau Prof. Dr. Christine Wieck zu den neuen Vorsitzenden sowie Prof. Dr. Anette Buyken und Prof. Dr. Martin Banse zu den stellvertretenden Vorsitzenden.

 
21.05.2026

Weidezeit und Sommerfütterung im Fokus: SCHAUMANN kombiniert zwei bewährte Aktionen

Die Weide- und Sommermonate stellen besondere Anforderungen an die Versorgung und Leistungsfähigkeit von Rindern. Mit zwei bewährten Aktionen unterstützt Schaumann Landwirt:innen auch im Jahr 2026 gezielt bei der bedarfsgerechten Fütterung während dieser anspruchsvollen Jahreszeit. Im Fokus steht die Sommeraktion Rind 2026, die rinderhaltenden Betrieben gezielte Lösungen für die warmen Monate bietet. Hitze, Nacherwärmung und teilweise verringerte Futteraufnahme verlangen nach intelligenten Fütterungsstrategien. Im Aktionszeitraum vom 1. April bis zum 31. Juli 2026 gelten Aktionsvorteile auf ausgewählte Produkte zur Unterstützung von Stoffwechsel, Pansenstabilität und TMR-Stabilität, darunter RINDAVITAL VARIO PROTECT, RINDAVITAL PANSENFIT, RINDAMIN BP und SILOSTAR TMR PROTECT. Auch ökologisch zertifizierte Varianten sind Bestandteil der Aktion.

 
21.05.2026

Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen beim Ferkel – Versuchsdurchgang 2

Proteinmarkt - Seit Herbst 2021 ist der Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen (VTP) in der Tierernährung wieder erlaubt. Grundsätzlich dürfen VTP jedoch nicht an dieselbe Tierart verfüttert werden. Das bedeutet, dass VTP von Schweinen für Geflügelfutter und VTP von Geflügel für Schweinefutter verwendet werden dürfen. VTP sind jedoch nicht mehr mit den Fleisch- bzw. Fleischknochenmehlen aus der Zeit vor der BSE-Krise vergleichbar. Deshalb sind entsprechende Fütterungsversuche notwendig. In einem ersten Versuch mit Ferkeln am Staatsgut Schwarzenau wurden Rationen mit VTP und Rationen mit pflanzlichen Eiweißträgern (Sojaextraktionsschrot) verglichen. Das VTP wurde über ein Ergänzungsfutter eingesetzt. In diesem Versuch führte der Einsatz von VTP zu einer niedrigeren Futteraufnahme und Leistung. Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu Untersuchungen aus Köllitsch (Meyer und Olschewski, 2023), bei denen Geflügelmehl als Rationskomponente und nicht über ein Ergänzungsfutter eingesetzt wurde. In dem vorliegenden Versuch wurde das Geflügelmehl direkt in die Ration eingemischt, um geschmackliche Beeinträchtigungen durch weitere Bearbeitungsprozesse auszuschließen.

 
21.05.2026

Bundesverband Rind und Schwein richtet Anliegen an Minister Rainer

Im Zusammenhang mit der Anhörung zum Referentenentwurf des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes hat sich der Bundesverband Rind und Schwein gemeinsam mit weiteren Verbänden brieflich an Bundesminister Rainer gewandt. Die Verbände hatten eine umfassende und konstruktive Stellungnahme zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz erarbeitet, die bei den Mitgliedern der Regierungsfraktionen weitgehend auf Zustimmung stieß. Ziel war es, den Referentenentwurf praxisgerecht und bürokratiearm zu gestalten sowie mögliche Hindernisse für die Notifizierung auf europäischer Ebene frühzeitig zu identifizieren und zu beseitigen. Dabei orientierten sich die Verbände an der zugesagten stärkeren Einbeziehung der Wirtschaftskompetenzen. Mit der kurzfristig eingeleiteten Notifizierung des Entwurfs mussten die Verbände jedoch feststellen, dass ihre Vorschläge und Anmerkungen bislang keine Berücksichtigung gefunden haben. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei Hinweise zu Registrierung, Überwachung und den Anforderungen an Haltungsformstufen, einschließlich Sauen und Ferkeln, sowie weitere Änderungen, die die Praktikabilität und Umsetzbarkeit des Gesetzes betreffen. Vor diesem Hintergrund bittet der Bundesverband Rind und Schwein um ein persönliches Gespräch mit Minister Rainer, um das Vorgehen des Ministeriums zu besprechen und die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren zu erörtern.

