BRS News Schwein

24.04.2019

Wie erzeugt man negative Treibhausgasemissionen?

Es gibt eine einfache Möglichkeit, das Treibhausgas Kohlendioxid zu binden: Forst- oder Landwirtschaft. Beide Branchen entlasten damit alle anderen Branchen, die auf fossile Energiequellen setzen. Eine weitere Möglichkeit könnte künftig dazu kommen: Kohlendioxid zurück in Kohle verwandeln. Der Journalist Florian Sturm, Spektrum.de, sprach mit Torben Däneke vom Royal Melbourne Institute of Technology über die neue Technik und ihr Potenzial, die erhofften negativen Emissionen im globalen Maßstab umzusetzen.

 
23.04.2019

Probiotikum wirkt positiv auf Stressbewältigung

Bei Probiotika handelt es sich um lebende Bakterien, die sich bei Einnahme gesundheitsförderlich auswirken, indem sie gemeinsam mit den anderen im menschlichen Körper, vor allem im Darm angesiedelten Bakterien unter anderem verdauungsförderliche Maßnahmen unterstützen und Vitamine produzieren.
Aktuelle Untersuchungen des Universitätsklinikums Tübingen konnten jetztbelegen, dass ein Probiotikum auch einen positiven Einfluss auf soziale Stresssituationen im Sinne einer besseren Stressbewältigung ausübt. Die Probanden, die das Probiotikum einnahmen, zeigten im Vergleich zur Placebogruppe eine erhöhte Vitalität und eine reduzierte mentale Ermüdung. Die Aussage der Studie gilt bislang nur für dieses Probiotikum, das Ergebnis kann nicht auf alle Probiotika übertragen werden. Die Ergebnisse dürften auch für die Tierernährung von Interesse sein, um ggfs. den Medikamenteneinsatz zu reduzieren. Anbieter gibt es einige, darunter auch Unternehmen, die am 24. April die BRS-Fachtagung unterstützen und an der Firmenausstellung teilnehmen.
 
23.04.2019

Es gibt mehr als 400 Impfstoffe bei 19 Tierarten gegen mehr als 80 Krankheiten

Anlässlich des Welttags der Tierimpfung am 20.04.2019 erinnert der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) an die Bedeutung der Impfung für die Tiergesundheit. Die Tiergesundheitsindustrie stellt eine enorme Breite von Impfstoffen zur Verfügung, um Krankheiten bei Nutz- und Hobbytieren vorzubeugen. Aktuell sind mehr als 400 Impfstoffe bei 19 Tierarten gegen mehr als 80 Krankheiten zugelassen. Für Rind, Schwein und Huhn, Pferd und Schaf, Hund und Katze, aber auch Kaninchen, Frettchen, Fische oder die Brieftaube sind Impfstoffe verfügbar. Zahlreiche Erkrankungen haben so ihren Schrecken verloren.
 
23.04.2019

Landgericht Hamburg erklärt „Nutri Score“ für nicht zulässig

age - Das Landgericht Hamburg hat vergangene Woche eine einstweilige Verfügung gegen die Kennzeichnung von iglo-Verpackungen mit dem Kennzeichnungssystem Nutri-Score erlassen. Die Richter erklärten die Verwendung dieser Lebensmittelkennzeichnung für wettbewerbsrechtlich nicht zulässig. Nutri-Score basiert auf der Beurteilung des Gesamtnährwerts eines Lebensmittels. Negative Faktoren sind beispielsweise ein hoher Gehalt an Zucker, gesättigten Fettsäuren und Salz sowie eine hohe Kalorienzahl.
In einer Pressemeldung kündigte das Unternehmen iglo an, in Berufung gehen zu wollen.
 
23.04.2019

Landwirtschaftsmesse ‚agra‘ in Leipzig vom 25. bis 28.04.2019

Die größte mitteldeutsche Landwirtschaftsmesse ‚agra‘ findet alle zwei Jahre auf dem Messegelände in Leipzig statt und ist ein großer Publikumsmagnet, nicht nur für die Fachbranche, sondern auch für alle Interessierte aus Stadt und Land. In diesem Jahr ist sie vom 25. bis 28.04.2019 für Besucher geöffnet.
Für die Landwirtschaft Thüringens ist die berufliche Aus-, Fort- und Weiter-bildung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dieser entscheidet in zunehmendem
Maße über die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Unternehmen und damit über deren Zukunft. Die Gewinnung geeigneten Berufsnachwuchses ist eine der großen Herausforderungen, die von den landwirtschaftlichen Unternehmen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels bewältigt werden muss. Zukünftig wird es schwieriger werden, den Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs auch in den Leitungsebenen der Betriebe in vollem Umfang zu decken.

Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum ist auf der Landwirtschaftsmesse ‚agra‘ in Leipzig gleich dreifach vertreten.
 
