BRS News Rind
EU: Rückgang der Rinderproduktion, Zuwachs bei Schweinen erwartet
Die Produktion von Rindern in der EU wird 2026 voraussichtlich weiter sinken, während die Schweineproduktion gleichzeitig zunimmt. Nach aktuellen Schätzungen dürfte die Rinderproduktion im zweiten Halbjahr um 4,2 % zurückgehen, während bei Schweinen ein Anstieg um 3,2 % erwartet wird. Damit setzt sich die strukturelle Verschiebung innerhalb der EU-Tierhaltung fort.
Verbände-Allianz fordert ,,Nationales Sonderprogramm Sauenhaltung“
Eine Verbändeallianz, bestehend aus dem Bundesverband Rind und Schwein (BRS), dem Deutschen Bauernverband (DBV), dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), fordert ein nationales Sonderprogramm Sauenhaltung, um die Umsetzung von erheblich über das EU-Niveau hinausgehenden Regelungen für die Sauenhalter in Deutschland wirtschaftlich möglich zu machen. Ohne eine gezielte finanzielle Unterstützung drohe ein beschleunigter Strukturwandel mit einem erheblichen Verlust der inländischen Ferkelerzeugung.
Tiergesundheitstag - Zukunftssichere Milchviehhaltung, Perspektiven durch Um- und Neubau
Der Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg eV lädt zum Tiergesundheitstag am Mittwoch, 27. Mai 2026 vom 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr an der Heimvolkshochschule am Seddiner See ein. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Milchwirtschaft ist das Thema Zukunftssichere Milchviehhaltung mit Perspektiven durch Um- und Neubauten
. Es stehen Tiergesundheit, Milchleistungs- und Milchgüteprüfung, Milchqualitätsberatung, Melkanlagenüberprüfung und Tierkennzeichnung im Fokus. Die Anmeldung ist hier bis zum 11. Mai möglich.
Hortmann-Scholten warnt vor einseitiger Fokussierung auf das Tierwohl
AgE - Der Umbau der hiesigen Nutztierhaltung wird einseitig aus der Perspektive des Tierwohls betrachtet, während Aspekte wie Klimaschutz, Ernährungssicherung oder Seuchenprävention in der Debatte weitgehend ausgeklammert werden. Dies kritisiert Dr. Albert Hortmann-Scholten, der bis Ende 2025 den Fachbereich Betriebswirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen leitete. Ganz andere Schwerpunkte setzte Dänemark, wie der Experte bei der diesjährigen Agrarfinanztagung von Deutschem Bauernverband (DBV) und Landwirtschaftlicher Rentenbank in Frankfurt am Main berichtete. Der nördliche Nachbar führe für Nutztiere eine Klimasteuer ein, um Haltungsverfahren und Fütterung in eine möglichst klimafreundliche Richtung zu lenken. Emittiert ein Haltungsverfahren zu viel CO₂, hätte dies unmittelbar finanzielle Nachteile für den Tierhalter.
BRS-Positionspapier zu Neuen Züchtungsmethoden – Schutz und Zulassung gleichermaßen ermöglichen
Mit dem Einsatz neuer genomischer Techniken (NGTs) steht auch die Nutztierzüchtung vor wichtigen Zukunftsfragen. Vertreterinnen und Vertreter aus Zucht, Wissenschaft und Praxis haben im Bundesverband Rind und Schwein intensiv über Chancen, Risiken und notwendige politische Rahmenbedingungen diskutiert. Im Fokus steht dabei ein klarer rechtlicher Rahmen, der sowohl Wahlfreiheit ermöglicht als auch den Schutz von Tierhaltern und Zuchtverbänden gewährleistet.
Wer mehr über die Positionen und Forderungen des BRS erfahren möchte, findet alle Details im vollständigen Positionspapier.
