BRS News Rind
Europaparlament mit starkem Votum für „marktgetriebenen“ Ökolandbau
Der Ausbau des Ökolandbaus in Europa muss marktgetrieben
ablaufen und das Angebot ökologisch erzeugter Waren gemeinsam mit der Nachfrage wachsen. Mit diesem Entschluss hat das Europaparlament am Montag in Straßburg auf den Öko-Aktionsplan der EU-Kommission reagiert. Und das mit großer Mehrheit: 611 Europaparlamentarier stimmten für den Entschluss, nur 14 dagegen. Das konkrete Ausbauziel des Biolandbaus auf 25 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche in der EU bis 2030 findet sich im Entschluss des Europaparlamentes nicht wieder. Die Parlamentarier unterstreichen, dass die Anbauanteile in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich sind. Diese Unterschiede müssten bei nationalen Ausbauzielen eine Rolle spielen, so die Abgeordneten.
Proteinverdaulichkeit von Fleisch und pflanzlichen Fleischalternativen
Um den Nährwert von Fleisch und Fleischalternativen zu untersuchen, wurde die menschliche Proteinverdauung von Schweine- und Rindfleisch sowie von entsprechenden Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis bewertet. Insgesamt konnte festgestellt werden, dass sowohl Schweine- als auch Rindfleisch eine höhere Verdaulichkeit als die pflanzlichen Fleischalternativen aufwiesen. Aus Schweine- und Rindfleisch wurde nach der gastrointestinalen Verdauung eine größere Anzahl von kleinmolekularen sowie von potenziell bioaktiven Peptiden identifiziert als aus pflanzlichem Fleischersatz. Diese Unterschiede hingen eng mit der Sekundärstruktur der Proteine, der Bildung von Disulfidbindungen und der scheinbaren Viskosität der Verdauungslösung zusammen. Die Ergebnisse geben einen neuen Einblick in die zugrundeliegenden Mechanismen der unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf Fleisch und pflanzliche Fleischalternativen.
Masterrind Online Live-Seminar: Futtereffizienz in der Rinderhaltung
Am 11. Mai 2022 um 19:30 Uhr bietet die Masterrind ein Online Live-Seminar zum Thema Futtereffizienz in der Rinderhaltung an. Um Anmeldung wird gebeten.
Ein Bauernhof schützt vor Allergien
Bauernkinder sind seltener von Allergien betroffen, was auf die Aufnahme des Proteins Beta-Lactoglobulin, kurz BLG, zurückgeführt wird, schreiben Wiener Forschende. Das Protein, das den sogenannten «Bauernhofschutz» vor Allergien verleiht, komme in Rohmilch vor. Aber nicht nur dort: Untersuchungen zufolge gebe es eine «Schutzglocke» rund um Höfe – dank Staub und Rinderurin.
Ernährungswissenschaftlerin: „Milch ist ein Multitalent“
top agrar, 01.05.2022 - Pflanzendrinks erleben einen regelrechten Boom. Dennoch ist Milch allein wegen ihrer hohen Nährstoffdichte nicht durch pflanzliche Imitate ersetzbar, sagt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Karin Bergmann.
Mit der Tierhaltung zu mehr Energiesicherheit
Land.Schafft-Werte - Biomethan-Fahrzeuge können als Alternative zu anderen Antriebsarten gesehen werden, denn: Das Tanken geht genauso schnell wie bei einem Diesel/Benziner. Aktuell kostet 1 Liter CNG 0,66€ und ist damit der günstigste Kraftstoff. Tankstellen mit CNG-Angebot nehmen zu, so kann man in Zukunft ohne viel Planung fahren und tanken. Übrigens: Ein Traktor mit Methan-Antrieb z. B. von New Holland kann unter voller Leistung bis zu 6 Stunden auf dem Feld arbeiten.
