BRS News Rind
FLI weist neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe bei Rindern in Deutschland nach
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in Proben erkrankter Rinder aus Süddeutschland ein bislang nicht näher charakterisiertes Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen. Nach dem erstmaligen Auftreten des Schmallenberg-Virus im Jahr 2011 gibt es damit erneut gesicherte Hinweise auf die Einschleppung eines neuen Virus dieser Gruppe nach Deutschland. Das neu nachgewiesene Virus zeigt in allen drei Segmenten die höchste Verwandtschaft zu Shamonda-Virus. Viren der Simbu-Serogruppe kommen vor allem in Afrika, Asien und Australien vor. Sie werden, ähnlich wie das Virus der Blauzungenkrankheit und das Schmallenberg-Virus, durch blutsaugende Gnitzen der Gattung Culicoides übertragen. Infiziert werden überwiegend Wiederkäuer, insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen.
Auktionsvermarktungszahlen im zweiten Quartal 2026
Im zweiten Quartal 2026 wird die Martklage für Zuchttiere erneut von der Kombination aus niedrigeren Milchpreisen und steigenden Energiekosten sowie von der Sorge um Futterknappheit beeinflusst. Insgesamt hält sich das Preisniveau für abgekalbte Färsen, Mehrkalbskühe, Jungtiere und Zuchtbullen auf einem vergleichbaren Niveau zum ersten Quartal.
Online-Fachreihe 2026: Zukunft Grünland – Leistungen, Potenziale und Perspektiven
AgrarBündnis e. V. lädt im September 2026 zu einer vierteiligen Online-Fachreihe rund um das Thema Zukunft Grünland
ein. Im Mittelpunkt stehen Grünland und Weidehaltung im Spannungsfeld von Landwirtschaft, Biodiversität, Klimaschutz und Agrarpolitik. Die Veranstaltungen finden am 9., 11., 23. und 25. September 2026 jeweils von 9:30 bis 12:15 Uhr online statt. Die Fachreihe beleuchtet aktuelle Entwicklungen und diskutiert Perspektiven für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Grünland und Weidehaltung.
Hitzewelle beeinträchtigt Milchleistung: Erholung hängt von Laktationsstadium und Leistungsniveau ab
VDM - Alberto Stanislao Atzori und seine Mitautoren von der Universität Sassari (Italien) veröffentlichten am 27. Juli 2026 im Journal of Dairy Science
eine Studie, in der sie die Auswirkungen einer Hitzewelle im August 2022 auf 305 Milchkühe in vier italienischen Betrieben untersuchten. Die Auswertung zeigt, dass vor allem das Laktationsstadium und die Ausgangsleistung die Höhe der Milchverluste und die Erholungsfähigkeit beeinflussen. Kühe in der frühen Laktation erholten sich schneller, während Kühe in der späten Laktation die größten Einbußen verzeichneten. Hochleistende Kühe verloren zwar insgesamt mehr Milch, hielten aber ein höheres Produktionsniveau. Weitere Details zu den Ergebnissen und den verwendeten Resilienzindikatoren finden sich im vollständigen Artikel.
FAO: Globaler Aktionsplan für eine nachhaltige Transformation der Nutztierhaltung verabschiedet
VDM - Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat am 24. Juli 2026 bekannt gegeben, dass der Global Plan of Action for Sustainable Livestock Transformation
vom FAO-Ausschuss für Landwirtschaft (COAG) verabschiedet wurde. Der erstmals weltweit abgestimmte Aktionsplan soll als strategischer Rahmen für die nachhaltige Transformation des Nutztiersektors dienen. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der Ernährung, die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Verbesserung der Tiergesundheit sowie der Schutz von Klima und Biodiversität. Weiterführende Informationen finden sich im veröffentlichten Beitrag der FAO sowie in den dort verlinkten Dokumenten.
