BRS News Schwein

08.09.2026

77. EAAP-Tagung öffnet in Deutschland ihre Pforten

Vom 7. bis 11. September 2026 wird das CCH – Congress Center Hamburg – zum Zentrum der internationalen Nutztierwissenschaften. Unter dem Leitthema Shaping resilient livestock systems is key to circular agriculture kommen rund 1.700 Expertinnen und Experten aus 61 Ländern zusammen, um zukunftsfähige Lösungsansätze für eine nachhaltige Tierhaltung und Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten. Die Themen umfassen Tierzucht und -gesundheit, Precision Livestock Farming sowie Tierhaltung, -ernährung und -verhalten. Ausrichter der Tagung sind das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e. V. (DGfZ) und die European Federation for Animal Science (EAAP). Mit dieser Veranstaltung kehrt der renommierte Kongress nach 35 Jahren erstmals wieder nach Deutschland zurück.

 
08.09.2026

Innovationstage 2026: Resilienz durch Innovation

Wissenstransfer, Austausch und Dialog stehen im Mittelpunkt der Innovationstage 2026. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung bietet eine Plattform für die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und gibt Einblicke in zukunftsweisende Projekte der Innovationsförderung des BMLEH. Am 3. und 4. November 2026 laden das BMLEH und der Projektträger BLE ins bcc Berlin Congress Center ein. Eröffnet werden die Innovationstage von Bundesminister Alois Rainer und BLE-Präsidentin Dr. Margareta Büning-Fesel. Unter dem Leitmotiv Resilienz durch Innovation – 20 Jahre Innovationsförderung für Landwirtschaft und Ernährung widmet sich die Veranstaltung in Plenumsblöcken, Fachsessions und einem Forum aktuellen Fragen und Perspektiven rund um Innovationen für eine resiliente Land- und Ernährungswirtschaft. Interessierte können sich ab sofort bis zum 19. Oktober 2026 für die Veranstaltung sowie den gemeinsamen Ausklang mit Buffet am ersten Veranstaltungstag anmelden.

 
07.09.2026

BZL: Mischfutterproduktion 2025/26: Weniger Betriebe stellten mehr Futter her

Die ersten Zahlen des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) zeigen: Im Wirtschaftsjahr 2025/26 produzierten 253 meldepflichtige Betriebe insgesamt 22,5 Millionen Tonnen Mischfutter. Im Vorjahr waren es noch sieben Betriebe mehr, die insgesamt 22,2 Millionen Tonnen produzierten. Während die Herstellungsmengen beim Rind gestiegen sind, blieb Schweinefutter mit rund 8,3 Millionen Tonnen trotz eines leichten Rückgangs die wichtigste Futtersorte in Deutschland (Vorjahr: 8,4 Mio. Tonnen).

 
07.09.2026

ASP - Entwarnung für Wildschweinkadaver im Raum Steyerberg

Beim Maishäckseln wurden am 31.08.2026 im Raum Steyerberg fünf Wildschweinkadaver aufgefunden. Die Kadaver wurden umgehend vom Veterinäramt untersucht und beseitigt. In keiner Probe wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP), die Klassische Schweinepest (KSP) oder die Aujeszkysche Krankheit (AK) festgestellt.

 
07.09.2026

OECD-FAO: Agricultural Outlook 2026–2035

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben den OECD-FAO Agricultural Outlook 2026–2035 veröffentlicht. In diesem werden die mittel- bis langfristigen Entwicklungen der globalen Agrar- und Fischereimärkte für die kommenden zehn Jahre analysiert. Dabei werden auch Perspektiven für den Milchsektor dargestellt, die für die Arbeit der Internationalen Milchwirtschafts-Organisation (IDF) von besonderer Bedeutung sind. Sie betreffen unter anderem die Produktion, den Verbrauch, den Handel und die Nachhaltigkeitsherausforderungen der weltweiten Milchwirtschaft.

