BRS News Schwein

26.10.2026

BZL-Broschüre: Wasser in der Landwirtschaft

Welche Strategien gibt es zur Verbesserung des Wasserhaushalts und des Mikroklimas in der Landwirtschaft? Die neue Broschüre des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) widmet sich dieser aktuellen Thematik und stellt Ansätze vor, wie die Wasseraufnahme und -speicherfähigkeit auf landwirtschaftlichen Flächen durch angepasste Bewirtschaftung erhöht werden kann. Diese Broschüre richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte, Beraterinnen und Berater sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Sie zeigt auf, welche landwirtschaftlichen Strategien des Flächenmanagements zur Verfügung stehen, um den Wasserrückhalt in den Flächen zu steigern, Erosion zu verringern und die Landschaft klimaresilienter zu gestalten.

 
26.10.2026

Ceres Award - Klaus-Peter Lichtinger aus Laberweinting ist Schweinehalter des Jahres

Klaus-Peter Lichtinger ist nicht nur Ferkelerzeuger und Mäster schlechthin. Der 36-jährige Schweinehalter aus dem niederbayerischen Laberweinting ist Mitinitiator der Initiative Sauguad, einem innovativen Pilotprojekt des Ferkelerzeugerrings Landshut, deren 2. Vorsitzender der junge Landwirt ist. Mit dem Projekt wollen er und seine Mitstreiter die regionale Schweinefleischvermarktung stärken und gleichzeitig Tierwohl und Wertschöpfung in den Betrieben voranbringen. Für den engagierten Schweinehalter, der rund 130 Sauen und 880 Mastschweine im geschlossenen System hält und rund 80 ha Ackerland für die eigene Futterproduktion bewirtschaftet, zählt dazu auch die Mast und spezielle Vermarktung von unkastrierten Jungebern bis zu einem Gewicht von etwa 75 kg, deren Fleisch sehr hochwertig ist. Klaus-Peter Lichtinger bietet seinen unkupierten Schweinen ein hohes Maß an Tierwohl, unter anderem reichlich Platz und viel Bewegung. Mit 30 abgesetzten Ferkeln pro Sau und Jahr und Masttagszunahmen von rund 900 g gehört er zu den wirtschaftlich führenden Betrieben im Erzeugerring.

 
26.10.2026

Ceres Award - Theresa Ungru aus Hörstel ist Landwirtin des Jahres 2026

Theresa Ungru aus Hörstel ist zur Landwirtin des Jahres 2026 gekürt worden. Bei der Nacht der Landwirtschaft in Berlin gewann sie den CERES AWARD sowie die Kategorie Unternehmerin. Die Jury überzeugte sie mit ihrem ganzheitlichen Betriebskonzept, das Tierwohl, regenerativen Ackerbau, erneuerbare Energien und regionale Verantwortung verbindet. Seit 2012 leitet Ungru den Familienbetrieb Hof Ungru in Hörstel-Dreierwalde mit knapp 2.000 Mastplätzen und 110 Hektar Ackerfläche. Darüber hinaus engagiert sie sich als Mitgeschäftsführerin zweier Bürgerwindparks mit 18 Windkraftanlagen und war maßgeblich an der Gründung des Bürgerenergieverbunds Steinfurt beteiligt. Als Gesamtsiegerin erhält sie 20.000 Euro Preisgeld, für den Kategoriesieg weitere 1.000 Euro. Sie ist die dritte Frau, die mit dem Titel Landwirtin des Jahres ausgezeichnet wurde. Ihr unternehmerisches Motto lautet: Stillstand ist Rückschritt.

 
26.10.2026

Wolfsmonitoring in Mecklenburg-Vorpommern - Weniger Wolfsrudel nachgewiesen

Im Monitoringjahr 2025/26 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 28 Wolfsrudel und vier Wolfspaare bestätigt. Damit sind drei Rudel weniger nachgewiesen worden als im Vorjahr. In 25 Rudeln wurde Nachwuchs festgestellt, insgesamt konnten 93 Welpen nachgewiesen werden. Die Bestandsentwicklung zeigt Veränderungen: Neben neu entstandenen Rudeln verschwanden auch bestehende Territorien. Die Rudelgrößen reichten von drei Tieren bis zu 14 Wölfen im Bullowseerudel. In 21 Rudeln war mindestens ein Elterntier genetisch bekannt, bei 61 Prozent waren es beide. Für das laufende Monitoringjahr 2026/27 wurden bislang 15 Rudel und drei Paare bestätigt. Da die Datenerhebung noch bis zum 30. April 2027 läuft, sind weitere Nachweise zu erwarten. Agrarminister Dr. Till Backhaus hob insbesondere die erfolgreiche Sammlung genetischer Proben hervor. Die Schneelage Anfang 2026 habe die Erfassung erleichtert und eine besonders effiziente Probenahme ermöglicht. Zugleich dankte er den zahlreichen Beteiligten für ihre Unterstützung beim Wolfsmonitoring.

