BRS News Rind
BZL-Broschüre: Wasser in der Landwirtschaft
Welche Strategien gibt es zur Verbesserung des Wasserhaushalts und des Mikroklimas in der Landwirtschaft? Die neue Broschüre des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) widmet sich dieser aktuellen Thematik und stellt Ansätze vor, wie die Wasseraufnahme und -speicherfähigkeit auf landwirtschaftlichen Flächen durch angepasste Bewirtschaftung erhöht werden kann. Diese Broschüre richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte, Beraterinnen und Berater sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Sie zeigt auf, welche landwirtschaftlichen Strategien des Flächenmanagements zur Verfügung stehen, um den Wasserrückhalt in den Flächen zu steigern, Erosion zu verringern und die Landschaft klimaresilienter zu gestalten.
Ceres Award - Theresa Ungru aus Hörstel ist Landwirtin des Jahres 2026
Theresa Ungru aus Hörstel ist zur Landwirtin des Jahres 2026
gekürt worden. Bei der Nacht der Landwirtschaft
in Berlin gewann sie den CERES AWARD sowie die Kategorie Unternehmerin. Die Jury überzeugte sie mit ihrem ganzheitlichen Betriebskonzept, das Tierwohl, regenerativen Ackerbau, erneuerbare Energien und regionale Verantwortung verbindet. Seit 2012 leitet Ungru den Familienbetrieb Hof Ungru in Hörstel-Dreierwalde mit knapp 2.000 Mastplätzen und 110 Hektar Ackerfläche. Darüber hinaus engagiert sie sich als Mitgeschäftsführerin zweier Bürgerwindparks mit 18 Windkraftanlagen und war maßgeblich an der Gründung des Bürgerenergieverbunds Steinfurt beteiligt. Als Gesamtsiegerin erhält sie 20.000 Euro Preisgeld, für den Kategoriesieg weitere 1.000 Euro. Sie ist die dritte Frau, die mit dem Titel Landwirtin des Jahres
ausgezeichnet wurde. Ihr unternehmerisches Motto lautet: Stillstand ist Rückschritt.
Wolfsmonitoring in Mecklenburg-Vorpommern - Weniger Wolfsrudel nachgewiesen
Im Monitoringjahr 2025/26 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 28 Wolfsrudel und vier Wolfspaare bestätigt. Damit sind drei Rudel weniger nachgewiesen worden als im Vorjahr. In 25 Rudeln wurde Nachwuchs festgestellt, insgesamt konnten 93 Welpen nachgewiesen werden. Die Bestandsentwicklung zeigt Veränderungen: Neben neu entstandenen Rudeln verschwanden auch bestehende Territorien. Die Rudelgrößen reichten von drei Tieren bis zu 14 Wölfen im Bullowseerudel. In 21 Rudeln war mindestens ein Elterntier genetisch bekannt, bei 61 Prozent waren es beide. Für das laufende Monitoringjahr 2026/27 wurden bislang 15 Rudel und drei Paare bestätigt. Da die Datenerhebung noch bis zum 30. April 2027 läuft, sind weitere Nachweise zu erwarten. Agrarminister Dr. Till Backhaus hob insbesondere die erfolgreiche Sammlung genetischer Proben hervor. Die Schneelage Anfang 2026 habe die Erfassung erleichtert und eine besonders effiziente Probenahme ermöglicht. Zugleich dankte er den zahlreichen Beteiligten für ihre Unterstützung beim Wolfsmonitoring.
QM-Milch aktuell: Änderungen, Kosten und typische Audit-Fallen am 28.10.2026
Der Milchbauern Service Bayern lädt am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 19:30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung rund um aktuelle Entwicklungen im QM-Milch-System ein. Die Veranstaltung findet im Kreuzer Wirt, Mößlingerstr. 2, 84562 Mettenheim, statt. Thomas May, Geschäftsführer QM-Milch e. V., informiert über aktuelle und bevorstehende Änderungen, anfallende Kosten sowie typische Fehler und Stolpersteine bei Audits. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und den Austausch von Erfahrungen aus der Praxis. Die Veranstaltung wird als Fortbildung für QM+/QM++/QM+++ registriert. Eine Teilnahmebestätigung wird per E-Mail versendet. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung per E-Mail an vmb.muenchen@milcherzeugerverband-bayern.de.
DigiMilchPro im Dialog – Online-Event zum Thema "IT-Sicherheit in der Landwirtschaft"
Mit der zunehmenden Digitalisierung in der Landwirtschaft gewinnt auch das Thema IT-Sicherheit für Landwirtinnen und Landwirte immer mehr an Bedeutung. Deshalb befasst sich die neue Ausgabe von DigiMilchPro im Dialog
, dem virtuellen Vortrags- und Austauschformat der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), mit dem Thema IT-Sicherheit in der Landwirtschaft
. Am 5. November ab 19 Uhr präsentieren Forscher:innen von DigiMilchPro und aus dem Netzwerk Fokus Tierwohl gemeinsam mit externen Expertinnen und Experten praxisorientiertes Wissen zu diesem Thema, von dem Ihr Betrieb profitiert.