 
07.09.2026

QS - Rekordtief beim Salmonellenrisiko in der Schweinemast

Die Auswertungen des QS-Salmonellenmonitorings zeigen erneut eine erfreuliche Entwicklung. So werden nur noch 1,4 % der QS-Schweinemastbetriebe der Kategorie III mit hohem Salmonellenrisiko zugeordnet. Dies ist der niedrigste Wert seit Einführung des Monitorings im Jahr 2003. Gleichzeitig befinden sich 80,1 % der Betriebe in der bestmöglichen Kategorie I. Diese Ergebnisse belegen den langfristigen Erfolg des Monitorings sowie die kontinuierlichen Anstrengungen der Betriebe, die zu mehr Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit führen.

 
04.09.2026

Verbändeallianz fordert Nachbesserung beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz

Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert gemeinsam mit weiteren Verbänden der Land- und Fleischwirtschaft eine erneute Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Nach der Stellungnahme der Europäischen Kommission müsse der Gesetzentwurf europarechtskonform, praxistauglich und ohne zusätzliche Wettbewerbsnachteile für die heimische Erzeugung ausgestaltet werden.

 
03.09.2026

Stellenausschreibung des BRS - Redakteur (w/m/d)

Sie arbeiten gerne in einem jungen, innovativen Team und haben Interesse, in einem starken Dachverband der Zucht-, Besamungs- und Landeskontrollverbände für die Tierarten Rind und Schwein tätig zu werden? Sie haben außerdem Spaß und Interesse daran, unsere Fachzeitschrift Fleischrinder Journal inhaltlich zu gestalten und weiterzuentwickeln? Dann sind Sie bei uns genau richtig.

 
03.09.2026

Nebenprodukte in der Schweinemast: Potentiale für eine resiliente Produktion tierischer Lebensmittel

Proteinmarkt - Der im Rahmen des Projekts Heimatversprechen durchgeführte Fütterungsversuch untersucht den Einfluss steigender Anteile an Nebenprodukten in der Schweinemast auf die Mast- und Schlachtleistung, die N- und P-Ausscheidung, die Treibhausgasemissionen, die potenziell humanverwertbaren Proteinanteile, die heFCE und den DIAAS sowie die Wirtschaftlichkeit der Rationen. Hintergrund ist die Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Nutztier, die durch Bevölkerungswachstum und die Verknappung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen verursacht wird. Zur Bewertung dieser Konkurrenz dient die human edible fraction (HEF), die angibt, welcher Anteil eines Futters grundsätzlich für die menschliche Ernährung geeignet wäre. Während Rationen für Schweine und Geflügel aufgrund höherer Anteile an Getreide und Soja häufig hohe hef-Werte aufweisen, enthalten Rationen für Wiederkäuer aufgrund des hohen Anteils an Grobfutter meist geringere Anteile, die für den Menschen verwertbar sind. Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung können die Nahrungskonkurrenz reduzieren, da sie kaum für den Menschen verwertbare Bestandteile enthalten. Die heFCE bewertet ergänzend die Effizienz der Umwandlung humanverwertbarer Nährstoffe aus dem Futter in tierische Lebensmittel, während der DIAAS zusätzlich die Proteinqualität berücksichtigt.

 
03.09.2026

Erntebericht 2026 liegt vor

Am 2. September hat Bundesminister Alois Rainer in Berlin das erste vorläufige Ergebnis der diesjährigen Raps- und Getreideernte vorgestellt. Die Witterung in Europa und Deutschland war geprägt von Extremen: Ein besonders trockenes Frühjahr und Sommer sowie wiederholte Hitzewellen stellten die Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen. Entsprechend verliefen Anbau und Ernte unter herausfordernden Bedingungen.

Auch im Futterbau zeigte die Trockenheit Auswirkungen. Die Grünlandernte 2026 begann vielerorts mit guten Erträgen, wurde ab Juni jedoch durch Hitze und Trockenheit vor allem im Süden und Südwesten deutlich beeinträchtigt. Dadurch fielen weitere Schnitte teilweise aus und die Futterversorgung wurde regional knapp. Gleichzeitig stiegen die Preise für Heu und andere Futtermittel. Auch beim Silomais werden in den trockenen Regionen deutliche Ertragseinbußen erwartet. Die weitere Entwicklung hängt stark von den Niederschlägen bis zum Herbst ab.