BRS News
EU-Mercosur-Abkommen tritt ab 1. Mai vorläufig in Anwendung
Das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten kann ab dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet werden. Wie die European Commission auf ihrer Homepage mitteilt, wurden die Partnerländer über die vorläufige Anwendung des Interims-Handelsabkommens informiert. Damit können erste Handelserleichterungen wie der schrittweise Abbau von Zöllen greifen, während die vollständige Ratifizierung innerhalb der EU noch aussteht.
DigiMilchPro: Digitalisierung der Milchviehhaltung weitergedacht
Mit der Kickoff-Veranstaltung am 27. April 2026 im LfL-Forum in Grub/Poing ist das Forschungsprojekt DigiMilchPro offiziell gestartet. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Industrie und Organisationen nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur gemeinsamen Ausrichtung der kommenden Projektarbeit. Auch Ursula Güttersberger und Carmen Natterer vom VMB begleiteten den Auftakt vor Ort.
Potenzial von Grünland bestmöglich nutzen
Wiesen und Weiden prägen seit Jahrhunderten das Gesicht unserer Kulturlandschaft. Grünland war und ist eine der tragenden Säulen der Landwirtschaft und dient den landwirtschaftlichen Betrieben bis heute als wichtigste nachhaltige Futterquelle
, so LfL-Präsident Stephan Sedlmayer. Daneben rücken Leistungen wie eine positive Klimawirkung, ein Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Vermeidung von Nahrungskonkurrenz sowie die Bedeutung für die biologische Vielfalt in den Vordergrund. Entsprechend dieser Bedeutung ist das Grünland auch in der institutsübergreifenden Forschung der LfL ein eigener Arbeitsschwerpunkt geworden. Technische Innovationen haben die Weidewirtschaft stark verändert – sowohl bei der Ernte und der Gülleausbringung als auch bei der Silage. Dadurch ist die Grünlandbewirtschaftung effizienter und nachhaltiger geworden. Die Forscherinnen und Forscher der LfL sind bereits intensiv damit beschäftigt, Antworten auf neue Herausforderungen zu finden und zukunftsfähige Strategien zu entwickeln, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
Gemeinsam für die Zukunft der Sauenhaltung: Übergabe unseres Verbändepapiers
Unser Vorstand Jürgen Langreder war gestern vor Ort bei der Mitgliederversammlung der AEF. Im Rahmen der Veranstaltung hatten wir die Gelegenheit, gemeinsam mit unseren Partnern das Verbändepapier Nationales Sonderprogramm Sauenhaltung
zu überreichen.
Als Mitautor dieses wichtigen Positionspapiers setzen wir uns aktiv für die Zukunft der Sauenhaltung ein und bringen unsere Perspektiven in den politischen Dialog ein.
Ein starkes Signal für Zusammenarbeit und Engagement – wir bleiben dran!
Rapsextraktionsschrot stabil verfüttert
Den Ergebnissen des deutschlandweiten Monitorings der Fütterungsreferenten aus dem Jahr 2025 zufolge wurde Rapsextraktionsschrot stabil verfüttert. Der Winterrapsanbau zur Ernte 2026 wurde ausgeweitet: Mit 1,10 bis 1,15 Millionen Hektar liegt die Aussaatfläche leicht über der diesjährigen Erntefläche. Gute Erträge dürften die Landwirte dazu bewogen haben, ihre Anbauplanung entsprechend anzupassen. Hinzu kam, dass die Bedingungen Ende August bis Anfang September größtenteils günstig waren. Das berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. in ihrer Prognose zur Anbauentwicklung für das Jahr 2026.
Sicherung der Agrarverwaltung trotz Haushaltskürzungen
SuS, Ausgabe 2.2026 - Die Kürzungen im Bundeshaushalt 2026 betreffen nicht nur Förderprogramme, sondern auch Personalstellen in Ministerien und Behörden, die sich mit Landwirtschaft und Tierhaltung beschäftigen. Gestrichene Stellen bedeuten, dass Verantwortlichkeiten und Aufgaben neu verteilt werden müssen. Durch die Sparmaßnahmen sind unter anderem das Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung (BUT) sowie Fördermaßnahmen in Digitalisierung und Innovationsprogramme betroffen, die weniger Mittel erhalten oder vorzeitig beendet werden.
Regionalisierungsabkommen mit China voranbringen
SuS, Ausgabe 2.2026 - Bundeskanzler Friedrich Merz hat wichtige Vorarbeit für ein Regionalisierungsabkommen mit China geleistet. China war über viele Jahre einer der bedeutendsten Absatzmärkte für deutsches Schweinefleisch. Ein neues Abkommen könnte dazu beitragen, diesen Markt perspektivisch wieder zu erschließen und Exporte erneut zu ermöglichen. Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer setzt darauf, internationale Märkte zu stärken, um die Erlössituation der Landwirte zu verbessern und der Branche mehr Stabilität zu geben – so aktuell geschehen in Südafrika, wo sich der Minister ebenfalls für die Ausarbeitung eines Regionaliserungsabkommens einsetze. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) beteiligte sich an der Wirtschaftsdelegation und wirkte daran mit, Exportzertifikaten zu finalisieren.
Tag des Wolfes: 26 Rudel in Mecklenburg-Vorpommern
Anlässlich des internationalen Tag des Wolfes
zieht das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern eine aktuelle Bilanz zum Wolfsmanagement im Land und stellt zugleich wichtige Weichen für die Zukunft. Dazu gehört auch die organisatorische Weiterentwicklung des Wolfskompetenzzentrums, dessen Arbeit künftig im Ministerium gebündelt wird. Der Wolf ist Teil unserer heimischen Natur. Gleichzeitig stellt seine Rückkehr uns vor neue Herausforderungen, die wir verantwortungsvoll gestalten müssen
, erklärte Umweltminister Dr. Till Backhaus. Nach aktuellen Monitoringdaten für 2025/26 werden im Land 26 Wolfsrudel und zwei Paare (2024/25: 28 Rudel, 5 Paare, ein Einzeltier) nachgewiesen. Das laufende Monitoring zeigt, dass sich die Population stabil bleibt. Parallel dazu ist auch die Zahl der Nutztierschäden gestiegen. Seit 2007 wurden landesweit mehr als 3.000 Nutztiere bei Wolfsübergriffen getötet oder verletzt. Die Kompensationszahlungen summieren sich auf über 270.000 Euro.
ITW-Haltungsform 3 und 4 – Futter-Regionalität als weitere Hürde?
SuS, Ausgabe 2.2026 - Die Initiative Tierwohl (ITW) hat einen Kriterienkatalog erarbeitet, um auch die sogenannten höheren
Haltungsformen (Frischluftstall, Auslauf/Weide) abdecken zu können. Grundlage hierfür ist unter anderem die QS-Haltungsform. In dieser sind die Kriterien Regionalität
und GVO-Freiheit
bereits seit Langem verankert.
BUT-Gelder reichen voraussichtlich nicht aus
SuS, Ausgabe 2.2026 - Das Bundesprogramm zum Umbau der Tierhaltung (BUT) läuft Ende August 2026 aus. Ob die Antragsfrist doch noch einmal verlängert wird, ist immer wieder Diskussionsthema. Ein konkreter Entwurf hierfür liegt jedoch nicht vor und nach Einschätzung des Bundesverbands Rind und Schwein e.V. (BRS) sollte auch nicht mehr darauf spekuliert werden.
