BRS News Rind
Sachverständige sind sich uneinig über den Weg zu mehr Tierschutz
In einer zweistündigen Anhörung am Montag, dem 13. April 2026, hat sich der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat mit dem Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel Ein Tierschutzgesetz, das Tiere wirksam schützt
beschäftigt. Die Einschätzungen des aktuellen Status quo im Tierschutz sowie die daraus abgeleiteten Forderungen, die in dem Oppositionsantrag enthalten sind, wurden von den Sachverständigen unterschiedlich bewertet. Während Tierschutzorganisationen strengere Regeln im Tierschutzgesetz fordern, warnen Tierhalter vor einer Verlagerung der Lebensmittelproduktion aus Deutschland. Dr. Nora Hammer, Geschäftsführerin des BRS, nahm an der Sitzung teil und merkte an, dass wirtschaftliche Interessen nicht grundsätzlich im Widerspruch zum Tierschutz stehen.
Uni Hohenheim legt Bioökonomie-Lehrbuch neu auf
Die Bioökonomie ist nicht nur ein globaler Trend, sondern der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ernährungssicherheit steigt die Nachfrage nach Fachkräften mit interdisziplinärem Wissen. Eine fundierte und umfassende Beschreibung aller Aspekte einer nachhaltigen Bioökonomie bietet das englischsprachige Lehrbuch, das die Universität Hohenheim in Stuttgart unter der Federführung von Prof. Dr. Iris Lewandowski jetzt in einer zweiten, stark erweiterten Auflage herausgebracht hat. Dabei beschreiten Verlag und Herausgeber auch didaktisch neue Wege. Unter dem Titel Bioeconomy – Advancing the Transition to a Sustainable, Biobased Economy bietet das Buch wertvolle Informationen für Studierende, Fachleute und alle anderen Interessierten.
Bundesminister Alois Rainer zum Beschluss der Koalition zur Energiesteuer
Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gegenüber dem BRS mitteilt, hat Bundesminister Alois Rainer den Beschluss der Koalition, die Energiesteuer vorübergehend zu senken, wie folgt kommentiert: Die Senkung der Energiesteuer ist ein notwendiger Schritt – und sie kommt dort an, wo sie gebraucht wird: bei den Menschen und bei unseren Betrieben. Weniger Kosten für Diesel und Benzin entlasten unsere Landwirtschaft unmittelbar und wirken sich entlang der gesamten Lebensmittelkette bis in den Supermarkt aus. Eine niedrigere Energiesteuer hilft zudem den Menschen im ländlichen Raum, für die das Auto tagtäglich unverzichtbar ist. Wir setzen damit ein klares Zeichen. Wer Versorgungssicherheit ernst meint, muss die Landwirtschaft insgesamt stärken – mit weniger Bürokratie, fairen Wettbewerbsbedingungen und echten Perspektiven für die Betriebe im ländlichen Raum. Diesen Kurs müssen wir jetzt konsequent weitergehen, denn ohne eine starke Landwirtschaft gibt es keine Versorgungssicherheit in unserem Land.
Tierschutzgesetz in der Diskussion: Zwischen Anspruch und Umsetzbarkeit
Die aktuelle Anhörung im Bundestag zur Reform des Tierschutzgesetzes hat erneut gezeigt, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die Weiterentwicklung des Tierschutzes in Deutschland sind.
R+V: KfZ-Beitragsgarantie
Die R+V-Versicherung informiert in einer Pressemeldung darüber, dass die Kosten für eine Kfz-Versicherung durch einen frühzeitigen Versicherungsabschluss bereits jetzt für 2027 reduziert werden können. Die R+V garantiert für ihre Kfz-Versicherung eine berechnete Prämie zum Versicherungsbeginn, unabhängig ob die Tarife ansteigen, wenn eine Kfz-Versicherung bis zum 30. September 2026 abgeschlossen und für zukünftige Beginne in 2026 und zum 1. Januar 2027 beantragt ist.
Forschungsmagazin "Lab & Land" der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Das neue Forschungsmagazin "Lab & Land" der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ist jetzt online. Das Magazin informiert darüber, wie die Forschung an Hochschule die Prinzipien der Nachhaltigkeit in Gesellschaft und Wirtschaft verankert. Komplexe Studien in verständlicher Sprache sollen zeigen, wie angewandte Forschung Antworten auf drängende Fragen liefert. Mit dabei ist auch das Projekt Farmer of the Future
AGRILL 2026 - Neuer Termin für das digitale Pressegespräch
Wenn Landwirtinnen und Landwirte im April zum Grillen einladen, dann ist wieder AGRILL-Zeit. Hinter diesem Wortspiel steckt eine bundesweite Aktion, bei der landwirtschaftliche Betriebe ihre Höfe öffnen und Verbraucherinnen und Verbraucher zu Gesprächen über Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion einladen. Auch 2026 finden im April wieder zahlreiche AGRILL-Grillaktionen statt. Ergänzend dazu startet in diesem Jahr erstmals eine bundesweite Sonderaktion rund um die Ernte. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Welche Rolle spielt die heimische Landwirtschaft für unsere Lebensmittelversorgung?
Zum Auftakt der Aktion findet am Dienstag, den 15.04.26 um 14 Uhr ein virtuelles Pressegespräch statt. Martin Coubier von DER AGRARHANDEL – Bundesverband Agrarhandel und Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. – gibt einen Impuls zur aktuellen Lage in der Frühjahrsbestellung. Weitere wichtige Themen des Pressegesprächs sind:
• Rückblick AGRILL 2025
• AGRILL 2026: – Die neue Sonderaktion zur Ernte 2026
• 100 Höfe gesucht: – Wie landwirtschaftliche Betriebe teilnehmen können
Für weniger Bürokratie und mehr Wettbewerbsfähigkeit: BMLEH übermittelt Vereinfachungsvorschläge zur EUDR nach Brüssel
Deutschland hat der Europäischen Kommission einen eigenen Vorschlag für die weitere Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) übermittelt. Damit liegen nun Vorschläge auf dem Tisch, wie die EUDR praxistauglich und ohne neue Belastungen für die Wirtschaft umgesetzt und weiterentwickelt werden kann.
Kraiburg Elastik mit zwei Stellenausschreibungen
Die Gummiwerk KRAIBURG Elastik GmbH & Co. KG hat folgende Stellen ausgeschrieben:
Inhaltsstoffe von Körnerleguminosen 2025 deutschlandweit geprüft
Körnerleguminosen als auflockerndes Glied in der Fruchtfolge waren lange Zeit beliebte Futtermittel für Schweine und Rinder und wichtiger Bestandteil der Fruchfolge. Durch günstige Sojaimporte und ackerbauliche Herausforderungen verlor ihr Anbau jedoch an Bedeutung. Aktuelle Debatten sowie neue Förderprogramme der GAP rücken sie wieder stärker in den Fokus – mit steigenden Anbauflächen als Folge.
