BRS News Rind

05.04.2018

Wasserparadies Deutschland

Deutschland ist aufgrund seiner Niederschläge vorwiegend eine ackerbauliche Gunstregion und müsste daher viel mehr Lebensmittel exportieren, um andere Länder mit ungünstigerer Wasserausstattung zu entlasten. Davon abgesehen zählt die deutsche Landwirtschaft zu den produktivsten und Wasser schonendsten Branchen im internationalen Vergleich. Das Trinkwasser hat Tafelwasserqualität und die Flüsse werden immer sauberer. Wie passen da die aktuellen Meldungen zur immer schlechter werdenden Wasserqualität deutscher Gewässer? Gar nicht, stellt der Journalist Carsten Korfmacher für den Nordkurier fest. Grund für die schlechte Beurteilung sei nicht etwa die Qualität des Wassers – die wird übrigens immer besser – sondern die völlig praxisfremde EU-Bewertung gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahr 2000. Der Agrarstatistiker Georg Keckl macht in einem Kommentar deutlich, dass auch Gewässer mit den Noten drei (='mäßige anthropogene Abweichungen') und vier …Wasserparadiese sein (können), nur nicht mehr 'ursprünglich'!
 
04.04.2018

Energieeffizienz in der Agrarbranche

(hib/EIS) Das Bundesprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau soll fortgeführt werden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (19/1277) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/1063) hervor. Dazu heißt es weiter, dass sich CDU, CSU und SPD bereits im Rahmen der Koalitionsvereinbarungen auf eine Fortsetzung geeinigt hätten. Nach der Erfahrung mit dem derzeitigen Bundesprogramm sei eine vergleichbare Mittelausstattung wünschenswert. Das im November 2015 aufgelegte Programm läuft Ende des Jahres 2018 aus und war mit einem Finanzvolumen von insgesamt 65 Millionen Euro ausgestattet. Darüber hinaus soll ein Bundesprogramm zur nachhaltigen Nutztierhaltung mit Beginn des Jahres 2019 in Planung sein. Mit dem Programm sollen sowohl die Aktivitäten zur Verbesserung des Tierwohls als auch die Maßnahmen zur Verminderung der Umweltauswirkungen gebündelt werden. Die Summe der dafür bereitgestellten Bundesmittel stehe aber noch nicht fest.

 
04.04.2018

April-Zuchtwerte 2018

Ab sofort stehen die April-Zuchtwerte bei milchrind online im Netz. Die Kuhzuchtwerte folgen Ende der Woche.
Mit der April-Zuchtwertschätzung fand die jährliche Basisanpassung statt. Die Zuchtwerte der Bullen veränderten sich jedoch nicht nur durch die jährliche Verschiebung der Kuhbasis, sprich durch die Abschreibung des Zuchtfortschritts, sondern zusätzlich auch durch die neuen Zuchtwertschätzverfahren bei Nutzungsdauer, Verzögerungszeit und den Kalbemerkmalen. Detaillierte Informationen zu den Auswirkungen der neuen Verfahren erhalten Sie in der nächsten Ausgabe von milchrind.
 
03.04.2018

Röhrmoser mit Adolf-Köppe-Nadel geehrt

In Anerkennung seiner Leistungen auf dem Gebiet der süddeutschen Rinderzucht und seiner erfolgreichen Förderung der internationalen fachlichen Zusammenarbeit wurde Dr. Georg Röhrmoser mit der Adolf-Köppe-Nadel geehrt.
 
03.04.2018

Dr. Egbert Feddersen mit der Adolf-Köppe-Nadel ausgezeichnet

In Anerkennung seiner Leistungen auf dem Gebiet der Deutschen Holsteinzucht und seiner erfolgreichen Förderung der internationalen fachlichen Zusammenarbeit zwischen den Holsteinzuchtländern wurde Dr. Egbert Feddersen mit der Adolf-Köppe-Nadel geehrt.
 