Deutsche verbrauchen weniger Milch, dafür mehr Käse und Butter
Nach vorläufigen Berechnungen des BZL verbrauchten die Menschen in Deutschland 2025 pro Person mit gut 45 Kilogramm rund ein Kilogramm weniger Konsummilch als im Vorjahr. Käse und Butter hingegen wurden beliebter: So verbrauchte jeder Mensch rund ein Kilogramm Käse sowie ein Päckchen Butter (250 Gramm) mehr als noch 2024.
Die neue BZL-Versorgungsbilanz zeigt zudem: Während die Zahl der Milchviehbetriebe um knapp 1.500 sank, setzte sich der Trend eines sinkenden Milchviehbestands erstmals seit 2015 nicht weiter fort.
Vorstandswahlen bei der Mitgliederversammlung des BRS in Berlin
Am 14. und 15. April 2026 kamen rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus der deutschen Rinder- und Schweinebranche in Berlin zur Mitgliederversammlung des Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) zusammen.
AGRILL 2026 startet mit bundesweiter Sonderaktion
AGRILL geht in die nächste Runde – und erweitert das bewährte Format in diesem Jahr um eine bundesweite Sonderaktion. Neben dem traditionellen gemeinsamen Grillen auf landwirtschaftlichen Betrieben im April werden 2026 zusätzlich 100 Höfe unterstützt, die im Zeitraum vor, während oder unmittelbar nach der Ernte Gäste zu sich einladen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer Spannungen rückt dabei ein Thema stärker in den Fokus: Welche Rolle spielt die heimische Ernte für unsere Lebensmittel- und Versorgungssicherheit? Wie stabil ist unsere Nahrungsmittelproduktion in Deutschland? Diese Fragen werden im Rahmen der Sonderaktion bewusst aufgegriffen – nicht als politisches Statement, sondern als sachliche Einladung zum Dialog über die Bedeutung der Ernte für unser Land.
Uni Hohenheim legt Bioökonomie-Lehrbuch neu auf
Die Bioökonomie ist nicht nur ein globaler Trend, sondern der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ernährungssicherheit steigt die Nachfrage nach Fachkräften mit interdisziplinärem Wissen. Eine fundierte und umfassende Beschreibung aller Aspekte einer nachhaltigen Bioökonomie bietet das englischsprachige Lehrbuch, das die Universität Hohenheim in Stuttgart unter der Federführung von Prof. Dr. Iris Lewandowski jetzt in einer zweiten, stark erweiterten Auflage herausgebracht hat. Dabei beschreiten Verlag und Herausgeber auch didaktisch neue Wege. Unter dem Titel Bioeconomy – Advancing the Transition to a Sustainable, Biobased Economy bietet das Buch wertvolle Informationen für Studierende, Fachleute und alle anderen Interessierten.
Bundesminister Alois Rainer zum Beschluss der Koalition zur Energiesteuer
Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gegenüber dem BRS mitteilt, hat Bundesminister Alois Rainer den Beschluss der Koalition, die Energiesteuer vorübergehend zu senken, wie folgt kommentiert: Die Senkung der Energiesteuer ist ein notwendiger Schritt – und sie kommt dort an, wo sie gebraucht wird: bei den Menschen und bei unseren Betrieben. Weniger Kosten für Diesel und Benzin entlasten unsere Landwirtschaft unmittelbar und wirken sich entlang der gesamten Lebensmittelkette bis in den Supermarkt aus. Eine niedrigere Energiesteuer hilft zudem den Menschen im ländlichen Raum, für die das Auto tagtäglich unverzichtbar ist. Wir setzen damit ein klares Zeichen. Wer Versorgungssicherheit ernst meint, muss die Landwirtschaft insgesamt stärken – mit weniger Bürokratie, fairen Wettbewerbsbedingungen und echten Perspektiven für die Betriebe im ländlichen Raum. Diesen Kurs müssen wir jetzt konsequent weitergehen, denn ohne eine starke Landwirtschaft gibt es keine Versorgungssicherheit in unserem Land.

BRS Positionspapier Zu Neuen Züchtungsmethoden – Schutz Und Zulassung Gleichermaßen Ermöglichen