 
21.05.2026

Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an wolfsabweisende Herdenschutzzäune

Wie lässt sich die Weidetierhaltung auch in Wolfsgebieten praktikabel und wirtschaftlich zumutbar gestalten? Antworten darauf gibt die neue, 24-seitige Broschüre Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an wolfsabweisende Herdenschutzzäune. Sie wurde vom Bundeszentrum Weidetiere und Wolf (BZWW) im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) entwickelt. Sie ist ab sofort im BLE-Medienservice abrufbar.

 
21.05.2026

Wenn der Stall zur Krisenzone wird - Junglandwirt:innen-Frühstück beim Deutschen Bauerntag

Tierseuchen treffen Betriebe ohne Vorwarnung. Dann läuft die Uhr: Tiere müssen gekeult werden, Märkte brechen weg und Existenzen geraten ins Wanken. Dafür braucht es klare Strategien, ehrlichen Austausch und vorbereitete Betriebe, sagt Lars Ruschmeyer vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL). Darum greifen der BDL und der Deutsche Bauernverband (DBV) dieses Thema beim Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg auf. Gemeinsam laden sie am 25. Juni 2026 von 7:30 bis 9:00 Uhr zum Junglandwirt:innen-Frühstück ein und stellen die Frage: Betriebe schützen heißt Zukunft sichern – wie sind wir für Tierseuchen gewappnet? Anmeldungen sind bis zum 3. Juni 2026 per E-Mail an bauerntag@bauernverband.net möglich.

 
20.05.2026

EU-Ökoverordnung - Lässt sich der Zeitplan halten?

AgE - Wird bis zum Jahresende eine Einigung über die Anpassung der EU-Ökoverordnung erzielt? Das scheint aktuell nicht sicher. Das Europaparlament will erst im September seine Position für die Verhandlungen mit der EU-Kommission und dem Rat festlegen. Einer der Streitpunkte ist das Thema Weidehaltung bei Milchkühen. Nachdem EU-Agrarkommissar Christos Stylianides nun doch keine Ausnahmeregelung vorgeschlagen hat, will man auf konservativer Seite jetzt die Vorgaben im EU-Ökorecht abschwächen. Aus Teilen der EVP heißt es, man könne sich vorstellen, modernere überdachte Ausläufe für Milchkühe im künftigen EU-Ökorecht dem Weidezugang gleichzusetzen.

 
20.05.2026

Kreislaufwirtschaft - Was passiert mit den Reststoffen aus der Lebensmittelherstellung?

Mit dem Beitrag Was passiert mit den Reststoffen aus der Lebensmittelherstellung? greift das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BIZ) das wichtige Thema der Kreislaufwirtschaft auf. In der Lebensmittelindustrie fallen große Mengen an Biomasse-Reststoffen an, vor allem in der Öl-, Zucker- und Getreideverarbeitung sowie in der Fleisch- und Milchproduktion. Etwa 78 % werden stofflich genutzt, meist als Futtermittel, und überwiegend regional verwertet, da ein Transport über weite Strecken oft unwirtschaftlich ist. Typische Reststoffe sind Trester, Biertreber, Kleie, Rübenschnitzel oder Kartoffelpülpe. Nutztiere spielen eine bedeutende Rolle bei der Verwertung dieser Ressourcen und sind unverzichtbar für den landwirtschaftlichen Nährstoffkreislauf.