Wetterkapriolen verändern den Milchmarkt
Der Verband der Milcherzeuger Bayern weist darauf hin, dass Trockenheit, Hitze und regional schwere Hagelereignisse die Erntesaison in vielen Teilen Bayerns und Deutschlands prägen. Während die ersten Grünlandschnitte vielerorts noch zufriedenstellende Erträge lieferten, bremsen ausbleibende Niederschläge inzwischen das Wachstum der Folgeschnitte, regional kommen erhebliche Hagelschäden hinzu. Gleichzeitig steigt mit der Trockenheit das Risiko für Feld- und Vegetationsbrände. Für Milchviehbetriebe sind solche Wetterextreme längst keine Ausnahme mehr. Nach Hochwasserereignissen und wiederkehrenden Trockenperioden gehört ein konsequentes Risikomanagement heute zur Betriebsführung. Viele Betriebe bauen daher in guten Erntejahren gezielt Futterreserven auf, um Ertragseinbußen auszugleichen und die Versorgung ihrer Herden zu sichern. Dennoch lassen sich extreme Witterungsverläufe nicht vollständig kompensieren: Schwächere Zweit- und Drittschnitte oder durch Trockenheit und Hagel geschädigte Silomaisbestände erhöhen den Bedarf an zugekauftem Grund- und Kraftfutter – und damit den wirtschaftlichen Druck auf die Milchviehbetriebe.
Ceva-Blog für Rindergesundheit - Pansenazidose bei Milchkühen
Der Ceva Blog für Rinderrgesundheit hat einen neuen Beitrag zum Thema Pansenazidose veröffentlicht. Eine leicht sinkende Milchleistung, unruhige Kühe oder ein uneinheitliches Fressverhalten am Futtertisch wirken auf den ersten Blick oft unauffällig. Treten diese Veränderungen jedoch gemeinsam auf, können sie auf eine Störung des empfindlichen Gleichgewichts im Pansen hinweisen. Hinter diesen unspezifischen Anzeichen steckt nicht selten die subakute Pansenazidose (SARA) – eine der häufigsten und zugleich am meisten unterschätzten Stoffwechselstörungen in der modernen Milchviehhaltung. Aufgrund ihres schleichenden Verlaufs bleibt sie häufig lange unerkannt und kann die Tiergesundheit, das Tierwohl sowie die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Milchviehbetriebs erheblich beeinträchtigen.
Blauzungenkrankheit: Aufhebung der Verbringungsregelungen und der erweiterten Restriktionszone
Nur noch der Landkreis Göttingen und Teile der Landkreise Goslar, Holzminden und Northeim von der BTV-8-Restriktionszone betroffen.
Britische Milchviehbestände: Weniger Färsen durch steigende Rindfleischpreise und veränderte Zuchtentscheidungen
Die Zahl der weiblichen Milchkälber in Großbritannien geht seit 2022 zurück. Grund dafür sind die hohen Rindfleischpreise und veränderte Zuchtstrategien: Immer mehr Milchviehhalter setzen auf die Erzeugung von Kreuzungskälbern aus der Milch- und Fleischrinderzucht anstelle von Nachzuchtfärsen. Da dadurch weniger Ersatztiere in die Herden nachrücken, setzt sich der langfristige Rückgang des nationalen Milchkuhbestands fort. Dies wirft die Frage auf, ob künftig ausreichend Milchkühe zur Verfügung stehen werden, um die Nachfrage zu decken.
Kostenloses Online-Seminar zu EUDR-Anforderungen in der Futtermittelwirtschaft
Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH am 28. Juli 2026 mitteilt, bietet die QS-Akademie ein kostenloses Online-Seminar zur Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) an. Die Verordnung bringt für betroffene Unternehmen der Futtermittelwirtschaft neue Anforderungen an die Lieferketten und die betriebliche Dokumentation mit sich.

FAO Sub Committee On Livestock Draft Global Plan Of Action For Sustainable Livestock Transformation