23.04.2019

BY: Sechs Millionen Euro für die Umsetzung neuer Ideen

Agrarministerin Michaela Kaniber hat die zweite Antragsrunde des bayerischen Innovationsförderprogramms gestartet. Neue Ideen und kreative Projekte sollen dazu beitragen, unsere Landwirtschaft wettbewerbsfähiger, ressourcenschonender und nachhaltiger zu machen, sagte die Ministerin in München. Vor allem neue Ansätze in Zusammenhang mit mehr Biodiversität und Tierwohl seien Zukunftsthemen, denen sich die Landwirtschaft stellen müsse.
Das Innovationsförderprogramm wurde im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP-agri) konzipiert. Finanziert wird es zu gleichen Teilen von Freistaat und Europäischer Union. Für die zweite Antragsrunde stehen insgesamt knapp sechs Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können ab sofort bis zum 30. September bei der Staatlichen Führungsakademie eingereicht werden.
 
18.04.2019

Boehringer Ingelheim erwirbt Unternehmensanteil an SoundTalks NV und startet Pilotprogramm

Der Unternehmensbereich Tiergesundheit von Boehringer Ingelheim hat einen Minderheitsanteil an dem belgischen Unternehmen SoundTalks NV erworben. Das digitale Überwachungsgerät von SoundTalks NV soll für eine gesündere Schweinehaltung sorgen und Landwirten ein effizienteres Arbeiten ermöglichen.
Im Rahmen eines Pilotprogramms plant Boehringer Ingelheim, das SoundTalksTM-System in ausgewählten Schweineställen zu installieren. Die Testphase beginnt in den USA und in anderen wichtigen Märkten für Schweine in diesem Frühjahr.

Sie wollen mehr über das System erfahren? Besuchen Sie uns auf der BRS-Fachtagung am 24. April in Bamberg. Das Unternehmen Boehringer unterstützt diese Tagung und ist in der Firmenausstellung dabei.

 
18.04.2019

InnoPig: Zu viele erdrückte Ferkel in Freilaufbucht

Um die Bewegungsfreiheit säugender Sauen zu verbessern, wird intensiv über alternative Haltungsvarianten diskutiert. Im Rahmen des dreijährigen Projektes InnoPig verglichen die Universität Kiel sowie die Versuchszentren Futterkamp und Wehnen drei Abferkelsysteme. Dies waren die Bucht mit klassischem Ferkelschutzkorb, Einzelhaltung ohne Fixierung sowie ein Gruppenhaltungssystem. Bei einer Abschlussveranstaltung des Verbundprojekts stellten die beteiligten Wissenschaftler Anfang April die Erkenntnisse im Detail vor.

Fazit: Mehr Bewegungsfreiheit wird mit mehr Ferkelverlusten erkauft (25 % gg. 15 % in der konventionellen Bucht). Eine Refinanzierung über die abgesetzten Ferkel dauert also noch länger, als bisher kalkuliert, das die neuen Buchten unverhältnismäßig viel kosten. Ob es vielleicht auch anders geht, wird Dr. Birgit Hinrichs, Big Dutchman AG, anlässlich der BRS-Fachtagung zum Thema Der Stall der Zukunf: Vision oder Realität darstellen. Weitere interessante Vorträge warten auf die 250 angemeldeten Teilnehmer.

 
18.04.2019

Dünge-Streit: 20 %-Düngeabschlag doch noch abwendbar?

©SuS - Nach dem die Landwirtschaft eindrucksvoll auf der Großkundgebung in Münster darauf aufmerksam gemacht hat, welche existenzgefährdenden Züge die vom Bundeslandwirtschaftsministerium angekündigte Verschärfung des Düngerechts annehmen könnte, haben sowohl die EU-Kommission als auch die Landwirtschaftsminister der Länder dazu Stellung bezogen. So stimmten die Landesvertreter auf der Agrarministerkonferenz in Landau einstimmig gegen den diskutierten pauschalen Düngeabschlag von 20 % Stickstoff in roten Gebieten. Sie fordern stattdessen eine differenzierte Vorgehensweise. So sollen Betriebe, die nachweislich besonders gewässerschonend wirtschaften, von den Maßnahmen in den jeweiligen Nitratkulissen ausgenommen werden.
 
18.04.2019

"Ökonomie und ein Mehr an Tierwohl" - Teil 1

Proteinmarkt - Wilfried Brede vom Serviceteam der Alsfeld GmbH befasst sich im ersten Teil des Beitrags mit dem Thema: Ökonomie und ein Mehr an Tierwohl. Alle zurzeit von der Politik, der Gesellschaft bzw. Nichtregierungsorganisationen geforderten Verbesserungen für mehr Tierwohl verteuern die Produktion! Wenn aber in mehr Tierwohl in der Veredlung investiert wird, sollte im Vorfeld einer Umsetzung geprüft werden, was rentabel möglich ist. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der erheblich veränderten Anforderungen der Initiative Tierwohl. Parallel muss bei einer Stallbauplanung erwogen werden, ob mit einer ausreichenden Flexibilität eventuelle zukünftige (gesetzliche) Anforderungen erfüllt werden können. Den Fachartikel zum Thema finden Sie hier.