 
23.10.2026

60 Millionen Euro EU-Krisenhilfe für besonders betroffene Betriebe

Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) am 23. Oktober 2026 mitteilt, stehen Deutschland 60 Millionen Euro EU-Krisenhilfe für landwirtschaftliche Betriebe zur Verfügung, die besonders unter gestiegenen Düngemittel- und Energiepreisen infolge des Nahost-Konflikts leiden. Die Auszahlung soll antragslos über das InVeKoS-System als Hektarprämie erfolgen.

 
22.10.2026

Stefan Russ Gewinner des Sonderpreises der Initiative Tierwohl beim CERES AWARD

Stefan Russ aus Lottstetten ist der erste Gewinner des Sonderpreises der Initiative Tierwohl (ITW), der am 21. Oktober im Rahmen des CERES AWARD in Berlin verliehen wurde. Die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung würdigt landwirtschaftliche Betriebe, die mit innovativen, praxisnahen Lösungen neue Maßstäbe für mehr Tierwohl setzen. Auf seinem Familienbetrieb setzt Russ auf eine stressarme Rinderhaltung mit stabilen Tiergruppen, großzügigen Außenklimaställen, viel Stroh und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten. Ergänzt wird das Konzept durch eine ausgewogene Fütterung und intensive Tierbeobachtung. Neben dem Tierwohl engagiert sich Russ für den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Als zertifizierter Lernort ermöglicht sein Betrieb Kindern und Schulklassen Einblicke in die Nutztierhaltung. In einem eigenen Schulungshaus bietet er zudem Weiterbildungen für Landwirte, Metzger und Gastronomen an. Mit dem erstmals vergebenen Sonderpreis macht die Initiative Tierwohl Betriebe sichtbar, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus Verantwortung übernehmen und wirksame Maßnahmen für mehr Tierwohl umsetzen.

 
21.10.2026

Bayerischer Agrarbericht: Tierhaltung weiter unter Druck

Der 27. Bayerische Agrarbericht zeigt, dass die Tierhaltung in Bayern weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert ist. Zwischen 2023 und 2025 sank der Rinderbestand um rund 91.000 Tiere (3,3 Prozent). Auch die Zahl der Milchviehhalter und der Schweinebestand gingen zurück. Gleichzeitig stiegen die Gewinne der Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2024/2025 um rund 13 Prozent auf durchschnittlich 85.100 Euro. Besonders tierhaltende Betriebe profitierten von besseren Erlösen. Zudem entfielen rund 72 Prozent der bewilligten Agrarinvestitionen 2024 und 2025 auf die Milchviehhaltung. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betont die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und wirtschaftlich tragfähiger Investitionen in mehr Tierwohl, um die Zukunft der bayerischen Tierhaltung zu sichern.

 
19.10.2026

Online-Seminar: Verhalten von Schweinen im Brandfall

Ein Stallbrand stellt Mensch und Tier vor große Herausforderungen. Wie reagieren Schweine in Gefahrensituationen und worauf müssen Landwirte und Einsatzkräfte bei der Rettung achten? Das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbands bietet in Kooperation mit der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) am 20. Oktober 2026 um 19 Uhr ein kostenloses Online-Seminar an. Praxisnahe Beispiele zeigen, wie im Brandfall schnell, sicher und tierschutzgerecht gehandelt werden kann. Die Veranstaltung richtet sich an Feuerwehren, Landwirte und alle Interessierten.

 
16.10.2026

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz soll erneut verschoben werden

Die Koalition plant, das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes auf den 1. Januar 2028 zu verschieben. Zuvor soll das Gesetz bis Oktober 2027 umfassend novelliert, an EU-Anforderungen angepasst und unter stärkerer Einbindung von Wissenschaft, Verbänden und Praxis überarbeitet werden.

 
15.10.2026

Proteinmarkt: Ergebnisse der Futterroggensilage 2026

Futterroggen (Grünroggen) ist eine klassische Winterzwischenfrucht, die Ende September bis Anfang Oktober gedrillt wird. Der Erntezeitpunkt sollte zum Beginn des Ährenschiebens, also in einem Bereich zwischen 20-22 % Rohfaser liegen. Dies ist gewöhnlich Mitte April bis spätestens Ende April möglich. Der sehr frühe Erntezeitpunkt führt zu einer Entzerrung der Grünfutterernte, da nach der Ernte des Futterroggens die Ernte des Weidelgrases und danach die Ernte auf dem Dauergrünland erfolgen kann. Die abgeerntete Fläche kann anschließend für den Anbau von Zweitfruchtmais verwendet werden. Der Vorteil dieser Verfahrensweise liegt in einer hohen Produktivität der Fläche, Vermeidung von Stickstoffauswaschungen (Nitratgebiete!) und der allgemeinen Forderung nach Begrünung der Winterbrache. Ein weiterer Vorteil liegt in der starken Konkurrenz und damit Unterdrückung von Unkräutern. Aufgrund seines sehr schnellen Wasserwachstums können hohe Erträge erzielt werden
(50 – 70 dt/ha).