BRS News

15.10.2026

Proteinmarkt: Ergebnisse der Futterroggensilage 2026

Futterroggen (Grünroggen) ist eine klassische Winterzwischenfrucht, die Ende September bis Anfang Oktober gedrillt wird. Der Erntezeitpunkt sollte zum Beginn des Ährenschiebens, also in einem Bereich zwischen 20-22 % Rohfaser liegen. Dies ist gewöhnlich Mitte April bis spätestens Ende April möglich. Der sehr frühe Erntezeitpunkt führt zu einer Entzerrung der Grünfutterernte, da nach der Ernte des Futterroggens die Ernte des Weidelgrases und danach die Ernte auf dem Dauergrünland erfolgen kann. Die abgeerntete Fläche kann anschließend für den Anbau von Zweitfruchtmais verwendet werden. Der Vorteil dieser Verfahrensweise liegt in einer hohen Produktivität der Fläche, Vermeidung von Stickstoffauswaschungen (Nitratgebiete!) und der allgemeinen Forderung nach Begrünung der Winterbrache. Ein weiterer Vorteil liegt in der starken Konkurrenz und damit Unterdrückung von Unkräutern. Aufgrund seines sehr schnellen Wasserwachstums können hohe Erträge erzielt werden
(50 – 70 dt/ha).

 
15.10.2026

Stellenausschreibung einer Fachbereichs- und Referatsleitung am LAZBW

Beim Landwirtschaftlichen Zentrum für Rinderhaltung, Grünlandwirtschaft, Milchwirtschaft, Wild und Fischerei Baden-Württemberg (LAZBW) ist am Standort Aulendorf zum nächstmög-lichen Zeitpunkt die Stelle der Leitung des Fachbereichs 2 Management, Rinderzucht, Haltungssysteme in Verbindung mit der Leitung des Referats 21 Rinderzucht, Leistungsprüfungen, Rindermast (w/m/d) mit einer Beamtin/einem Beamten oder einer/einem Beschäftigten des höheren landwirt-schaftlichen Dienstes unbefristet zu besetzen.

 
15.10.2026

Gemeinsam mehr Gewicht für die Schweinebranche

SuS 5.26

Zeitschrift SUS – Schweinezucht und Schweinemast wird als Leitmedium der Schweinhalter weiter ausgebaut - Partnerschaft von BRS und LV wird um ISN erweitert

Die Zeitschrift SUS – Schweinezucht und Schweinemast wird als unabhängiges, fachlich fundiertes und reichweitenstarkes Branchen- und Leitmedium weiterentwickelt, um die Schweinehalter in Deutschland künftig noch kompetenter und umfassender zu informieren und deren Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit noch klarer und fokussierter zu vertreten. Dazu holen sich der Bundesverband Rind und Schwein (BRS: Eigentümer der SUS) und der Landwirtschaftsverlag Münster (LV: Herausgeber der SUS) mit der Interessengemeinschaft der Schweinhalter Deutschlands (ISN) einen starken Kooperationspartner an Bord.

 
13.10.2026

QS Qualität und Sicherheit feiert 25 jähriges Jubiläum

Die QS Qualität und Sicherheit GmbH hat am 13.10.2026 mit einer Jubiläumsveranstaltung im Kunstmuseum Bonn ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Vertreter:innen aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Handel, Wissenschaft und Politik würdigten die Entwicklung des QS-Systems, das seit seiner Gründung im Jahr 2001 für transparente und verlässliche Qualitätssicherung bei frischen Lebensmitteln steht. Ursprünglich als Antwort der Wirtschaft auf die BSE-Krise entstanden, hat sich QS innerhalb von 25 Jahren zur wichtigsten Branchenplattform für Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung in Deutschland entwickelt.

 
12.10.2026

Stabile Nachfrage nach Schweinefleisch

SuS, Ausgabe 5.2026 - Der Schweinefleischkonsum in Deutschland zeigt sich stabiler, als manche Entwicklungen der vergangenen Jahre vermuten lassen. Zwar ist der Pro-Kopf-Verbrauch langfristig zurückgegangen, zuletzt hat er sich jedoch auf einem vergleichsweise konstanten Niveau eingependelt. 2025 wurden durchschnittlich 28,3 Kilogramm Schweinefleisch pro Person verzehrt. Damit bleibt Schweinefleisch mit einem Anteil von knapp 52 Prozent die wichtigste Fleischart in Deutschland. Auch der Blick auf das laufende Jahr stimmt zuversichtlich: Der endgültige Pro-Kopf-Verbrauch für 2026 wird zwar erst nach Jahresende feststehen. Die bisherigen Entwicklungen bei den Schweineschlachtungen deuten jedoch darauf hin, dass Schweinfleisch weiterhin ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan ist. Für die Schweinebranche ist das eine positive Nachricht!

 
12.10.2026

Deutschland braucht einen neuen Zerlegeversuch

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die gewebliche Zusammensetzung des Schweineschlachtkörpers bildet eine zentrale Datengrundlage für die Schlachtkörperbewertung, die Zucht und die Verarbeitung. Der letzte umfassende, repräsentative Zerlegeversuch liegt Jahre zurück. Seitdem haben sich Genetik, Fütterung, Zuchtziele und die Anforderungen der Fleischwirtschaft weiterentwickelt. Ob die bisherigen Daten die heutige Schweinepopulation noch ausreichend abbilden, ist daher eine berechtigte Frage. Ein neuer Zerlegeversuch würde aktuelle und belastbare Daten unteranderem über Fleisch, Fett, Knochen, Sehnen und Schwarte liefern. Diese Daten sind notwendig, um bestehende Klassifizierungs- und Schätzformeln zu überprüfen und an die heutige Schweinepopulation anzupassen.

