BRS News Rind
Epizootische Hämorrhagische Krankheit (EHD) bei Rindern
Die Epizootische Hämorrhagische Krankheit (EHD) ist eine durch das EHD-Virus verursachte Tierkrankheit, die sich seit 2022 zunehmend in Südeuropa ausbreitet. Sie betrifft vor allem Rinder und wird hauptsächlich durch Gnitzen übertragen. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar. Typische Symptome sind Fieber, Fressunlust, Lahmheit, Milchleistungsabfall und Fortpflanzungsstörungen. Zur Vorbeugung werden Impfungen sowie Maßnahmen gegen Gnitzen empfohlen. Eine regelmäßige Kontrolle der Tiere ist besonders im Sommer und Herbst wichtig. Bei Verdacht sollte sofort ein Tierarzt verständigt werden, da eine Meldepflicht gegenüber dem Veterinäramt besteht.
Der BRS rät davon ab, Tiere aus Regionen in Frankreich oder anderen Ländern nach Deutschland zu importieren, in denen die EHD gemeldet wurde. Eine Karte findet man hier.
BZL: Mischfutterproduktion 2025/26: Weniger Betriebe stellten mehr Futter her
Die ersten Zahlen des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) zeigen: Im Wirtschaftsjahr 2025/26 produzierten 253 meldepflichtige Betriebe insgesamt 22,5 Millionen Tonnen Mischfutter. Im Vorjahr waren es noch sieben Betriebe mehr, die insgesamt 22,2 Millionen Tonnen produzierten. Während die Herstellungsmengen beim Rind gestiegen sind, blieb Schweinefutter mit rund 8,3 Millionen Tonnen trotz eines leichten Rückgangs die wichtigste Futtersorte in Deutschland (Vorjahr: 8,4 Mio. Tonnen).
Ceva Blog für Rindergesundheit - Kälberverluste reduzieren: 5 Schritte zu gesünderen und leistungsfähigeren Kälbern
Kälbergesundheit beginnt nicht erst mit der Geburt. Bereits während der Trächtigkeit und insbesondere in der Transitphase rund um das Abkalben werden wichtige Voraussetzungen für die Vitalität und Entwicklung des Kalbes geschaffen. Eine bedarfsgerechte Fütterung, optimale Haltungsbedingungen, Hygiene und ein möglichst stressarmer Übergang unterstützen die Gesundheit der Kuh und tragen zu guten Bedingungen für das Kalb und eine optimale Kolostrumversorgung bei. So lassen sich Krankheitsrisiken, Wachstumsrückstände und Kälberverluste gezielt reduzieren. Mehr zu den wichtigsten Maßnahmen für gesündere und leistungsfähigere Kälber erfahren Sie im Ceva Blog für Rindergesundheit im Beitrag Kälberverluste reduzieren: 5 Schritte zu gesünderen und leistungsfähigeren Kälbern
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OECD-FAO: Agricultural Outlook 2026–2035
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben den OECD-FAO Agricultural Outlook 2026–2035 veröffentlicht. In diesem werden die mittel- bis langfristigen Entwicklungen der globalen Agrar- und Fischereimärkte für die kommenden zehn Jahre analysiert. Dabei werden auch Perspektiven für den Milchsektor dargestellt, die für die Arbeit der Internationalen Milchwirtschafts-Organisation (IDF) von besonderer Bedeutung sind. Sie betreffen unter anderem die Produktion, den Verbrauch, den Handel und die Nachhaltigkeitsherausforderungen der weltweiten Milchwirtschaft.
IDF: Weltschulmilchtag am 30. September
Die International Dairy Federation (IDF) hat Informationen zum World School Milk Day veröffentlicht. Dieser findet jährlich am letzten Mittwoch im September statt und hebt die Bedeutung von Schulmilchprogrammen für die Ernährung, Bildung und Entwicklung von Kindern hervor. Schulmilchprogramme sollen Kindern den Zugang zu nährstoffreichen Milchprodukten ermöglichen, gesunde Ernährungsgewohnheiten fördern und zugleich die lokale Landwirtschaft sowie ländliche Wirtschaftsräume unterstützen. Weltweit beteiligen sich zahlreiche Länder mit Informations- und Bildungsaktionen an dem Aktionstag.