Bayerischer Bauernverband fordert schnelleren Anstieg der Milchauszahlungspreise
Nach Auffassung von BBV-Milchpräsident Günther Felßner steht die bayerische Milchproduktion vor einer Zeitenwende, denn: die Milch wird knapp! Felßner wendet sich gegen einen Einbruch der Milchproduktion und fordert daher einen schnelleren Anstieg der Auszahlungspreise.
Global Food Summit 2022 in München
Vom 7. - 8. Juni 2022 führt der Global Food Summit eine Veranstaltung zum Thema Botschafter für Bioökonomie - Ukraine, Klima, Covid: Ist Bioökonomie die Chance für eine Welt im Wandel?
durch. Angesichts des Krieges in der Ukraine, der Klimakrise und Covid- bedingte Transportengpässe zeigt sich, wie fragil unsere globale Lebensmittelversorgung aufgestellt ist. Welche Rolle spielen Innovationen in der Lebensmittelkette, um solche Krisen besser bewältigen zu können. Der Global Food Summit 2022 in München wird folgenden Fragen nachgehen: Hilft die Bioökonomie mit geschlossenen Nährstoffkreisläufen von endlichen Ressourcen unabhängiger zu werden? Können Nahrungsmittelketten durch Innovationen resilienter gemacht werden? Können neue Züchtungsmethoden Lösungen für eine innovative urbane Lebensmittelproduktion beitragen? Auf der Konferenz werden innovative Lösungsansätze, Forschungsergebnisse, neue Projekte und Produkte vorgestellt, die an einer nachhaltigen und sicheren Ernährungsproduktion für die wachsende Weltbevölkerung arbeiten.
Milchmarkt 2021: Pro-Kopf-Verbrauch von Milch sinkt auf 47,8 Kilogramm
Nach den vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch 2021 um 2,2 Kilogramm und lag mit 47,8 Kilogramm auf dem niedrigsten Wert seit 1991. Mögliche Gründe können der verstärkte Konsum von pflanzlichen Milchalternativen sein. Knapp 32 Millionen Tonnen Kuhmilch insgesamt und somit 1,9 Prozent weniger wurden 2021 an milchwirtschaftliche Unternehmen geliefert, davon 31,2 Millionen von inländischen Erzeugern. Die Molkereien stellten daraus unter anderem 4,4 Millionen Tonnen Konsummilch her. Der Anteil ökologisch erzeugter Milch an der Milchanlieferung lag 2021 um 2,6 Prozent höher bei 1,3 Millionen Tonnen. Der Selbstversorgungsgrad blieb mit 112 Prozent unverändert.
Neuer BMEL-Förderaufruf für Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich Agroforst
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 02.05. einen Förderaufruf zur Etablierung von Modell- und Demonstrationsvorhaben zu Agroforstsystemen veröffentlicht. Skizzen können bis zum 31.08.2022 beim zuständigen Projektträger, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), eingereicht werden. Der Begriff Agroforstsystem beschreibt den streifenförmigen Anbau von Gehölzen auf Acker- oder Grünland. Die Bäume und Sträucher haben dabei neben ihrer Schutz- auch eine Nutzfunktion: Je nach Ausgestaltung liefern sie Wert- oder Brennholz oder Nahrungsmittel. In Forschungsprojekten konnten bereits positive Wirkungen, etwa die Verringerung von Nährstoffeinträgen in Gewässer oder von Verdunstungsraten auf den dazwischenliegenden Nutzflächen, nachgewiesen werden. Deshalb will auch die Bundesregierung mehr Agroforstflächen initiieren und hat in ihrem GAP-Strategieplan für die nächste EU-Agrarförderperiode ab 2023 entsprechende Fördertatbestände aufgenommen: Die Beibehaltung einer agroforstlichen Bewirtschaftungsweise auf Acker- und Dauergrünland will sie aus der ersten, die Neuanlage von Agroforstflächen als investive Maßnahme aus der zweiten Säule fördern.