 
12.10.2026

Europarecht – GMO und EmpCo

SuS, Ausgabe 5.2026 - § 168 der Gemeinsamen Marktordnung soll als ein Instrument zur Stärkung der Stellung landwirtschaftlicher Erzeuger innerhalb der Wertschöpfungskette dienen. Durch verbindlichere und transparentere Vertragsbeziehungen sowie die Bündelung des Angebots über Erzeugerorganisationen soll die strukturell schwächere Verhandlungsposition der landwirtschaftlichen Betriebe gegenüber Verarbeitung und Handel verbessert werden. Die Vorschrift beeinflusst damit nicht nur die Vertragsgestaltung, sondern mittelbar auch die Verteilung von Risiken, Verhandlungsmacht und Wertschöpfung entlang der Agrar- und Lebensmittelkette. Was zunächst gut gemeint ist, muss jedoch kritisch hinterfragt werden. Nur weil durch die Anwendung dieses Rechtsaktes eine Vertragspflicht besteht, heißt dies noch lange nicht, dass der Vertrag auch beide Parteien zufriedenstellt. Fakt ist, dass aktuell ein sehr großes Ungleichgewicht in der Vertragsgestaltung vorherrscht und einzelne Akteure dies auch bewusst auskosten. Wie Deutschland mit dieser europäischen Rahmengesetzgebung umgehen wird und ob auch vertragliche Mindestanforderungen seitens des Bunds erlassen werden könnten, steht aktuell noch zur Diskussion.

 
12.10.2026

Umbau der Tierhaltung – Antragsfrist endete im August

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Enttäuschung über das vorzeitige Aus des Bundesprogramms Umbau Tierhaltung (BUT) wurde immer wieder erklärt, denn der Rückfall zum Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) ist in den allermeisten Regionen Deutschlands ein erheblicher Rückschritt und damit eine Stallbaubremse. Auch die Erweiterung des potenziellen Fördertopfs in Niedersachsen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass durch eine gleichzeitige Anhebung der Förderbedingungen fast kein Landwirt in der Lage sein wird, Geld aus dem Programm zu beziehen. Im September 2026 kann zum BUT vorläufig zusammengetragen werden, dass von den 974 gestellten Anträgen zu diesem Zeitpunkt 492 bewilligt wurden. Die Höhe der beantragten Zuwendungen liegt bei rd. 806,6 Mio. €. Niedersachsen ist mit 333 Förderanträgen der größte Antragssteller, darauf folgt Nordrhein-Westfalen mit 249 Anträgen, Bayern (136) und Baden-Württemberg (131) liegen auf einem gleichen Niveau. 376 Landwirte beantragten eine Fördersumme von 500.000 – 2 Mio. €, 325 Landwirte beantragten eine Fördersumme von über 2 Mio. €, unter 500.000 € wurden von 133 Landwirten beantragt und über 5 Mio. € von 22 Landwirten. Viele Anträge befinden sich nun noch in der Prüfung – wann der finale Strich unter das Zahlenwerk gemacht werden kann, ist derzeit noch nicht abzusehen.

 
12.10.2026

ITW stellt die Weichen

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Diskussionen um die nahe Zukunft der ITW sind beendet. Landwirtschaft, Schlachtung und der Lebensmitteleinzelhandel einigten sich im August auf eine Fortführung des Fonds und damit eine Verschiebung der Umsetzung des Wirtschaftsmodells bis zum Mai 2027. Hierfür werden Gelder genutzt, die bei der ITW schon vorliegen. Wichtig an dieser Stelle ist aber, dass sich alle Beteiligten für die Umsetzung der Nämlichkeit und des Wirtschaftsmodells aussprechen. Ein Abweichen oder zurückrudern kann hierbei nicht erwartet werden. Zuletzt erhöhte sich der Grad der Nämlichkeit erheblich durch verschiedene Informationsveranstaltungen und Aufrufe sich mit der Thematik zu beschäftigen. Fakt ist aber, dass die Verfügbarkeit nämlicher Ware regional sehr unterschiedlich ausfällt. Der nächste wichtige Meilenstein der ITW wird die Verlängerung / Neufassung der Branchenvereinbarung sein. Die bisherige Vereinbarung läuft Ende 2027 aus. Akteure der Landwirtschaft, Schlachtung und des LEH arbeiten an einer Fortführung.

 
12.10.2026

GAP 2028: Ökologie, Ernährung und Tierhaltung ausgewogen fördern

SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Neuausrichtung der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 wird derzeit diskutiert. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert eine ausgewogene Förderung der unterschiedlichen Leistungen der Landwirtschaft. Neben Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsleistungen müssten auch die Erzeugung heimischer Lebensmittel, Ernährungssicherung und der Erhalt einer leistungsfähigen Nutztierhaltung stärker berücksichtigt werden. Aus Sicht des BRS steht die heimische Produktion tierischer Lebensmittel nicht im Gegensatz zu ökologischen Zielen. Im Gegenteil, sie ist ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und resiliente Agrarstrukturen. Um den Strukturwandel in der Nutztierhaltung aufzuhalten und Investitionen in Tierwohl und zukunftsfähige Haltungssysteme zu ermöglichen, schlägt der BRS eine Weiterentwicklung der Förderung vor. Kernpunkt ist eine Veredelungsprämie für Nutztiere, die unabhängig von der Tierart gezahlt werden soll und sich durch eine Neujustierung bisheriger Direktzahlungen finanzieren lässt.