Befunddaten noch besser nutzen - Neue QS-Plattform unterstützt Rinderhalter beim Benchmarking
Die QS Qualität und Sicherheit GmbH erweitert das Befunddatenmonitoring für Rinderhalter um die Web-App QS-Analytics
. Mithilfe der neuen Auswertungsplattform können Tierhalter die Befunddaten aus der Schlachtung übersichtlich abrufen und anonym mit anderen Betrieben vergleichen. So erhalten sie wertvolle Hinweise zur Tiergesundheit und können leichter erkennen, was gut läuft und was verbessert werden kann. Dieser Service steht ab sofort sowohl QS-Systempartnern als auch QM-Milch-Betrieben zur Verfügung. Über QS-Analytics sehen Mastrinder- und Milchviehhalter auf einen Blick, wie häufig Befunde bei ihren Tieren auftreten. Durch den anonymen Vergleich mit Betrieben, die an denselben Schlachthof liefern, können die eigenen Ergebnisse realistisch eingeordnet werden. Eine farbliche Darstellung zeigt, in welchen Bereichen der Betrieb gut aufgestellt ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.
Verbändeallianz fordert Nachbesserung beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz
Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert gemeinsam mit weiteren Verbänden der Land- und Fleischwirtschaft eine erneute Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Nach der Stellungnahme der Europäischen Kommission müsse der Gesetzentwurf europarechtskonform, praxistauglich und ohne zusätzliche Wettbewerbsnachteile für die heimische Erzeugung ausgestaltet werden.
Stellenausschreibung des BRS - Redakteur (w/m/d)
Sie arbeiten gerne in einem jungen, innovativen Team und haben Interesse, in einem starken Dachverband der Zucht-, Besamungs- und Landeskontrollverbände für die Tierarten Rind und Schwein tätig zu werden? Sie haben außerdem Spaß und Interesse daran, unsere Fachzeitschrift Fleischrinder Journal inhaltlich zu gestalten und weiterzuentwickeln? Dann sind Sie bei uns genau richtig.
Erntebericht 2026 liegt vor
Am 2. September hat Bundesminister Alois Rainer in Berlin das erste vorläufige Ergebnis der diesjährigen Raps- und Getreideernte vorgestellt. Die Witterung in Europa und Deutschland war geprägt von Extremen: Ein besonders trockenes Frühjahr und Sommer sowie wiederholte Hitzewellen stellten die Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen. Entsprechend verliefen Anbau und Ernte unter herausfordernden Bedingungen.
Auch im Futterbau zeigte die Trockenheit Auswirkungen. Die Grünlandernte 2026 begann vielerorts mit guten Erträgen, wurde ab Juni jedoch durch Hitze und Trockenheit vor allem im Süden und Südwesten deutlich beeinträchtigt. Dadurch fielen weitere Schnitte teilweise aus und die Futterversorgung wurde regional knapp. Gleichzeitig stiegen die Preise für Heu und andere Futtermittel. Auch beim Silomais werden in den trockenen Regionen deutliche Ertragseinbußen erwartet. Die weitere Entwicklung hängt stark von den Niederschlägen bis zum Herbst ab.
FLI bestätigt weiteres Shamonda-Virus-verwandtes Orthobunyavirus in Deutschland
Neueste Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) deuten auf ein zweites Einschleppungs- und Ausbreitungsereignis in Deutschland hin. Sequenzanalysen von PCR-positiven Proben aus dem Nordwesten und dem Osten Deutschlands zeigen, dass neben der seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich auftretenden Variante Shamonda-Virus/DE/2026
eine weitere, mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante vorkommt. Die Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Das Virus gehört zur Spezies Orthobunyavirus Schmallenbergense der Simbu-Serogruppe, ist mit dem ursprünglich in Afrika und Japan beschriebenen Shamonda-Virus verwandt, zeigt aber eindeutige Unterschiede zur zuerst in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus/DE/2026
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PM Verbändeallianz THKG