Agroscope: Früheres Erstkalbealter kann die Wirtschaftlichkeit von Milchkuhbetrieben verbessern
Kürzlich veröffentlichten die Autoren Oberson, Nziya und Grossrieder eine Modellstudie zur Milchviehhaltung, in der sie die wirtschaftlichen Auswirkungen eines niedrigeren Erstkalbealters in Schweizer Holsteinherden untersuchen. Die Berechnungen zeigen, dass eine Senkung des Erstkalbealters von 27 auf 23 Monate den jährlichen Deckungsbeitrag eines Milchviehbetriebs mit 50 Kühen um rund 9.653 Franken steigern kann. Dies ist vor allem auf geringere Remontierungskosten und eine höhere Milchleistung der Herde zurückzuführen. Dieser wirtschaftliche Vorteil hängt jedoch davon ab, dass die früh abgekalbten Tiere eine hohe Milchleistung erreichen. Deshalb sollte die Umsetzung betriebsindividuell bewertet werden.
Milchtrends - Neuseeland: Strategien für mehr Klimaschutz in der Milchviehhaltung
VDM - Im Oktober 2026 haben die Autorinnen Lassen und Raschel vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft auf der Plattform Milchtrends das Trendthema Neuseeland: Strategien für mehr Klimaschutz in der Milchviehhaltung
veröffentlicht. In ihrem Beitrag beschreiben sie, wie die neuseeländische Milchwirtschaft mithilfe von Initiativen wie AgriZeroNZ
, Bonusprogrammen von Molkereien und der Förderung neuer Technologien ihre Methanemissionen aus der Milchviehhaltung senken will, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gefährden. Zudem arbeiten Molkereien, Forschungseinrichtungen und Praxisbetriebe in Demonstrations- und Forschungsnetzwerken zusammen, um klimafreundlichere Produktionssysteme zu testen und deren Umsetzung in der Milchwirtschaft zu beschleunigen. Der Beitrag bietet eine gute Grundlage für den Besuch des Weltmilchgipfels und kann hier abgerufen werden.
Webinar: Effiziente Wassernutzung und -wiederverwendung in der Milchproduktion
VDM - Die International Dairy Federation (IDF) veranstaltet am 27. Oktober 2026 von 21:00 bis 22:00 Uhr das Webinar Dairy Farmers Roundtable: Water Use and Reuse. Milchkuhhalterinnen aus den USA, Schweden und Simbabwe berichten über ihre Erfahrungen mit dem effizienten Einsatz und der Wiederverwendung von Wasser in der Milchproduktion. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Ansätze für ein nachhaltiges Wassermanagement auf Milchviehbetrieben, Herausforderungen im Betriebsalltag sowie innovative Lösungsansätze. Darüber hinaus werden Erfahrungen und Erkenntnisse zur Förderung nachhaltiger und widerstandsfähiger Milchproduktionssysteme ausgetauscht. Das Webinar bietet eine Gelegenheit, internationale Perspektiven kennenzulernen und sich über bewährte Praktiken im Wassermanagement auszutauschen.
Stellenausschreibung Zuchtleitung (m/w/d) für den Rinderzuchtverband Franken am AELF Ansbach
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus schreibt die Stelle der staatlichen Zuchtleitung des Rinderzuchtverbands Franken e. V. am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ansbach aus. Das Dienstgebiet umfasst Mittel- und Unterfranken.
Aufgaben: Leitung der Rinderzucht, Beratung der Zuchtbetriebe, Überwachung der Zuchtbuchführung sowie Zusammenarbeit mit Behörden und landwirtschaftlichen Organisationen.
Anforderungen: Abgeschlossenes agrarwissenschaftliches Studium mit Schwerpunkt Nutztierwissenschaften oder vergleichbare Qualifikation, fundierte Kenntnisse in der Rinderzucht und -haltung sowie Kommunikations- und Verantwortungsbereitschaft.
Rahmenbedingungen: Unbefristete Beschäftigung bis EG 13 TV-L bzw. Übernahme bis A 14, flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, 30 Tage Urlaub und attraktive Sozialleistungen.
Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.
60 Millionen Euro EU-Krisenhilfe für besonders betroffene Betriebe
Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) am 23. Oktober 2026 mitteilt, stehen Deutschland 60 Millionen Euro EU-Krisenhilfe für landwirtschaftliche Betriebe zur Verfügung, die besonders unter gestiegenen Düngemittel- und Energiepreisen infolge des Nahost-Konflikts leiden. Die Auszahlung soll antragslos über das InVeKoS-System als Hektarprämie erfolgen.

EU Krisenhilfe