03.04.2018

Landwirtschaft zwischen Skandal und Landlust

Bauernhöfe in idyllischer Landschaft und Gänse auf der grünen Wiese – und auf der anderen Seite Massentierhaltung, Pestizide und Insektensterben: Die Wahrnehmung der Landwirtschaft ist durch starke Gegensätze geprägt. Beim 3. Hohenheimer Landwirtschaftsdialog an der Universität Hohenheim in Stuttgart tauschen sich Landwirte, Wissenschaftler, Journalisten und Studierende darüber aus, warum das Bild der Landwirtschaft in den Medien und in der Öffentlichkeit so konträr ist. Teilnehmer aus der Bevölkerung können per Digi-Voting ihr eigenes Meinungsbild zum Ausdruck bringen. Weitere Infos: 490c.uni-hohenheim.de/en/dialog
 
29.03.2018

Initiative Tierwohl: Neues Siegel für Geflügelfleisch jetzt im Handel

ITW - Ab Dienstag können Verbraucher beim Einkauf bei den teilnehmenden Lebensmittelhändlern erstmals das neue Produktsiegel der Initiative Tierwohl auf Verpackungen oder Kundeninformationen entdecken. Es zeigt Verbrauchern, dass das Fleisch von Betrieben stammt, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen und so über die gesetzlichen Standards hinaus Maßnahmen für eine tiergerechtere Haltung umsetzen
 
29.03.2018

Futtermittelimporte aus Südamerika: Zertifizierung statt Importverbote

DVT - Zu der aktuellen Berichterstattung von Spiegel-Online und der Reaktion des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter nimmt der DVT wie folgt Stellung: Die Futtermittelwirtschaft erkennt die Überlegungen der Umweltorganisationen Robin Wood und Mighty Earth zur nachhaltigen Produktion von Rohstoffen wie Soja an. Hochwertige Tiernahrung ist Grundlage gesunder Nahrungsmittel. Die Futterrationen werden so zusammengestellt, dass die Tiere optimal versorgt werden. Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit haben für die Hersteller von Futtermitteln höchste Priorität. Es besteht kein Zweifel daran, dass in der Tiernahrung das Sojaschrot als hervorragender Proteinlieferant eine entscheidende Rolle spielt.
Dank Sojamoratorium und Leitlinien für die Sojabeschaffung gehen die Waldrodungen seit 2006 zurück. U.a. sei in den Leitlinien festgelegt, dass kein Sojaanbau auf Flächen, die in Brasilien nach dem Jahre 2008 illegal gerodet wurden, stattfinden darf.
Importverbote zu fordern, kann der Verband daher nicht nachvollziehen. Die Lösung besteht in einer Einflussnahme durch eine sukzessive Steigerung der Zertifizierungen und Selbstverpflichtungen im Herstellerland.
 
29.03.2018

Es gibt kein "Null-Risiko"

Bei der Diskussion um Rückstände und Gesundheitsrisiken werden Gefahren häufig mit Risiken verwechselt. So ist die Gefahr, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen, ungleich höher, als bei einem Autounfall. Das Risiko aber um ein Vielfaches geringer. In Deutschland kommen Flugzeughavarien so gut wie nie vor.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Antibiotika- oder Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln sei an ein Interview erinnert, das Anja Tittes, Metro, mit Prof. Dr. Ulrich Nöhle bereits 2017 geführt hat. Dabei ging es um das hohe Niveau der Lebensmittelsicherheit in Deutschland, die Mechanismen im Krisenfall und die richtige Informationspolitik.
Die EU-Kommission hat in diesem Zusammenhang deutlich gemacht, dass auch genehmigungspflichtige Gesetzesentwürfe ausreichend (Risiko) begründet sein müssen. Hintergrund war das geplante Verbot der Kärntner Landesregierung, das Pflanzenschutzmittel Glyphosat in Kärnten einzusetzen. Sich nur auf das Vorsorgeprinzip zu berufen und dafür spezifische ökologische oder landwirtschaftliche Bedingungen zu nennen, sei für ein Verbot zu wenig.

Prof. Dr. Ulrich Nöhle ist öffentlich bestellter Sachverständiger für Lebensmittelsicherheit und lehrt als Honorarprofessor für Qualitätsmanagement an der TU Braunschweig
 
28.03.2018

"Stickstoff-Debatte läuft einseitig und mit Gedächtnisverlust"

Nach Meinung des Dortmunder Statistikers Prof. Walter Krämer, des RWI-Vizepräsidenten Dr. Thomas K. Bauerr sowie des Berliner Psychologen Gerd Gigerenzer wird die aktuelle Stickstoff-Debatte einseitig und mit Gedächtnisverlust geführt. In einer aktuellen Presseveröffentlichung zur Unstatistik des Monats März kritisieren die Experten die Ergebnisse einer Studie, die im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, die herausgefunden haben will, dass 5996 Bundesbürger an Herz-Kreislauf-Krankheiten vorzeitig verstorben seien. Wissenschaftlich sei das unsinnig und werfe kein gutes Licht auf das Umweltbundesamt.