BRS News Schwein
MSD Webinar "Ein Blick über die Grenze: Wie entwickelt sich die dänische Schweinehaltung" am 02.06.
Am Dienstag, den 02. Juni 2026, veranstaltet MSD Tiergesundheit um 19:00 Uhr ein Webinar aus der Reihe Fokus Schwein.
Anwendung der Neuen Genomischen Techniken
Die EU arbeitet an einem Rechtsrahmen für Pflanzen aus Neuen Genomischen Techniken (NGT). Im Zentrum stehen zwei Kategorien: NGT1 und NGT2. Dr. Robert Hoffie vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) beantwortet in einem Fachgespräch Fragen zur Technik, Regulierung und Chancen für die Landwirtschaft.
Mehr Eigenverantwortung für Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg
Das Bundeskabinett hat ein Rechtsetzungspaket verabschiedet, mit dem das nationale Durchführungsrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter vereinfacht wird. Das Paket wurde vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegt. Dies eröffnet vor allem Betrieben mit Grünland und Öko-Betrieben neue Möglichkeiten.
Bundeskabinett beschließt Erleichterungen beim Stallumbau
Das Bundeskabinett hat den vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) vorgelegten Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts verabschiedet und damit auch vereinfachte Regelungen für den Stallumbau auf den Weg gebracht. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat sich in den Abstimmungen dafür eingesetzt, auch den Umbau von Tierställen zu ermöglichen, die vor 2013 errichtet wurden und aufgrund einer damaligen Rechtsänderung nicht umgebaut werden durften. Voraussetzung ist, dass sich durch den Umbau die Haltungsbedingungen verbessern und die Zahl der Tierplätze sich nicht erhöht. Auch ein Wechsel der in dem Stall gehaltenen Tierart wird künftig möglich sein.
Jubiläum: 10 Jahre AgrarScouts
Die AgrarScouts feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2016 sind sie bundesweit im Einsatz, um Landwirtschaft erlebbar zu machen – in Schulen, auf Höfen und bei Veranstaltungen. Dabei kommen sie mit Menschen ins Gespräch, die sonst selten mit Landwirt:innen sprechen. Zehn Jahre bedeuten über 10.000 persönliche Begegnungen, unzählige Fragen, viele Überraschungen – und vor allem echten Dialog auf Augenhöhe. Das AgrarScouts-Netzwerk ist heute eine der zentralen Dialogplattformen des Forums Moderne Landwirtschaft.
Brüssel kündigt Maßnahmen zur Stabilisierung der Düngemittelversorgung an
Wie die Europäische Kommission mitteilt, umfasst der vorgestellte Düngemittel-Aktionsplan unter anderem mögliche Liquiditätshilfen für landwirtschaftliche Betriebe, flexiblere Vorauszahlungen im Rahmen der GAP sowie Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Düngemittelversorgung. Ziel sei es, die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.
EFSA veröffentlicht neuen Bericht zur Afrikanischen Schweinepest in Europa
Die European Food Safety Authority (EFSA) hat am 21. Mai 2026 ihren aktuellen epidemiologischen Bericht zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der ASP-Ausbrüche bei Hausschweinen in der Europäischen Union im Jahr 2025 deutlich angestiegen – von 333 Fällen im Vorjahr auf insgesamt 585 Ausbrüche. Besonders betroffen war Rumänien, auf das mehr als 80 % der gemeldeten Fälle entfielen.
Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz startet in neue Berufungsperiode
Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist zu seiner konstituierenden Sitzung in neuer Zusammensetzung zusammengekommen. Im Rahmen der Sitzung wählten die Mitglieder des Beirats Prof. Dr. Britta Renner und Frau Prof. Dr. Christine Wieck zu den neuen Vorsitzenden sowie Prof. Dr. Anette Buyken und Prof. Dr. Martin Banse zu den stellvertretenden Vorsitzenden.
Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen beim Ferkel – Versuchsdurchgang 2
Proteinmarkt - Seit Herbst 2021 ist der Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen (VTP) in der Tierernährung wieder erlaubt. Grundsätzlich dürfen VTP jedoch nicht an dieselbe Tierart verfüttert werden. Das bedeutet, dass VTP von Schweinen für Geflügelfutter und VTP von Geflügel für Schweinefutter verwendet werden dürfen. VTP sind jedoch nicht mehr mit den Fleisch- bzw. Fleischknochenmehlen aus der Zeit vor der BSE-Krise vergleichbar. Deshalb sind entsprechende Fütterungsversuche notwendig. In einem ersten Versuch mit Ferkeln am Staatsgut Schwarzenau wurden Rationen mit VTP und Rationen mit pflanzlichen Eiweißträgern (Sojaextraktionsschrot) verglichen. Das VTP wurde über ein Ergänzungsfutter eingesetzt. In diesem Versuch führte der Einsatz von VTP zu einer niedrigeren Futteraufnahme und Leistung. Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu Untersuchungen aus Köllitsch (Meyer und Olschewski, 2023), bei denen Geflügelmehl als Rationskomponente und nicht über ein Ergänzungsfutter eingesetzt wurde. In dem vorliegenden Versuch wurde das Geflügelmehl direkt in die Ration eingemischt, um geschmackliche Beeinträchtigungen durch weitere Bearbeitungsprozesse auszuschließen.
Bundesverband Rind und Schwein richtet Anliegen an Minister Rainer
Im Zusammenhang mit der Anhörung zum Referentenentwurf des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes hat sich der Bundesverband Rind und Schwein gemeinsam mit weiteren Verbänden brieflich an Bundesminister Rainer gewandt. Die Verbände hatten eine umfassende und konstruktive Stellungnahme zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz erarbeitet, die bei den Mitgliedern der Regierungsfraktionen weitgehend auf Zustimmung stieß. Ziel war es, den Referentenentwurf praxisgerecht und bürokratiearm zu gestalten sowie mögliche Hindernisse für die Notifizierung auf europäischer Ebene frühzeitig zu identifizieren und zu beseitigen. Dabei orientierten sich die Verbände an der zugesagten stärkeren Einbeziehung der Wirtschaftskompetenzen. Mit der kurzfristig eingeleiteten Notifizierung des Entwurfs mussten die Verbände jedoch feststellen, dass ihre Vorschläge und Anmerkungen bislang keine Berücksichtigung gefunden haben. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei Hinweise zu Registrierung, Überwachung und den Anforderungen an Haltungsformstufen, einschließlich Sauen und Ferkeln, sowie weitere Änderungen, die die Praktikabilität und Umsetzbarkeit des Gesetzes betreffen. Vor diesem Hintergrund bittet der Bundesverband Rind und Schwein um ein persönliches Gespräch mit Minister Rainer, um das Vorgehen des Ministeriums zu besprechen und die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren zu erörtern.
